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Gesundheit/Soziales

Sachsen lehnt EU-Schulobstprojekt ab

12. November. 2009
12.November 2009
Obst mit Hilfe von EU-Geldern kostenlos an sächsischen Grundschulen zu verteilen, rechne sich nach Auffassung des sächsischen Landwirtschaftsministeriums nicht.

Der Freistaat will keine Äpfel verteilen Foto: Holland

Jedem Grundschüler täglich kostenlos einen Apfel oder ein anderes Stück Obst reichen, das will die EU mit ihrem Schulobstprogramm. Sachsen wird sich daran aber nicht beteiligen, beschloss das Kabinett. „Die Umsetzung ist zu bürokratisch. Aufwand und Nutzen stehen in keinem Verhältnis“, begründete Landwirtschaftsminister Frank Kupfer (CDU) die ablehnende Haltung.

900544 Euro pro Schuljahr hätte die EU dem Freistaat bereitgestellt. 300182 Euro hätte dieser aus eigener Tasche drauflegen müssen, insofern wäre die sächsische Obstkonto mit rund 1,2 Millionen Euro gefüllt gewesen. Das klingt viel und sieht nach einem Geschenk aus, ist es aber nach den Berechnungen des Landwirtschaftsministeriums nicht.

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Geteilt durch 127000 Schüler im Alter von sechs bis zehn Jahren an Grund- und Förderschulen – den potentiellen Teilnehmern des Schulobstprogramms in Sachsen – kommen pro Schüler 9,45 Euro im Jahr heraus. Auf die 39 Schulwochen heruntergebrochen, sieht das Ergebnis unter dem Strich noch schlechter aus. „Das wären ganze 24 Cent in der Schulwoche für jedes Kind“, sagt Kupfer. Das hätte seiner Auffassung nach nicht mal für einen Apfel pro Tag gereicht.

Mitte September noch hatte auch Sachsen im Bundesrat dem millionenschweren Obstprojekt der EU zugestimmt. „Wie bürokratisch die Verteilung und Kontrolle ist, haben wir erst danach festgestellt“, erklärt der Landwirtschaftsminister. Er schätzt die Kosten für das Verwaltungs- und Kontrollverfahren auf rund eine Million Euro ein. Auch den sächsischen Obstbauern hätte die Umsetzung des EU-Programms vermutlich wenig gebracht, da das Landwirtschaftsministerium den Ankauf des Obstes europaweit hätte ausschreiben müssen.

Die SPD-Fraktion im Landtag versuchte gestern vergeblich mit einem Schulobst-Antrag die schwarz-gelbe Regierung in der Sache umzustimmen. Die Grünen warfen der SPD in diesem Zusammenhang vor, dass sie als Noch-Koalitionspartner der CDU im Januar einen gleichlautenden Antrag abgelehnt hatt. Doch es sei nie zu spät, sich für eine gesunde Ernährung der Kinder stark zu machen. Die Verweigerungshaltung der schwarz-gelben Regierung, in sächsischen Schulen kostenlos Obst zu verteilen, stieß bei der Opposition auf heftige Kritik: „Es ist skandalös, dass unsere moderne Gesellschaft für gesunde Lebensmittel keinen Cent übrig hat“, so Michael Weichert von den Grünen.

(Brigitte Holland)

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Tiere und Pflanzen des Jahres auf Postkarten

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Französisches Abi jetzt auch in Sachsen

Das Romain-Rolland-Gymnasium Dresden und das Anton-Philipp-Reclam-Gymnasium Leipzig sind die ersten Schulen in Sachsen, die parallel zum deutschen Abitur das Französische Baccalauréat (AbiBac) anbieten.  Ab Schuljahr 2010/2011 können sich Gymnasiasten der Klassenstufe zehn, die die vertiefte sprachliche Ausbildung durchlaufen haben, darauf vorbereiten. In den Klassenstufen zehn bis 12 wird dann Französisch auf erhöhtem Niveau unterrichtet. In den letzten drei Jahren vor dem Abitur geht es auch in Geschichte und einem weiteren gesellschaftwissenschaftlichen Fach französischsprachig zu. Dresden kooperiert dabei mit einer Schule in Strasbourg, Leipzig mit einer Schule in Montpellier.

Neue Tempo-30-Zone in Dresden-Neustadt

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