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Die Qualität eines Schulsystems lässt sich an den Abschlüssen seiner Absolventen messen. Auf die Frage, wie viele Jugendliche in Sachsen die mittlere oder gar die allgemeine Hochschulreife schaffen, antwortet jetzt der erste Bildungsbericht. Danach schlossen 52 Prozent der 43268 Absolventen des Schuljahres 2005/2006 mit dem Realschulabschluss ab. Das ist bundesweit ein Spitzenwert. Niedersachsen weist 48,1 Prozent, Sachsen-Anhalt 47,4 und Thüringen 47,1 Prozent aus. Kultusminister Roland Wöller (CDU) stellte heute den Bericht vor: „Die rund 200 Seiten umfassende Broschüre zeigt, wo Sachsen mit seinem Bildungssystem im nationalen Vergleich steht.“
Gut in der Mitte könnte man sagen, doch das Überblickswerk wertet nicht, sondern stellt einen Zustand fest. Der Anteil derer, die nur mit einem Hauptschulabschluss die Schule verlassen, liegt in Sachsen bei 11,2 Prozent und damit deutlich unter dem deutschlandweiten Durchschnitt von 24,6 Prozent. Das könnte daran liegen, dass Sachsen nach der Wende das Schulsystem nicht dreifach gliederte, sondern die zweifache Version beibehielt. Die 10-Klassen- Schulen nannten sich fortan Mittelschulen, die Oberschulen Gymnasien und die Hauptschulen wurden nie eingeführt, lediglich die Möglichkeit den Hauptschulabschluss zu erwerben. Das gemeinsame Lernen von Leistungsschwächeren und –stärkeren in den Mittelschulen zahlt sich offensichtlich aus. Die meisten Hauptschüler bringt übrigens Schleswig-Holstein mit 34,4 Prozent hervor, gefolgt vom Saarland mit 32,8 und Bayern mit 32,6 Prozent.
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Die Notwendigkeit, sich in der Wissensgesellschaft zu behaupten, erfordert allerdings höhere Abschlüsse. 28 Prozent der sächsischen Schülerinnen und Schüler legten im Schuljahr 2005/2006 das Abitur ab. Damit reicht Sachsen nicht an den Stadtstaat Hamburg heran, wo 36,6 Prozent der Jugendlichen ihr Abi machten. Das Schlusslicht im Vergleichsschuljahr bildet Bayern, da errang lediglich 19,7 Prozent des Jahrgangs die mittlere Reife. Kultusminister Wöller machte darauf aufmerksam, dass im Schuljahr 2006/2007 immerhin 31 Prozent der jungen Sachsen und Sächsinnen das Abitur ablegten.
Leider thematisiert der Bildungsbericht nicht, wie viele davon ein Studium aufnahmen. Hielt doch die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) Deutschland jüngst vor, dass sein Bildungssystem zu wenige Akademiker produziert. Eins kam bei der Untersuchung von regionalen und geschlechterspezifischen Aspekten allerdings heraus: 15 Prozent der Mädchen in Berufsschulen haben ein Abitur. Das heißt, sie sind trotz des Gymnasiumsbesuchs der Gesellschaft als mögliche Akademikerinnen verloren gegangen.
Angesichts der demografischen Entwicklung, braucht Sachsen eigentlich jeden Schüler von heute zur Besetzung der Arbeitsplätze von morgen. Im Freistaat verlassen zwar nur 8,7 Prozent der Jugendlichen die Schule ohne einen Abschluss, im Stadtstaat Hamburg sind es mit 11,8 Prozent weit mehr. Doch Sachsens Kultusminister Wöller hat die 8,7 Prozent, hinter der immerhin 3744 junge Menschen stehen schon als Auftrag erkannt, den Prozentsatz zu senken. Der Bildungsbericht werde dazu beitragen über das Wie zu diskutieren, meint Wöller.
Schnell handeln muss der Minister allerdings auch, um Sachsens Lehrkörper zu erhalten, der ist laut Bericht nämlich total veraltet. Das Durchschnittsalter beträgt 48 Jahre. Und rund 1000 Lehrer, insbesondere an den Grundschulen, sind über 60 Jahre.
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Wer Geburtstag hat, bekommt üblicherweise Geschenke. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) beschenken seit diesem Jahr ihre Besucher an deren jeweiligem Geburtstag mit freiem Eintritt. „Geburtstagskinder“ jeden Alters legen an der Kasse ihren Personalausweis vor und erhalten an dem Tag freien Eintritt in alle Museen der SKD an den Standorten Dresden, Leipzig und Herrnhut. Diese Regelung gilt auch für das Historische Grüne Gewölbe und sämtliche Sonderausstellungen.
Immer auf dem neuesten Stand der Wissenschaft zu sein, heißt auch, zu wissen, woran die Forscher arbeiten. Mit dem Start des Dresden Science Calendar werden alle wissenschaftlichen Veranstaltungen im Raum Dresden auf einen Blick zugänglich gemacht. Im Rahmen des Wissenschaftsnetzwerkes DRESDEN-concept und in Kooperation mit der Stadt und der Sandstein Neue Medien GmbH ist eine für den Informationsaustausch über wissenschaftliche Veranstaltungen maßgeschneiderte Internetplattform entstanden. Jeder, einschließlich der wissenschaftlich interessierten Öffentlichkeit, kann alle Ankündigungen nach verschiedenen Kriterien gefiltert abrufen. Die Internetplattform bietet auch Schnittstellen an, um relevante Vorträge zu einmal ausgewählten Suchkriterien und persönlichen Interessen automatisch vorzusortieren und regelmäßig strukturierte Benachrichtigungen per RSS-feed, iCal-Kalenderabonnement oder über andere Datenkanäle zu erhalten. Der Dresden Science Calendar ergänzt damit die bestehenden Ankündigungssysteme der einzelnen Institute, aus welchen die Informationen automatisch synchronisiert werden. www. wissenschaft.dresden.de/calendar
Kurz und knapp stellt sich Dresden im Stadt-Atlas vor. Er enthält Straßen- und Wegekarten und Informationen zum öffentlichen Nahverkehr. Er gibt Auskunft, wo sich öffentliche und kulturelle Einrichtungen, Fußgängerzonen, öffentliche Toiletten, Einbahnstraßen, Parkplätze und Taxi-Standorte befinden. Darüber hinaus empfiehlt der Stadt-Atlas mit Text, Karte und 3D-Ansicht einen Stadtrundgang durch die Altstadt und die Neustadt von Dresden. Ein weiterer Teil des Stadt-Atlasses befasst sich mit 20 Jahren Kommunalentwicklung. Daten, Karten und Statistiken beschreiben die Entwicklung, zum Beispiel von Wohnungsbau, Verkehrsprojekten, Natur- und Denkmalschutz. Alte und neue Luftbilder werden gegenübergestellt. Die Broschüre im A4-Format umfasst 98 Seiten und kostet 5,35 Euro. Sie ist erhältlich in ausgewählten Buchhandlungen und im Kundenservice des Städtischen Vermessungsamtes, World Trade Center, Ammonstraße 74, 2. OG, Zimmer 2852, Telefon 4 88 41 38 oder 4 88 41 16, Fax 4 88 39 64, E-Mail vermessungsamt-ks@dresden.de. Öffnungszeiten: Montag und Freitag von 9 bis 12 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 9 bis 18 Uhr. www.dresden.de/online-shop.
Die sächsische Justiz versteigert beschlagnahmte oder gepfändete Gegenstände auch via Internet. Sachsens Justizminister Martens (FDP) verspricht sich dadurch „bessere Verkaufschancen und höhere Erlöse im Interesse von Gläubigern und Schuldnern“. Sachsen nutzt zusammen mit anderen Bundesländern eine extra dafür eingerichtete Internetplattform, die rund um die Uhr von Interessenten zu erreichen ist, unter www.justiz-auktion.de
Im Naturschutzgebiet Sächsische Schweiz dürfen Klettersportler die Felsen erklimmen. Der Landtag passte dafür das Landesumweltrecht an das neue Bundesrecht unter Beibehaltung landesrechtlicher Regelungen an. „So wäre es zum Beispiel nach dem Bundesnaturschutzgesetz verboten, in der Sächsischen Schweiz Klettersport zu betreiben“, so Umweltminister Frank Kupfer (CDU). „Das Felsklettern in der Sächsischen Schweiz hat eine lange Tradition. Die Sportverbände arbeiten aktiv im Naturschutz mit und betreiben ihren Sport sehr verantwortungsvoll“, erklärt der Minister, weshalb Sachsen mit der Gesetzesanpassung das Verbot umging.
Mit Kompass und Karte unterwegs zu sein, ist die gewohnte Art, Sachsen wandernd zu entdecken. Doch die Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen (TMGS) hält für alle Rucksack-Touristen auch Online-Wanderpläne für die sechs beliebtesten Wanderrouten bereit: den Sächsischen Weinwanderweg, den Malerweg, Oberlausitzer Bergweg, Vogtland Panorama Weg, für die Kammtour Erzgebirge-Vogtland und den Muldentalwanderweg. Alle wichtigen Details vom Streckenverlauf über Schwierigkeitsgrad bis hin zu Rastplätzen und Entfernungen sowie die gps-Daten sind auf den Wanderseiten zu finden. Wofür die TMGS mit dem Freizeit- und Tourismusportal AlpRegio kooperiert. www.sachsen-tourismus.de
Die Stadt Dresden bietet ein interaktives Internetportal zur kulturellen Bildung an: Kinder, Jugendliche und Erwachsene, aber auch Familien und Schulklassen können auf dem Portal nach geeigneten Kursen und Veranstaltungen suchen. Kultureinrichtungen können ihre Angebote selbstständig einpflegen und aktualisieren. Das Portal beruht auf einer Kooperation zwischen dem Kulturamt und der Medien Verlags GmbH. Es wird aus Fördermitteln des Sächsischen Wissenschaftsministeriums und der Stadt finanziert. www.dresdner-kulturelle-bildung.de
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