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Sachsen erneut Sieger im Bildungsmonitor

20. August. 2009
20.August 2009

Sachsen hat das beste Bildungssystem in Deutschland. In einem bundesweiten Vergleich belegt es vor Thüringen und Baden-Wüttermberg den ersten Platz. Das attestiert der „Bildungsmonitor 2009“, der im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) erstellt wird. Sachsen und Thüringen bleiben die Kaderschmieden für den Nachwuchs in den naturwissenschaftlichen Wissenschaften, fanden die Experten heraus. Beide Länder wiesen eine relativ hohe Schulqualität und Erfolge bei der Vermeidung von Bildungsarmut auf und profitierten bei der Finanzierung von Bildung und den Betreuungsbedingungen von der demografischen Entwicklung.

Im Vergleich zum Vorjahr legte das sächsische Bildungssystem erneut um 6,5 Punkte zu. Nur Mecklenburg-Vorpommern (+11,3 Punkte) kann eine noch bessere Dynamik vorweisen. Thüringen hat sich um einen Platz auf Rang 2 verbessert. Große Sprünge nach vorn schaffen auch Rheinland-Pfalz (+ 5,4 Punkte) und Bremen (+ 5,1 Punkte).  Verglichen wurden die Bildungssysteme anhand von 13 Handlungsfeldern und über 100 Kriterien, darunter Klassengröße, Zahl der Bildungsabschlüsse von Schülern und Studenten, Bildungsausgaben und Studiendauer. Der Hauptgrund der Fortschritte in allen Bundesländern sei der bewusstere Umgang mit Bildungszeit.

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Sachsen verdankt seinen Spitzenplatz vor allem „einer besseren Zeiteffizienz“, weil der Anteil der Studienanfänger in Bachelorstudiengängen um 17 Prozentpunkte auf 46,2 Prozent stieg und die mittlere Studiendauer um 0,3 Semester auf 10,7 Semester sank. Im „Handlungsfeld Integration“ verbesserte sich Sachsen, weil im Vergleich der PISA-Ergebnisse von 2003 zu 2006 im Fach Mathematik festgestellt wurde, dass die Herkunft der Schüler für ihre Leistungen inzwischen eine geringe Rolle spielt. Zudem hat sich die relative Chance ausländischer Jugendlicher, ihr Abitur zu machen, gegenüber dem Vorjahr leicht verbessert. Die Studienberechtigtenquote ausländischer Jugendlicher stieg insgesamt von 7,9 auf 10,8 Prozent.

Bei der Hochschulbildung konnte Sachsen weiter punkten. Der Anteil der Hochschulabsolventen  an der akademischen Bevölkerung im Erwerbsalter stieg um 1,1 Punkte auf 4 Prozent und bei der Bevölkerung im Alter zwischen 25 und 40 Jahren um 0,3 Prozentpunkte auf 1,9 Prozent.  Bundesweit am höchsten war der Anteil der Ingenieure an allen Hochschulabsolventen. 2007 kamen auf 100 sozialversichtungspflichtig beschäftigte Ingenieure rund 9,5 neue Absolventen. Außerdem ist Sachsen als Hochschulstandort attraktiver geworden, der Saldo zwischen Zuwanderungs- und Abwanderungsquote nahm um 2 Prozentpunkte auf 6,9 Prozentpunkte zu. Zudem stieg die Anzahl der dualen Studierenden je 1000 Personen im Alter zwischen 19 und 24 Jahren um 2,4 auf 17,2 Prozent.  

Die Ausgaben je Schüler oder Studierenden sind in Sachsen zwischen 2005 und 2006 schneller gewachsen als die Gesamtausgaben der öffentlichen Hand je Einwohner, so die Studie. Die Bedeutung von Bildung für die Ausgabenseite habe überdurchschnittlich zugenommen. Eine Schwachstelle wurde trotzdem entdeckt: Bei der beruflichen Bildung erreichte Sachsen nur das Mittelfeld.  Die Daten für die Studie stammen mehrheitlich aus dem Jahr 2007.

 „Dieses Qualitätssiegel von unabhängiger Stelle ist ein großes Lob“, sagte Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU). Die sächsische Bildungspolitik setze konsequent auf Leistung und Kontinuität und sie gebe allen Kindern eine Chance. „In keinem anderen Bundesland war der Zusammenhang zwischen Hintergrund des Elternhauses und dem Bildungserfolg der Kinder bei PISA 2006 so gering wie in Sachsen“, betonte Tillich. Weiter verbessern wolle Sachsen die Durchlässigkeit, also den Wechsel von der Mittelschule zum Gymnasium, etwa durch das Angebot einer zweiten Fremdsprache an der Mittelschule. Die Mittelschule sei das Rückgrat des sächsischen Bildungserfolgs. Auch die frühkindliche Bildung werde qualitativ ausgebaut.

Auch Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD) mag sich nicht auf den Lorbeeren ausruhen. Angesichts des Rückgangs der Abiturientenzahlen müssten noch mehr Mädchen für ein naturwissenschaftlich-technisches Studium gewonnen werden. Dazu sei ein spezielles Stipendienprogramm geplant.

 

 

 

(Sieglinde Werner)

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Neue Direktfluglinie Dresden – Hamburg

Hamburg und Dresden  rücken enger zusammen, dank einer neuen Direktfluglinie. Die Bremer Regionalfluggesellschaft OLT Express Germany bedient die Strecke mit täglichen Flügen. Montag und Freitag heben die 50sitzigen Propellermaschinen vom Typ Saab 2000 sogar dreimal in Dresden und Hamburg  ab. Die Flugzeit beträgt 60 Minuten. Obwohl Dresden und Hamburg bereits seit über 20 Jahren Partnerstädte sind, waren sie bisher nicht im Direktflug erreichbar. Als Eröffnungsangebot ist der Hin- und Rückflug 199 Euro pro Person buchbar. www.oltexpress.de

Heiraten im Kulturrathaus

Brautpaare, die gern im Dresdner Barockviertel heiraten möchten, können sich ab Juni im Kulturrathaus, Königstraße 15, das Ja-Wort geben. Ihnen steht für die Eheschließung der Fritz-Löffler-Saal mit seiner historischen Holzbalkendecke zur Verfügung. Er bietet bis zu 144 Gästen Platz und verfügt über eine wunderbare Akustik. Für die musikalische Umrahmung kann der vorhandene Flügel genutzt werden. Von Mai bis Oktober immer samstags von 9 bis 13 Uhr können künftig im Kulturrathaus Ehen geschlossen werden. Die Termine vergibt das Standesamt Dresden, Goetheallee 55.  www.dresden.de/heiraten

Zum Geburtstag freier Eintritt in die Kunstsammlungen

Wer Geburtstag hat, bekommt üblicherweise Geschenke. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) beschenken seit diesem Jahr ihre Besucher an deren jeweiligem Geburtstag mit freiem Eintritt. „Geburtstagskinder“ jeden Alters legen an der Kasse ihren Personalausweis vor und erhalten an dem Tag freien Eintritt in alle Museen der SKD an den Standorten Dresden, Leipzig und Herrnhut. Diese Regelung gilt auch für das Historische Grüne Gewölbe und sämtliche Sonderausstellungen.

Online-Kalender der Dresdner Wissenschaft

Immer auf dem neuesten Stand der Wissenschaft zu sein, heißt auch, zu wissen, woran die Forscher arbeiten. Mit dem Start des Dresden Science Calendar werden alle wissenschaftlichen Veranstaltungen im Raum Dresden auf einen Blick zugänglich gemacht. Im Rahmen des Wissenschaftsnetzwerkes DRESDEN-concept und in Kooperation mit der Stadt  und der Sandstein Neue Medien GmbH ist eine für den Informationsaustausch über wissenschaftliche Veranstaltungen maßgeschneiderte Internetplattform entstanden. Jeder, einschließlich der wissenschaftlich interessierten Öffentlichkeit, kann alle Ankündigungen nach verschiedenen Kriterien gefiltert abrufen. Die Internetplattform bietet auch Schnittstellen an, um relevante Vorträge zu einmal ausgewählten Suchkriterien und persönlichen Interessen automatisch vorzusortieren und regelmäßig strukturierte Benachrichtigungen per RSS-feed, iCal-Kalenderabonnement oder über andere Datenkanäle zu erhalten. Der Dresden Science Calendar ergänzt damit die bestehenden Ankündigungssysteme der einzelnen Institute, aus welchen die Informationen automatisch synchronisiert werden. www. wissenschaft.dresden.de/calendar

Dresdner Stadt-Atlas

Kurz und knapp stellt sich Dresden im Stadt-Atlas vor. Er enthält Straßen- und Wegekarten und Informationen zum öffentlichen Nahverkehr. Er gibt Auskunft, wo sich öffentliche und kulturelle Einrichtungen, Fußgängerzonen, öffentliche Toiletten, Einbahnstraßen, Parkplätze und Taxi-Standorte befinden. Darüber hinaus empfiehlt der Stadt-Atlas mit Text, Karte und 3D-Ansicht einen Stadtrundgang durch die Altstadt und die Neustadt von Dresden. Ein weiterer Teil des Stadt-Atlasses befasst sich mit 20 Jahren Kommunalentwicklung. Daten, Karten und Statistiken beschreiben die Entwicklung, zum Beispiel von Wohnungsbau, Verkehrsprojekten, Natur- und Denkmalschutz. Alte und neue Luftbilder werden gegenübergestellt. Die Broschüre im A4-Format umfasst 98 Seiten und kostet 5,35 Euro. Sie ist erhältlich in ausgewählten Buchhandlungen und im Kundenservice des Städtischen Vermessungsamtes, World Trade Center, Ammonstraße 74, 2. OG, Zimmer 2852, Telefon 4 88 41 38 oder 4 88 41 16, Fax 4 88 39 64, E-Mail vermessungsamt-ks@dresden.de. Öffnungszeiten: Montag und Freitag von 9 bis 12 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 9 bis 18 Uhr.  www.dresden.de/online-shop.

Justiz-Auktion im Internet

Die sächsische Justiz versteigert beschlagnahmte oder gepfändete Gegenstände auch via Internet. Sachsens Justizminister Martens (FDP) verspricht sich dadurch „bessere Verkaufschancen und höhere Erlöse im Interesse von Gläubigern und Schuldnern“. Sachsen nutzt zusammen mit anderen Bundesländern eine extra dafür eingerichtete Internetplattform, die rund um die Uhr von Interessenten zu erreichen ist, unter www.justiz-auktion.de

 

Klettern in der Sächsischen Schweiz weiter erlaubt

Im Naturschutzgebiet Sächsische Schweiz dürfen Klettersportler die Felsen erklimmen. Der Landtag passte dafür das Landesumweltrecht an das neue Bundesrecht unter Beibehaltung landesrechtlicher Regelungen an. „So wäre es zum Beispiel nach dem Bundesnaturschutzgesetz verboten, in der Sächsischen Schweiz Klettersport zu betreiben“, so Umweltminister Frank Kupfer (CDU). „Das Felsklettern in der Sächsischen Schweiz hat eine lange Tradition. Die Sportverbände arbeiten aktiv im Naturschutz mit und betreiben ihren Sport sehr verantwortungsvoll“, erklärt der Minister, weshalb Sachsen mit der Gesetzesanpassung das Verbot umging.

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