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Plätze auf Gymnasien werden Mangelware

29. April. 2008
29.April 2008

Derzeit wollen 55 Prozent aller Mädchen und Jungen der vierten Klassen in Dresden ein Gymnasium besuchen. Bleibt es bei dem Anspruch, dann könnten schon im Schuljahr 2011/12 die Plätze Mangelware werden. Spätestens 2017 zeichnet sich ein Notstand ab. Die Gymnasien reichen nicht aus, um alle Schüler aufzunehmen. Die Stadtverwaltung selbst prognostiziert den Trend aufgrund der Geburtenentwicklung. In ihrem Plan geht sie von einem Drittel mehr Fünfklässler in den Gymnasien aus . Doch das Kultusministerium genehmigte der Stadt mit der Bestätigung ihrer Schulnetzplanung nur zwei neue Gymnasialstandorte: Bühlau und Bürgerwiese. Seidnitz fiel raus.

Der für Schulen zuständige Bürgermeister Winfried Lehmann (CDU) protestiert nicht. Mit Emotionen hält er sich zurück. Lehmann will aber offensichtlich doch am Thema dranbleiben, wenn er betont:  „Wir werden über neue Standorte für Gymnasien reden müssen, die Umnutzung vorhandener Schulgebäude, wie das Kultusministerium uns rät, kosten in der Regel genauso viel wie ein Neubau.“ Auch Amtsleiter Falk Schmidtgen umkreist nur die Brisanz des Themas, indem er darauf hinweist, dass die Stadt für ihre Prognose die Annahme zugrunde legt, dass künftig lediglich 50 Prozent aller Mädchen und Jungen aufs Gymnasium wollen. Will heißen, die Stadt hat umsichtig gerechnet und insofern nur drei neue Gymnasien beantragt. Das Haus von Kultusminister Steffen Flath (CDU) will aber offensichtlich an der falschen Stelle sparen.

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Genau genommen hat es das schon getan. Über ein Jahr musste die Stadt auf die Bestätigung ihres Schulnetzplanes warten. „Fristgemäß hatten wir das Papier Ende 2006 beim Ministerium eingereicht“, so Bürgermeister Lehmann. Doch kein Wort der Klage über die lange Bearbeitungszeit kam über seine Lippen. Nur ein gequältes Lächeln: „Wir sind froh, dass das Kultusministerium unserem Schulnetzplan im Wesentlichen zustimmt, das gibt uns Planungssicherheit für die nächsten Jahre“, so Lehmann. 68 Grundschulen, 27 Mittelschulen und 15 Gymnasien darf Dresden vorhalten.

Mit der Bestätigung ihres Planes kann die Stadt nun endlich mit der überfälligen Sanierung und Modernisierung ihrer Schulen beginnen. Für den Umbau und die Modernisierung des Julius-Ambrosius-Hülße-Gymnasiums ist die Fördermittelzusage schon da. „Für das Gymnasium Bühlau rechnen wir in den nächsten Tagen mit dem Bescheid“, so Bürgermeister Lehmann. Die Bauvorbereitungen sind dort schon seit geraumer Zeit abgeschlossen und eigentlich könnte man zum ersten Spatenstich für den Neubau schreiten. Doch auch die Bescheide für das Roman-Rolland-Gymnasium und das Vitzthum-Gymnasium stecken noch in der Mühle der Bürokratie. Die Bauarbeiten an den vier genannten Schulen sollen 2010 beziehungsweise 2011 beendet sein. Allerdings steht damit für das Schuljahr 2011/12 erst ein zusätzliches Gymnasium zur Verfügung.

Die zwei weiteren neuen Gymnasium Bürgerwiese und Seidnitz werden nach den Berechnungen der Stadt 2013 gebraucht. Denn bleibt es dabei, dass 55 Prozent der Dresdner Grundschüler Abi machen wollen, dann müssten jährlich 2500 Fünfklässler verteilt werden. Würde bedeuten alle 15 Gymnasien müssten bei 30 Schülern pro fünfte Klasse fünf- oder gar sechszügig sein. Wenn es also das Gymnasium Seidnitz  2013 nicht gibt, bricht der Notstand schon vor 2017  aus.

(Brigitte Holland)

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Neue Direktfluglinie Dresden – Hamburg

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Heiraten im Kulturrathaus

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Zum Geburtstag freier Eintritt in die Kunstsammlungen

Wer Geburtstag hat, bekommt üblicherweise Geschenke. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) beschenken seit diesem Jahr ihre Besucher an deren jeweiligem Geburtstag mit freiem Eintritt. „Geburtstagskinder“ jeden Alters legen an der Kasse ihren Personalausweis vor und erhalten an dem Tag freien Eintritt in alle Museen der SKD an den Standorten Dresden, Leipzig und Herrnhut. Diese Regelung gilt auch für das Historische Grüne Gewölbe und sämtliche Sonderausstellungen.

Online-Kalender der Dresdner Wissenschaft

Immer auf dem neuesten Stand der Wissenschaft zu sein, heißt auch, zu wissen, woran die Forscher arbeiten. Mit dem Start des Dresden Science Calendar werden alle wissenschaftlichen Veranstaltungen im Raum Dresden auf einen Blick zugänglich gemacht. Im Rahmen des Wissenschaftsnetzwerkes DRESDEN-concept und in Kooperation mit der Stadt  und der Sandstein Neue Medien GmbH ist eine für den Informationsaustausch über wissenschaftliche Veranstaltungen maßgeschneiderte Internetplattform entstanden. Jeder, einschließlich der wissenschaftlich interessierten Öffentlichkeit, kann alle Ankündigungen nach verschiedenen Kriterien gefiltert abrufen. Die Internetplattform bietet auch Schnittstellen an, um relevante Vorträge zu einmal ausgewählten Suchkriterien und persönlichen Interessen automatisch vorzusortieren und regelmäßig strukturierte Benachrichtigungen per RSS-feed, iCal-Kalenderabonnement oder über andere Datenkanäle zu erhalten. Der Dresden Science Calendar ergänzt damit die bestehenden Ankündigungssysteme der einzelnen Institute, aus welchen die Informationen automatisch synchronisiert werden. www. wissenschaft.dresden.de/calendar

Dresdner Stadt-Atlas

Kurz und knapp stellt sich Dresden im Stadt-Atlas vor. Er enthält Straßen- und Wegekarten und Informationen zum öffentlichen Nahverkehr. Er gibt Auskunft, wo sich öffentliche und kulturelle Einrichtungen, Fußgängerzonen, öffentliche Toiletten, Einbahnstraßen, Parkplätze und Taxi-Standorte befinden. Darüber hinaus empfiehlt der Stadt-Atlas mit Text, Karte und 3D-Ansicht einen Stadtrundgang durch die Altstadt und die Neustadt von Dresden. Ein weiterer Teil des Stadt-Atlasses befasst sich mit 20 Jahren Kommunalentwicklung. Daten, Karten und Statistiken beschreiben die Entwicklung, zum Beispiel von Wohnungsbau, Verkehrsprojekten, Natur- und Denkmalschutz. Alte und neue Luftbilder werden gegenübergestellt. Die Broschüre im A4-Format umfasst 98 Seiten und kostet 5,35 Euro. Sie ist erhältlich in ausgewählten Buchhandlungen und im Kundenservice des Städtischen Vermessungsamtes, World Trade Center, Ammonstraße 74, 2. OG, Zimmer 2852, Telefon 4 88 41 38 oder 4 88 41 16, Fax 4 88 39 64, E-Mail vermessungsamt-ks@dresden.de. Öffnungszeiten: Montag und Freitag von 9 bis 12 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 9 bis 18 Uhr.  www.dresden.de/online-shop.

Justiz-Auktion im Internet

Die sächsische Justiz versteigert beschlagnahmte oder gepfändete Gegenstände auch via Internet. Sachsens Justizminister Martens (FDP) verspricht sich dadurch „bessere Verkaufschancen und höhere Erlöse im Interesse von Gläubigern und Schuldnern“. Sachsen nutzt zusammen mit anderen Bundesländern eine extra dafür eingerichtete Internetplattform, die rund um die Uhr von Interessenten zu erreichen ist, unter www.justiz-auktion.de

 

Klettern in der Sächsischen Schweiz weiter erlaubt

Im Naturschutzgebiet Sächsische Schweiz dürfen Klettersportler die Felsen erklimmen. Der Landtag passte dafür das Landesumweltrecht an das neue Bundesrecht unter Beibehaltung landesrechtlicher Regelungen an. „So wäre es zum Beispiel nach dem Bundesnaturschutzgesetz verboten, in der Sächsischen Schweiz Klettersport zu betreiben“, so Umweltminister Frank Kupfer (CDU). „Das Felsklettern in der Sächsischen Schweiz hat eine lange Tradition. Die Sportverbände arbeiten aktiv im Naturschutz mit und betreiben ihren Sport sehr verantwortungsvoll“, erklärt der Minister, weshalb Sachsen mit der Gesetzesanpassung das Verbot umging.

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