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Gesundheit/Soziales

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Männern wird Krebstest mit 40 Jahren empfohlen

17. September. 2009
17.September 2009

Männer meiden den Arzt. Eigentlich unverständlich, wenn es um die Gesundheit ihres wichtigsten Körperteils geht. Nicht erst mit 45 Jahren, sondern bereits mit 40 sollten sie zur Früherkennung von Prostatakrebs gehen, lautet die neue Empfehlung. Festgehalten ist sie in der neuen Leitlinie zum Prostatakarzinom, die auf dem Kongress der Deutschen Gesellschaft für Urologie (DGU) in Dresden vorgestellt wurde. Die Ermittlung des sogenannten PSA-Wertes im Blut bleibe die beste Methode zur Früherkennung.

PSA steht für prostataspezifisches Antigen, das im Blut von Gesunden nur in geringer Konzentration vorliegt. „Liegt der PSA-Wert unter 2 ng/ml, sollte in einem Intervall von zwei Jahren kontrolliert werden“, lautet die Empfehlung der Experten. Eine jährliche Untersuchung halten sie für übertrieben. Aber durch den früheren Test käme man einerseits den aggressiven Tumoren eher auf die Spur, andererseits könnte man in vielen Fällen abwarten und den PSA-Wert über eine längere Zeit beobachten. Damit ließen sich unnötige Biopsien und Therapien vermeiden.

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„Mutmaßlich nicht lebensbedrohende Karzinome sollten lediglich aktiv überwacht werden“, lautet die zweite wesentliche Botschaft der neuen Leitlinie, die ihre zehn Jahre alte Vorgängerin ablöst. „30 bis 40 Prozent der durch die PSA-Bestimmung entdeckten Tumore sind nicht behandlungs-, wohl aber beobachtungsbedürftig“,  erklärt Lothar Weißbach, Leitender Arzt der Belegabteilung für Urologie an der EuromedClinic Fürth. Also nicht bei jedem Krebs im Frühstadium muss der Mann gleich seine Prostata opfern. Das ist gut für den Patienten zu wissen, zumal wenn es der behandelnde Arzt nicht weiß: „Ein Drittel der Operationen bei früh erkannten Tumoren ist unnötig“, meint Lothar Weißbach, zumal eine solche zwischen 6000 bis 8000 Euro kostet. Für ein Beratungsgespräch unter Männern kann der Urologe dagegen nur 8,50 Euro abrechnen. „Wir sind mit den Krankenkassen im Gespräch, um defensive Strategien besser zu honorieren“, so der Experte aus Fürth.

In Deutschland werden derzeit jährlich fast 60000 Prostatakarzinome diagnostiziert. Mit etwa 12000 Todesfällen im Jahr steht es an dritter Stelle der zum Tode führenden Krebserkrankungen beim Mann. Die Vorsorgeuntersuchung nehmen allerdings nur 14 Prozent der Männer in Anspruch, die meist bereits im fortgeschrittenen Alter sind. Prostatakrebs wird deshalb häufig nicht im Frühstadium entdeckt. Dieses Problem wollen die Urologen auch mit der neuen Leitlinie lösen. Patientenaufklärung soll des Verhältnis des Mannes zum Arzt entkrampfen.

"Hart, aber ehrlich: Lebensqualität trotz Prostatakrebs", Podiumsdiskussion der Stiftung Männergesundheit am 18. September, 13 - 14 Uhr, auf dem Urologenkongress in der Messe Dresden, Messering 6, Saal 5.

(Oliver Kern)

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Neue Direktfluglinie Dresden – Hamburg

Hamburg und Dresden  rücken enger zusammen, dank einer neuen Direktfluglinie. Die Bremer Regionalfluggesellschaft OLT Express Germany bedient die Strecke mit täglichen Flügen. Montag und Freitag heben die 50sitzigen Propellermaschinen vom Typ Saab 2000 sogar dreimal in Dresden und Hamburg  ab. Die Flugzeit beträgt 60 Minuten. Obwohl Dresden und Hamburg bereits seit über 20 Jahren Partnerstädte sind, waren sie bisher nicht im Direktflug erreichbar. Als Eröffnungsangebot ist der Hin- und Rückflug 199 Euro pro Person buchbar. www.oltexpress.de

Heiraten im Kulturrathaus

Brautpaare, die gern im Dresdner Barockviertel heiraten möchten, können sich ab Juni im Kulturrathaus, Königstraße 15, das Ja-Wort geben. Ihnen steht für die Eheschließung der Fritz-Löffler-Saal mit seiner historischen Holzbalkendecke zur Verfügung. Er bietet bis zu 144 Gästen Platz und verfügt über eine wunderbare Akustik. Für die musikalische Umrahmung kann der vorhandene Flügel genutzt werden. Von Mai bis Oktober immer samstags von 9 bis 13 Uhr können künftig im Kulturrathaus Ehen geschlossen werden. Die Termine vergibt das Standesamt Dresden, Goetheallee 55.  www.dresden.de/heiraten

Zum Geburtstag freier Eintritt in die Kunstsammlungen

Wer Geburtstag hat, bekommt üblicherweise Geschenke. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) beschenken seit diesem Jahr ihre Besucher an deren jeweiligem Geburtstag mit freiem Eintritt. „Geburtstagskinder“ jeden Alters legen an der Kasse ihren Personalausweis vor und erhalten an dem Tag freien Eintritt in alle Museen der SKD an den Standorten Dresden, Leipzig und Herrnhut. Diese Regelung gilt auch für das Historische Grüne Gewölbe und sämtliche Sonderausstellungen.

Online-Kalender der Dresdner Wissenschaft

Immer auf dem neuesten Stand der Wissenschaft zu sein, heißt auch, zu wissen, woran die Forscher arbeiten. Mit dem Start des Dresden Science Calendar werden alle wissenschaftlichen Veranstaltungen im Raum Dresden auf einen Blick zugänglich gemacht. Im Rahmen des Wissenschaftsnetzwerkes DRESDEN-concept und in Kooperation mit der Stadt  und der Sandstein Neue Medien GmbH ist eine für den Informationsaustausch über wissenschaftliche Veranstaltungen maßgeschneiderte Internetplattform entstanden. Jeder, einschließlich der wissenschaftlich interessierten Öffentlichkeit, kann alle Ankündigungen nach verschiedenen Kriterien gefiltert abrufen. Die Internetplattform bietet auch Schnittstellen an, um relevante Vorträge zu einmal ausgewählten Suchkriterien und persönlichen Interessen automatisch vorzusortieren und regelmäßig strukturierte Benachrichtigungen per RSS-feed, iCal-Kalenderabonnement oder über andere Datenkanäle zu erhalten. Der Dresden Science Calendar ergänzt damit die bestehenden Ankündigungssysteme der einzelnen Institute, aus welchen die Informationen automatisch synchronisiert werden. www. wissenschaft.dresden.de/calendar

Dresdner Stadt-Atlas

Kurz und knapp stellt sich Dresden im Stadt-Atlas vor. Er enthält Straßen- und Wegekarten und Informationen zum öffentlichen Nahverkehr. Er gibt Auskunft, wo sich öffentliche und kulturelle Einrichtungen, Fußgängerzonen, öffentliche Toiletten, Einbahnstraßen, Parkplätze und Taxi-Standorte befinden. Darüber hinaus empfiehlt der Stadt-Atlas mit Text, Karte und 3D-Ansicht einen Stadtrundgang durch die Altstadt und die Neustadt von Dresden. Ein weiterer Teil des Stadt-Atlasses befasst sich mit 20 Jahren Kommunalentwicklung. Daten, Karten und Statistiken beschreiben die Entwicklung, zum Beispiel von Wohnungsbau, Verkehrsprojekten, Natur- und Denkmalschutz. Alte und neue Luftbilder werden gegenübergestellt. Die Broschüre im A4-Format umfasst 98 Seiten und kostet 5,35 Euro. Sie ist erhältlich in ausgewählten Buchhandlungen und im Kundenservice des Städtischen Vermessungsamtes, World Trade Center, Ammonstraße 74, 2. OG, Zimmer 2852, Telefon 4 88 41 38 oder 4 88 41 16, Fax 4 88 39 64, E-Mail vermessungsamt-ks@dresden.de. Öffnungszeiten: Montag und Freitag von 9 bis 12 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 9 bis 18 Uhr.  www.dresden.de/online-shop.

Justiz-Auktion im Internet

Die sächsische Justiz versteigert beschlagnahmte oder gepfändete Gegenstände auch via Internet. Sachsens Justizminister Martens (FDP) verspricht sich dadurch „bessere Verkaufschancen und höhere Erlöse im Interesse von Gläubigern und Schuldnern“. Sachsen nutzt zusammen mit anderen Bundesländern eine extra dafür eingerichtete Internetplattform, die rund um die Uhr von Interessenten zu erreichen ist, unter www.justiz-auktion.de

 

Klettern in der Sächsischen Schweiz weiter erlaubt

Im Naturschutzgebiet Sächsische Schweiz dürfen Klettersportler die Felsen erklimmen. Der Landtag passte dafür das Landesumweltrecht an das neue Bundesrecht unter Beibehaltung landesrechtlicher Regelungen an. „So wäre es zum Beispiel nach dem Bundesnaturschutzgesetz verboten, in der Sächsischen Schweiz Klettersport zu betreiben“, so Umweltminister Frank Kupfer (CDU). „Das Felsklettern in der Sächsischen Schweiz hat eine lange Tradition. Die Sportverbände arbeiten aktiv im Naturschutz mit und betreiben ihren Sport sehr verantwortungsvoll“, erklärt der Minister, weshalb Sachsen mit der Gesetzesanpassung das Verbot umging.

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