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Üblicherweise übernehmen private Krankenhausbetreiber kommunale Kliniken. In Dresden läuft es mal anders herum. Da schließt der Helios-Konzern zum Ende des Jahres seine onkologische Fachklinik in Wachwitz. Sie wird zum 1. Januar 2010 vom städtischen Krankenhaus Friedrichstadt übernommen. Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) kündigte die Veränderung an. Die „Internistische Onkologie“ von Wachwitz werde mit 90 Planbetten im Haus I im Klinikum Friedrichstadt integriert. „Das städtische Krankenhaus übernimmt den Versorgungsauftrag und die 100 Helios-Mitarbeiter“, präzisiert die Oberbürgermeisterin.
Das heißt, es handelt sich zwar um eine Reprivatisierung einer medizinischen Fachrichtung, aber weder um eine klassische Fusion noch um einen Kauf. Insofern fließt auch kein Kaufpreis, denn die Stadt übernimmt weder die Immobilie noch das Grundstück. Das bleibt Eigentum der Helios GmbH. Doch was mit dem denkmalgeschützten Areal auf dem Wachwitzer Elbhang geschieht, ist laut Helios-Manager Olaf Jedersberger noch vollkommen offen. Denkbar sei ein Verkauf des Geländes, aber auch eine Umnutzung als Seniorenheim.
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Der für Ostdeutschland zuständige Regionalchef von Helios räumte ein, dass die Betten in der Spezialklinik für Krebserkrankungen in Wachwitz im vergangenen Jahr nur zu 50 Prozent ausgelastet waren. „Eine rein internistische Onkologie trägt sich langfristig nicht“, so der Helios-Manager. Man hätte dazu eine chirurgische aufbauen müssen. Doch die gibt es mit dem Tumorzentrum im Krankenhaus Friedrichstadt. Das sächsische Gesundheitsministerium riet zur Verbindung.
„Wir fanden den Gedanken von Anfang an gut, da wir unsere Patienten nach einer Tumor-Operation immer schon zur Nachsorge in die Wachwitzer Klinik geschickt haben“, so Gisela Speiser, Verwaltungsdirektorin des Krankenhauses Friedrichstadt. So kommt dort nun am 1. Januar 2010 die internistische und chirurgische Onkologie zusammen. Der Freistaat unterstützt die Übernahme mit vier Millionen Euro. „Durch die Zusammenführung der Kompetenzen kann die interdisziplinäre Diagnose und Behandlung von Tumorerkrankungen noch besser erfüllt werden“, meint Gesundheitsministerin Christine Clauß (CDU).
Die LINKEN im Dresdner Stadtrat begrüßen die Übernahme der Dresdner Helios-Klinik. Ihrer Meinung nach seien Patienten, aber auch Beschäftigte in einem kommunalen Krankenhaus besser als in einem privaten aufgehoben. Zum anderen werde aber auch ein Haken deutlich. „Die öffentliche Hand übernimmt die wirtschaftlich wenig lukrative Onkologie, die sich für den privaten Konzern nicht mehr rechnet“, meint Stadtrat Jens Matthis. Es dürfe nicht sein, dass sich private Kliniken einseitig die Rosinen im Gesundheitsgeschäft herauspicken können.
Derzeit befinden sich 44 Prozent der Krankenhäuser in Sachsen in der Hand von Städten und Landkreisen, 22 Prozent in Trägerschaft von Kirchen und Vereinen und 34 Prozent in Besitz von privaten Unternehmen. An diesem Verhältnis solle sich nichts ändern, war von Gesundheitsministerin Clauß zu hören.
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Hamburg und Dresden rücken enger zusammen, dank einer neuen Direktfluglinie. Die Bremer Regionalfluggesellschaft OLT Express Germany bedient die Strecke mit täglichen Flügen. Montag und Freitag heben die 50sitzigen Propellermaschinen vom Typ Saab 2000 sogar dreimal in Dresden und Hamburg ab. Die Flugzeit beträgt 60 Minuten. Obwohl Dresden und Hamburg bereits seit über 20 Jahren Partnerstädte sind, waren sie bisher nicht im Direktflug erreichbar. Als Eröffnungsangebot ist der Hin- und Rückflug 199 Euro pro Person buchbar. www.oltexpress.de
Brautpaare, die gern im Dresdner Barockviertel heiraten möchten, können sich ab Juni im Kulturrathaus, Königstraße 15, das Ja-Wort geben. Ihnen steht für die Eheschließung der Fritz-Löffler-Saal mit seiner historischen Holzbalkendecke zur Verfügung. Er bietet bis zu 144 Gästen Platz und verfügt über eine wunderbare Akustik. Für die musikalische Umrahmung kann der vorhandene Flügel genutzt werden. Von Mai bis Oktober immer samstags von 9 bis 13 Uhr können künftig im Kulturrathaus Ehen geschlossen werden. Die Termine vergibt das Standesamt Dresden, Goetheallee 55. www.dresden.de/heiraten
Wer Geburtstag hat, bekommt üblicherweise Geschenke. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) beschenken seit diesem Jahr ihre Besucher an deren jeweiligem Geburtstag mit freiem Eintritt. „Geburtstagskinder“ jeden Alters legen an der Kasse ihren Personalausweis vor und erhalten an dem Tag freien Eintritt in alle Museen der SKD an den Standorten Dresden, Leipzig und Herrnhut. Diese Regelung gilt auch für das Historische Grüne Gewölbe und sämtliche Sonderausstellungen.
Immer auf dem neuesten Stand der Wissenschaft zu sein, heißt auch, zu wissen, woran die Forscher arbeiten. Mit dem Start des Dresden Science Calendar werden alle wissenschaftlichen Veranstaltungen im Raum Dresden auf einen Blick zugänglich gemacht. Im Rahmen des Wissenschaftsnetzwerkes DRESDEN-concept und in Kooperation mit der Stadt und der Sandstein Neue Medien GmbH ist eine für den Informationsaustausch über wissenschaftliche Veranstaltungen maßgeschneiderte Internetplattform entstanden. Jeder, einschließlich der wissenschaftlich interessierten Öffentlichkeit, kann alle Ankündigungen nach verschiedenen Kriterien gefiltert abrufen. Die Internetplattform bietet auch Schnittstellen an, um relevante Vorträge zu einmal ausgewählten Suchkriterien und persönlichen Interessen automatisch vorzusortieren und regelmäßig strukturierte Benachrichtigungen per RSS-feed, iCal-Kalenderabonnement oder über andere Datenkanäle zu erhalten. Der Dresden Science Calendar ergänzt damit die bestehenden Ankündigungssysteme der einzelnen Institute, aus welchen die Informationen automatisch synchronisiert werden. www. wissenschaft.dresden.de/calendar
Kurz und knapp stellt sich Dresden im Stadt-Atlas vor. Er enthält Straßen- und Wegekarten und Informationen zum öffentlichen Nahverkehr. Er gibt Auskunft, wo sich öffentliche und kulturelle Einrichtungen, Fußgängerzonen, öffentliche Toiletten, Einbahnstraßen, Parkplätze und Taxi-Standorte befinden. Darüber hinaus empfiehlt der Stadt-Atlas mit Text, Karte und 3D-Ansicht einen Stadtrundgang durch die Altstadt und die Neustadt von Dresden. Ein weiterer Teil des Stadt-Atlasses befasst sich mit 20 Jahren Kommunalentwicklung. Daten, Karten und Statistiken beschreiben die Entwicklung, zum Beispiel von Wohnungsbau, Verkehrsprojekten, Natur- und Denkmalschutz. Alte und neue Luftbilder werden gegenübergestellt. Die Broschüre im A4-Format umfasst 98 Seiten und kostet 5,35 Euro. Sie ist erhältlich in ausgewählten Buchhandlungen und im Kundenservice des Städtischen Vermessungsamtes, World Trade Center, Ammonstraße 74, 2. OG, Zimmer 2852, Telefon 4 88 41 38 oder 4 88 41 16, Fax 4 88 39 64, E-Mail vermessungsamt-ks@dresden.de. Öffnungszeiten: Montag und Freitag von 9 bis 12 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 9 bis 18 Uhr. www.dresden.de/online-shop.
Die sächsische Justiz versteigert beschlagnahmte oder gepfändete Gegenstände auch via Internet. Sachsens Justizminister Martens (FDP) verspricht sich dadurch „bessere Verkaufschancen und höhere Erlöse im Interesse von Gläubigern und Schuldnern“. Sachsen nutzt zusammen mit anderen Bundesländern eine extra dafür eingerichtete Internetplattform, die rund um die Uhr von Interessenten zu erreichen ist, unter www.justiz-auktion.de
Im Naturschutzgebiet Sächsische Schweiz dürfen Klettersportler die Felsen erklimmen. Der Landtag passte dafür das Landesumweltrecht an das neue Bundesrecht unter Beibehaltung landesrechtlicher Regelungen an. „So wäre es zum Beispiel nach dem Bundesnaturschutzgesetz verboten, in der Sächsischen Schweiz Klettersport zu betreiben“, so Umweltminister Frank Kupfer (CDU). „Das Felsklettern in der Sächsischen Schweiz hat eine lange Tradition. Die Sportverbände arbeiten aktiv im Naturschutz mit und betreiben ihren Sport sehr verantwortungsvoll“, erklärt der Minister, weshalb Sachsen mit der Gesetzesanpassung das Verbot umging.
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