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Salmonellen in Lebensmitteln sind die bekanntesten Verursacher von Durchfallerkrankungen. 3290 Fälle wurden in Sachsen im Jahr 2007 erfasst. Die Bakterien besiedeln bevorzugt Eier sowie rohe und nicht ausreichend erhitzte Fleischprodukte. Über rohes Geflügel ist ein weiterer Keim auf dem Vormarsch: Der Campylobacter ruft die gleichen Symptome hervor und er überflügelte in der Statistik bereits mit 5440 Erkrankungen die Salmonellen. Die Landesuntersuchungsanstalt für das Gesundheits- und Veterinärwesen (LUA) beschreibt die Entwicklung in ihrem jetzt vorgelegten Jahresbericht 2007. Sie kritisiert in diesem Zusammenhang, „dass die Nachweisrate für Salmonellen in Lebensmitteln nach wie vor hoch ist, aber rechtlich nicht mehr geahndet werden kann.“ Die oberste Gesundheitswächterin in Sachsen sieht eine „nicht unerhebliche Infektionsgefahr“.
Denn seit die Verordnung der Europäischen Union von 2005 erlaubt, Fleischprodukte mit dem Hinweis „vor dem Verzehr zu erhitzen“ zu versehen, sind die Produzenten aus dem Schneider. Das erklärt weshalb die LUA im Jahr 2007 zwar in 115 Lebensmittelproben Salmonellen fand, aber nur 52 beanstanden konnte. Das gleiche trifft für den Campylobacter zu, in 100 Proben entdeckt führte der Nachweis jedoch nur zu einer Beanstandung. Für den Konsumenten heißt das: Essen auf eigene Gefahr. Denn auch diese Keimart besiedelt vor allem rohes Fleisch, insbesondere Geflügel. Der Verbraucher muss darum wissen oder den Hinweis auf der Verpackung strikt beachten, wie er mit seinem mikrobiologisch kontaminierten Hähnchen umzugehen hat.
Die Gesundheitsämter und Lebensmittelkontrolleure in Sachsen tun wohl ihr Bestes. Sie sind landesweit Krankheitserregern auf der Spur, die in den Laboren der Landesuntersuchungsanstalt in Dresden, Chemnitz und Leipzig untersucht werden. 25500 Proben von Lebensmitteln, kosmetischen Erzeugnissen, Arzneimitteln, aber auch Spielzeug nahmen sie 2007 unter die Lupe. „15 Prozent mussten beanstandet werden“, so LUA-Präsident Stephan Koch. Das ist ein Prozent weniger als 2006. Wenn sich der Beurteilungsmaßstab bei der mikrobiologischen Bewertung von Fleischerzeugnissen nicht geändert hätte, läge die Prozentzahl möglicherweise höher. Aber das sagte der Chef der Landesuntersuchungsanstalt bei der Vorstellung des 180 Seiten umfassenden Jahresberichtes nicht. Im Gegenteil er entschärfte die 15 Prozent noch insoweit, indem er betonte, dass der Hauptgrund der Kritik vor allem eine falsche oder unzureichende Kennzeichnung und Aufmachung war.
Die Nahrungsergänzungsmittel für die Negativliste an. Von den untersuchten Proben wurden 49,3 Prozent wegen irreführender Angaben, der Verwendung nicht zugelassener Stoffe und wegen Verstößen gegen die Kennzeichnungsvorschriften beanstandet. Allerdings wurde auch ein Zimtpräparat als höchst gesundheitsschädlich erkannt – die Einnahme von sechs Tabletten und damit täglich 7,15 mg Cumarin wurde empfohlen. Dabei soll die tägliche Aufnahmemenge bei einem 60 kg schweren Erwachsenen 0,1 mg/kg nicht überschreiten. Ein beta-Carotin-Präparat wurde als nicht zum Verzehr eingestuft, weil es mit 18 mg beta-Carotin pro Kapsel über der empfohlenen Tagesdosis von 2 mg lag.
Die diätetischen Lebensmittel fielen 2007 ebenfalls negativ auf. 31,6 Prozent wurden beanstandet. Der Großteil enthielt Transfettsäuren, teilweise über 6 Prozent, obwohl sie als „schlechten Fette“, die der Körper nicht aufspalten kann, inzwischen auch in Deutschland bekannt sind. In Amerika sind Transfette in Lebensmitteln bereits verboten, in Dänemark gilt ein Limit von 2 Prozent. „In Deutschland gibt es noch keinen Grenzwert“, so Stephan Koch. Doch seit 2007 seien die Transfettsäuren für die Landesuntersuchungsanstalt ein Thema.
Daueraufgabe bleibt die Fahndung nach Stoffen, die nicht in die Lebensmittel gehören. 2007 rückte der Honig mit 25,5 Prozent beanstandeten Proben ins schlechte Licht. In Importware aus Neuseeland wurde das Insektizid p-Dichlorbenzol in zu hoher Dosis nachgewiesen.
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Wer Geburtstag hat, bekommt üblicherweise Geschenke. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) beschenken seit diesem Jahr ihre Besucher an deren jeweiligem Geburtstag mit freiem Eintritt. „Geburtstagskinder“ jeden Alters legen an der Kasse ihren Personalausweis vor und erhalten an dem Tag freien Eintritt in alle Museen der SKD an den Standorten Dresden, Leipzig und Herrnhut. Diese Regelung gilt auch für das Historische Grüne Gewölbe und sämtliche Sonderausstellungen.
Immer auf dem neuesten Stand der Wissenschaft zu sein, heißt auch, zu wissen, woran die Forscher arbeiten. Mit dem Start des Dresden Science Calendar werden alle wissenschaftlichen Veranstaltungen im Raum Dresden auf einen Blick zugänglich gemacht. Im Rahmen des Wissenschaftsnetzwerkes DRESDEN-concept und in Kooperation mit der Stadt und der Sandstein Neue Medien GmbH ist eine für den Informationsaustausch über wissenschaftliche Veranstaltungen maßgeschneiderte Internetplattform entstanden. Jeder, einschließlich der wissenschaftlich interessierten Öffentlichkeit, kann alle Ankündigungen nach verschiedenen Kriterien gefiltert abrufen. Die Internetplattform bietet auch Schnittstellen an, um relevante Vorträge zu einmal ausgewählten Suchkriterien und persönlichen Interessen automatisch vorzusortieren und regelmäßig strukturierte Benachrichtigungen per RSS-feed, iCal-Kalenderabonnement oder über andere Datenkanäle zu erhalten. Der Dresden Science Calendar ergänzt damit die bestehenden Ankündigungssysteme der einzelnen Institute, aus welchen die Informationen automatisch synchronisiert werden. www. wissenschaft.dresden.de/calendar
Kurz und knapp stellt sich Dresden im Stadt-Atlas vor. Er enthält Straßen- und Wegekarten und Informationen zum öffentlichen Nahverkehr. Er gibt Auskunft, wo sich öffentliche und kulturelle Einrichtungen, Fußgängerzonen, öffentliche Toiletten, Einbahnstraßen, Parkplätze und Taxi-Standorte befinden. Darüber hinaus empfiehlt der Stadt-Atlas mit Text, Karte und 3D-Ansicht einen Stadtrundgang durch die Altstadt und die Neustadt von Dresden. Ein weiterer Teil des Stadt-Atlasses befasst sich mit 20 Jahren Kommunalentwicklung. Daten, Karten und Statistiken beschreiben die Entwicklung, zum Beispiel von Wohnungsbau, Verkehrsprojekten, Natur- und Denkmalschutz. Alte und neue Luftbilder werden gegenübergestellt. Die Broschüre im A4-Format umfasst 98 Seiten und kostet 5,35 Euro. Sie ist erhältlich in ausgewählten Buchhandlungen und im Kundenservice des Städtischen Vermessungsamtes, World Trade Center, Ammonstraße 74, 2. OG, Zimmer 2852, Telefon 4 88 41 38 oder 4 88 41 16, Fax 4 88 39 64, E-Mail vermessungsamt-ks@dresden.de. Öffnungszeiten: Montag und Freitag von 9 bis 12 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 9 bis 18 Uhr. www.dresden.de/online-shop.
Die sächsische Justiz versteigert beschlagnahmte oder gepfändete Gegenstände auch via Internet. Sachsens Justizminister Martens (FDP) verspricht sich dadurch „bessere Verkaufschancen und höhere Erlöse im Interesse von Gläubigern und Schuldnern“. Sachsen nutzt zusammen mit anderen Bundesländern eine extra dafür eingerichtete Internetplattform, die rund um die Uhr von Interessenten zu erreichen ist, unter www.justiz-auktion.de
Im Naturschutzgebiet Sächsische Schweiz dürfen Klettersportler die Felsen erklimmen. Der Landtag passte dafür das Landesumweltrecht an das neue Bundesrecht unter Beibehaltung landesrechtlicher Regelungen an. „So wäre es zum Beispiel nach dem Bundesnaturschutzgesetz verboten, in der Sächsischen Schweiz Klettersport zu betreiben“, so Umweltminister Frank Kupfer (CDU). „Das Felsklettern in der Sächsischen Schweiz hat eine lange Tradition. Die Sportverbände arbeiten aktiv im Naturschutz mit und betreiben ihren Sport sehr verantwortungsvoll“, erklärt der Minister, weshalb Sachsen mit der Gesetzesanpassung das Verbot umging.
Mit Kompass und Karte unterwegs zu sein, ist die gewohnte Art, Sachsen wandernd zu entdecken. Doch die Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen (TMGS) hält für alle Rucksack-Touristen auch Online-Wanderpläne für die sechs beliebtesten Wanderrouten bereit: den Sächsischen Weinwanderweg, den Malerweg, Oberlausitzer Bergweg, Vogtland Panorama Weg, für die Kammtour Erzgebirge-Vogtland und den Muldentalwanderweg. Alle wichtigen Details vom Streckenverlauf über Schwierigkeitsgrad bis hin zu Rastplätzen und Entfernungen sowie die gps-Daten sind auf den Wanderseiten zu finden. Wofür die TMGS mit dem Freizeit- und Tourismusportal AlpRegio kooperiert. www.sachsen-tourismus.de
Die Stadt Dresden bietet ein interaktives Internetportal zur kulturellen Bildung an: Kinder, Jugendliche und Erwachsene, aber auch Familien und Schulklassen können auf dem Portal nach geeigneten Kursen und Veranstaltungen suchen. Kultureinrichtungen können ihre Angebote selbstständig einpflegen und aktualisieren. Das Portal beruht auf einer Kooperation zwischen dem Kulturamt und der Medien Verlags GmbH. Es wird aus Fördermitteln des Sächsischen Wissenschaftsministeriums und der Stadt finanziert. www.dresdner-kulturelle-bildung.de
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