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Bereits 32 Betonsäulen formen eine Ovalhälfte des neuen Rudolf-Harbig-Stadions. 15 Meter ragen die äußeren Stützpfeiler in die Höhe. Am Kopf des ersten wurde heute Morgen der erste von 75 Tribünenträgern eingehängt. An den Auslegern zweier Autokräne schwebte der 75,5 Tonnen schwere Betonbalken leicht wie eine Feder ein. Allerdings musste das 38,50 Meter lange Monsterteil in Schräglage auf drei Auflagepunkten gleichzeitig aufsetzen. Als die Ankerstäbe in die Stützpfeiler einrasteten, atmete Bauleiter Kay-Uwe Panzer auf. Das war Millimeterarbeit, wie häufig beim Elfmeterschießen. Das neue Stadion für Dresdens Traditionsklub Dynamo wächst mit Tempo am alten Ort.
„Täglich werden wir zwei der 32 Tribünenträger im ersten Bauabschnitt montieren“, so Bauleiter Panzer. Bereits Ende Juli, zur Eröffnung der neuen Saison, müsse die neue Westtribüne stehen, weil parallel dazu während der Spielpause die alte Osttribüne abgerissen wird. Dresdens altes Fußballstadion am Großen Garten verwandelt sich bei laufendem Betrieb in eine moderne Sportarena für über 30000 Zuschauer. Gebaut wird sie nach einem Entwurf des Rostocker Architekturbüros b + p projekt.
43 Millionen Euro lässt sich die Stadt den Neubau kosten. Unterstützt damit großzügig einen Verein, der erst mit einem städtischen Darlehen vor der Insolvenz gerettet werden musste und bei dem sich am Wochenende entscheidet, ob er weiter in der dritten oder zweiten Liga spielt. Möglicherweise liegt im Irrationalen die Chance zum Aufstieg und damit zur Refinanzierung einer Investition, die auf einer Bauchentscheidung beruht. Dresden hängt an Dynamo. „Ich hoffe, dass es der SG Dynamo gelingt, die aktuelle Talfahrt zu stoppen und diesen Stadionbau den Dresdnerinnen und Dresdnern mit tollem Fußball zu danken“, hatte der amtierende Oberbürgermeister Lutz Vogel (parteilos) bei der Grundsteinlegung im März gesagt.
Im November 2007 war mit dem Abriss der ersten Tribünenhälfte begonnen worden. Bis zum Sommer 2009 soll das neue Rudolf-Harbig-Stadion fertig sein. Dann ist es von 75 Betonsäulen umschlossen, die zusammen mit den 75 Tribünenträgern, die Last der freitragenden Dachkonstruktion schultern. In den Nachtstunden waren die zwei ersten vorgefertigten Tribünenträger von Lausnitz bei Ottendorf/Okrilla ins Stadion nach Dresden transportiert worden. „Auf einem 45 Meter langen Fahrzeug“, erklärte Bauleiter Kay-Uwe Panzer. Man habe die Strecke präparieren müssen, beispielsweise Zäune in Vorgärten versetzt, um nicht in Kurven hängen zu bleiben. Allerdings kommt nur ein Drittel der Tribünenträger auf diese logistisch schwierige Weise ins Zentrum von Dresden. „Zwei Drittel der Balken werden auf der Baustelle produziert“, so Kay-Uwe Panzer.
In Sachsen Hochschulen schrieben sich zum Wintersemester 2008/2009 rund 20400 Studenten ein, rund 450 weniger als im Jahr zuvor. Doch das Wissenschaftsministerium geht davon aus, dass sich die vom Statistischen Landesamt veröffentlichte Zahl durch die verlängerte Einschreibefrist noch erhöhen wird. 2007 begannen 20847 junge Menschen ein Studium, 2006 waren es lediglich 18600. Sachsen hält rund 20000 Studienanfängerplätze vor, um sie zu besetzen wirbt der Freistaat massiv in an den alten Bundesländern um Studenten. www.pack-dein-Studium.de
Das Stadionbauunternehmen HBM will 8,4 Millionen Euro mehr von der Stadt für den Stadionneubau haben. Doch die Forderungen wies Finanzbürgermeister Hartmut Vorjohann (CDU) jetzt öffentlich zurück. Vor dem Stadtrat erklärte er auf Nachfrage der Grünen, dass mit HBM ein Festpreis in Höhe von 44,6 Millionen Euro vereinbart worden sei. Insofern werde die Stadt auch nicht mehr zahlen. Sollte HBM vor Gericht gehen, habe die Stadt gute Karten in der Hand das Verfahren zu gewinnen. Der Stadionbauer begründet seine Forderung u.a. mit den gestiegenen Rohstoffpreisen und der Verzögerung bei der Vetragsunterzeichnung.
Am 22. November, zwischen 7 und 24 Uhr, wird die Bautzner Straße zwischen Waldschlößchenstraße und Fischhausstraße nur in landwärtiger Richtung befahrbar sein, teilt die Stadt mit. Der stadtwärtige Verkehr wird über Fischhausstraße, Heideparkstraße, Charlottenstraße und Radeberger Straße umgeleitet. Notwendig ist dies, um einen Abwassersammler auszubauen.
Am 24. November, 18 Uhr hält Swen Steinberg einen Vortrag zum Thema „Die letzte öffentliche Hinrichtung einer Frau. Zur Wahrnehmung von Grete Beier (1885–1908)“ im Stadtarchiv, Elisabeth-Boer-Straße 1. Der Eintritt ist kostenfrei. In seinem Vortrag setzt sich der wissenschaftlicher Mitarbeiter und Promotionsstudent an der TU Dresden kritisch mit der Stellung der Frau im ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhundert am Beispiel von Grete Beier auseinander.
Dresden ist bereits als Austragungsort für die Frauen-Fußball-WM 2011 gesetzt. Jetzt gab das DFB-Präsidium die Spielorte für die Weltmeisterschaft der Nachwuchs-Fußballerinnen bekannt. Die U 20-Frauen-WM wird in vier deutschen Städten stattfinden, darunter Augsburg, Bielefeld und Bochum. Dresden ist mit dabei. Die FIFA hatte beschlossen, künftig im Vorjahr einer Frauenfußball-WM im gleichen Land eine Endrunde der jungen Fußballerinnen zu veranstalten. Im Männerfußball wird dieses Modell seit 2001 mit dem einer WM-Endrunde vorgeschalteten Confed-Cup praktiziert. Die U20-Weltmeisterschaft stellt für die Austragungsorte einen Testlauf für die Weltmeisterschaft im nächsten Jahr dar. Auch für Dresden und das 2009 fertig gestellte Stadion wird die Durchführung der Weltmeisterschaft der Juniorinnen eine Generalprobe für 2011 sein.
Das Ministerium für Wissenschaft und Kunst hat für Dezember 2008 und das Jahr 2009 noch freie Praktikumsplätze im Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Die Praktika richten sich an Studierende und sind für mindestens vier Wochen, höchstens zwei Monate angelegt. Im Verlauf des Praktikums werden die Studierenden von der Recherche über das Erstellen von Pressemeldungen bis hin zur Projektvorbereitung und -begleitung die Arbeit in der Pressestelle des SMWK kennenlernen. Aussagefähige Bewerbungen sind zu senden an: Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst Postfach 10 09 20, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, 01079 Dresden oder per Mail an presse@smwk.sachsen.de
Vor 50 Jahren, im September 1958, wurde die DDR-Fluggesellschaft Interflug gegründet. Aus diesem Anlass ist das neue Buch „Weg und Absturz der INTERFLUG – Die Geschichte des Unternehmens“ erschienen. Der Autor Karl-Dieter Seifert stellt es am Montag, dem 24. November, im Flughafen Dresden Terminal vor. Die Präsentation beginnt um 18 Uhr im Konferenz-Center. Im Anschluss steht er allen Gästen bei einer Gesprächs- und Signierrunde Rede und Antwort. Der Eintritt kostet inklusive Begrüßungssekt und kleinem Imbiss 8 Euro.
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