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Erster Tribünenträger hängt im neuen Stadion

20. May. 2008
20.May 2008

Bereits 32 Betonsäulen formen eine Ovalhälfte des neuen Rudolf-Harbig-Stadions. 15 Meter ragen die äußeren Stützpfeiler in die Höhe. Am Kopf des ersten wurde heute Morgen der erste von 75 Tribünenträgern eingehängt. An den Auslegern zweier Autokräne schwebte der 75,5 Tonnen schwere Betonbalken leicht wie eine Feder ein. Allerdings musste das 38,50 Meter lange Monsterteil in Schräglage auf drei Auflagepunkten gleichzeitig aufsetzen. Als die Ankerstäbe in die Stützpfeiler einrasteten, atmete Bauleiter Kay-Uwe Panzer auf. Das war Millimeterarbeit, wie häufig beim Elfmeterschießen. Das neue Stadion für Dresdens Traditionsklub Dynamo wächst mit Tempo am alten Ort.

„Täglich werden wir zwei der 32 Tribünenträger im ersten Bauabschnitt montieren“, so Bauleiter Panzer. Bereits Ende Juli, zur Eröffnung der neuen Saison, müsse die neue Westtribüne stehen, weil parallel dazu während der Spielpause die alte Osttribüne abgerissen wird. Dresdens altes Fußballstadion am Großen Garten verwandelt sich bei laufendem Betrieb in eine moderne Sportarena für über 30000 Zuschauer. Gebaut wird sie nach einem Entwurf des Rostocker Architekturbüros b + p projekt.

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43 Millionen Euro lässt sich die Stadt den Neubau kosten. Unterstützt damit großzügig einen Verein, der erst mit einem städtischen Darlehen vor der Insolvenz gerettet werden musste und bei dem sich am Wochenende entscheidet, ob er weiter in der dritten oder zweiten Liga spielt. Möglicherweise liegt im Irrationalen die Chance zum Aufstieg und damit zur Refinanzierung einer Investition, die auf einer Bauchentscheidung beruht. Dresden hängt an Dynamo. „Ich hoffe, dass es der SG Dynamo gelingt, die aktuelle Talfahrt zu stoppen und diesen Stadionbau den Dresdnerinnen und Dresdnern mit tollem Fußball zu danken“, hatte der amtierende Oberbürgermeister Lutz Vogel (parteilos) bei der Grundsteinlegung im März gesagt.

Im November 2007 war mit dem Abriss der ersten Tribünenhälfte begonnen worden. Bis zum Sommer 2009 soll das neue Rudolf-Harbig-Stadion fertig sein. Dann ist es von 75 Betonsäulen umschlossen, die zusammen mit den 75 Tribünenträgern, die Last der freitragenden Dachkonstruktion schultern. In den Nachtstunden waren die zwei ersten vorgefertigten Tribünenträger von Lausnitz bei Ottendorf/Okrilla ins Stadion nach Dresden transportiert worden. „Auf einem 45 Meter langen Fahrzeug“, erklärte Bauleiter Kay-Uwe Panzer. Man habe die Strecke präparieren müssen, beispielsweise Zäune in Vorgärten versetzt, um nicht in Kurven hängen zu bleiben. Allerdings kommt nur ein Drittel der Tribünenträger auf diese logistisch schwierige Weise ins Zentrum von Dresden. „Zwei Drittel der Balken werden auf der Baustelle produziert“, so Kay-Uwe Panzer.

(Oliver Kern)

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Neue Direktfluglinie Dresden – Hamburg

Hamburg und Dresden  rücken enger zusammen, dank einer neuen Direktfluglinie. Die Bremer Regionalfluggesellschaft OLT Express Germany bedient die Strecke mit täglichen Flügen. Montag und Freitag heben die 50sitzigen Propellermaschinen vom Typ Saab 2000 sogar dreimal in Dresden und Hamburg  ab. Die Flugzeit beträgt 60 Minuten. Obwohl Dresden und Hamburg bereits seit über 20 Jahren Partnerstädte sind, waren sie bisher nicht im Direktflug erreichbar. Als Eröffnungsangebot ist der Hin- und Rückflug 199 Euro pro Person buchbar. www.oltexpress.de

Heiraten im Kulturrathaus

Brautpaare, die gern im Dresdner Barockviertel heiraten möchten, können sich ab Juni im Kulturrathaus, Königstraße 15, das Ja-Wort geben. Ihnen steht für die Eheschließung der Fritz-Löffler-Saal mit seiner historischen Holzbalkendecke zur Verfügung. Er bietet bis zu 144 Gästen Platz und verfügt über eine wunderbare Akustik. Für die musikalische Umrahmung kann der vorhandene Flügel genutzt werden. Von Mai bis Oktober immer samstags von 9 bis 13 Uhr können künftig im Kulturrathaus Ehen geschlossen werden. Die Termine vergibt das Standesamt Dresden, Goetheallee 55.  www.dresden.de/heiraten

Zum Geburtstag freier Eintritt in die Kunstsammlungen

Wer Geburtstag hat, bekommt üblicherweise Geschenke. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) beschenken seit diesem Jahr ihre Besucher an deren jeweiligem Geburtstag mit freiem Eintritt. „Geburtstagskinder“ jeden Alters legen an der Kasse ihren Personalausweis vor und erhalten an dem Tag freien Eintritt in alle Museen der SKD an den Standorten Dresden, Leipzig und Herrnhut. Diese Regelung gilt auch für das Historische Grüne Gewölbe und sämtliche Sonderausstellungen.

Online-Kalender der Dresdner Wissenschaft

Immer auf dem neuesten Stand der Wissenschaft zu sein, heißt auch, zu wissen, woran die Forscher arbeiten. Mit dem Start des Dresden Science Calendar werden alle wissenschaftlichen Veranstaltungen im Raum Dresden auf einen Blick zugänglich gemacht. Im Rahmen des Wissenschaftsnetzwerkes DRESDEN-concept und in Kooperation mit der Stadt  und der Sandstein Neue Medien GmbH ist eine für den Informationsaustausch über wissenschaftliche Veranstaltungen maßgeschneiderte Internetplattform entstanden. Jeder, einschließlich der wissenschaftlich interessierten Öffentlichkeit, kann alle Ankündigungen nach verschiedenen Kriterien gefiltert abrufen. Die Internetplattform bietet auch Schnittstellen an, um relevante Vorträge zu einmal ausgewählten Suchkriterien und persönlichen Interessen automatisch vorzusortieren und regelmäßig strukturierte Benachrichtigungen per RSS-feed, iCal-Kalenderabonnement oder über andere Datenkanäle zu erhalten. Der Dresden Science Calendar ergänzt damit die bestehenden Ankündigungssysteme der einzelnen Institute, aus welchen die Informationen automatisch synchronisiert werden. www. wissenschaft.dresden.de/calendar

Dresdner Stadt-Atlas

Kurz und knapp stellt sich Dresden im Stadt-Atlas vor. Er enthält Straßen- und Wegekarten und Informationen zum öffentlichen Nahverkehr. Er gibt Auskunft, wo sich öffentliche und kulturelle Einrichtungen, Fußgängerzonen, öffentliche Toiletten, Einbahnstraßen, Parkplätze und Taxi-Standorte befinden. Darüber hinaus empfiehlt der Stadt-Atlas mit Text, Karte und 3D-Ansicht einen Stadtrundgang durch die Altstadt und die Neustadt von Dresden. Ein weiterer Teil des Stadt-Atlasses befasst sich mit 20 Jahren Kommunalentwicklung. Daten, Karten und Statistiken beschreiben die Entwicklung, zum Beispiel von Wohnungsbau, Verkehrsprojekten, Natur- und Denkmalschutz. Alte und neue Luftbilder werden gegenübergestellt. Die Broschüre im A4-Format umfasst 98 Seiten und kostet 5,35 Euro. Sie ist erhältlich in ausgewählten Buchhandlungen und im Kundenservice des Städtischen Vermessungsamtes, World Trade Center, Ammonstraße 74, 2. OG, Zimmer 2852, Telefon 4 88 41 38 oder 4 88 41 16, Fax 4 88 39 64, E-Mail vermessungsamt-ks@dresden.de. Öffnungszeiten: Montag und Freitag von 9 bis 12 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 9 bis 18 Uhr.  www.dresden.de/online-shop.

Justiz-Auktion im Internet

Die sächsische Justiz versteigert beschlagnahmte oder gepfändete Gegenstände auch via Internet. Sachsens Justizminister Martens (FDP) verspricht sich dadurch „bessere Verkaufschancen und höhere Erlöse im Interesse von Gläubigern und Schuldnern“. Sachsen nutzt zusammen mit anderen Bundesländern eine extra dafür eingerichtete Internetplattform, die rund um die Uhr von Interessenten zu erreichen ist, unter www.justiz-auktion.de

 

Klettern in der Sächsischen Schweiz weiter erlaubt

Im Naturschutzgebiet Sächsische Schweiz dürfen Klettersportler die Felsen erklimmen. Der Landtag passte dafür das Landesumweltrecht an das neue Bundesrecht unter Beibehaltung landesrechtlicher Regelungen an. „So wäre es zum Beispiel nach dem Bundesnaturschutzgesetz verboten, in der Sächsischen Schweiz Klettersport zu betreiben“, so Umweltminister Frank Kupfer (CDU). „Das Felsklettern in der Sächsischen Schweiz hat eine lange Tradition. Die Sportverbände arbeiten aktiv im Naturschutz mit und betreiben ihren Sport sehr verantwortungsvoll“, erklärt der Minister, weshalb Sachsen mit der Gesetzesanpassung das Verbot umging.

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