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Gesundheit/Soziales

Erste Tribünenhälfte des neuen Stadions steht

15. Juli. 2008
15.Juli 2008
Die ersten von 8600 Sitzen werden auf der neuen Westtribüne in Dresdens neuer Fußball-Arena montiert. Damit ist der Saisonauftakt am 13. August gesichert.

Die neue Westtribüne im Rudolf-Harbig-Stadion Foto: Holland

Dresdens altes Fußballstadion am Großen Garten verwandelt sich bei laufendem Betrieb in eine moderne Sportarena. Vor acht Wochen markierten lediglich 32 Betonsäulen die erste neue Ovalhälfte. 15 Meter hoch ragten die äußeren Stützpfeiler wie ein Gerippe in die Luft. Jetzt ist die neue Zuschauertribüne im Westen des Rudolf-Harbig-Stadions fast ausgeformt. „Sie besteht aus 1300 Fertigteilen aus Beton“, erklärt Bauleiter Kay-Uwe Panzer. Die ersten der 8600 gelben Sitze werden gerade auf den Tribünenebenen und Haltegriffe an den Treppen montiert. Schließlich thront die höchste Sitzreihe 23 Meter über dem Spielfeld. Die Tribüne sei wie eine Banane gekrümmt, insofern seien auch die Zuschauer ganz oben nah am Spiel dran.

Zum Beweis, dass zum Auftakt der Saison am 13. August in Dresden das erste neue Stadionoval fertig sein wird, führte Kay-Uwe Panzer über die Baustelle. Die Fans werden ihre neue Tribüne von der Blüherstraße aus erreichen. Sportbürgermeister Winfried Lehmann (CDU) kam schon mal über den neuen Eingang und konnte sich dabei von der Anlieferung der Kassenhäuschen überzeugen. Wichtig war ihm jedoch vor allem die Zusage des Bauträgers, dass zu Saisonbeginn 12800 Zuschauer in der vorerst nur halb umgebauten Arena Platz finden werden. Denn war doch im Mai mit dem Abriss der alten Osttribüne an der Lennéstraße begonnen worden. So trieb den Sportbürgermeister die Sorge um,  dass die neue Westtribüne nicht zum 13. August fertig werden könnte.

„Wir werden schon vorher die Bauabnahme haben“, so Kay-Uwe Panzer. Die rechtzeitige Fertigstellung beflügelt Dynamo. „Insofern wollen wir am 9. August einen Tag der offenen Tür organisieren“, erklärte Hauptgeschäftsführer Bernd Maas. Es solle ein Tag für die ganze Familie werden, um die erste Hälfte des neuen Stadions, aber auch die Mannschaft kennenzulernen.  Für ein Testspiel auf dem Platz werde noch ein Gegner gesucht.

Die Spielfläche selbst ist aber noch nicht erneuert. Die kommt erst ist der nächsten Spielpause dran. In dieser Saison können die Zuschauer von der neuen Westtribüne aus beobachten, wie diese Stück für Stück überdacht wird und gegenüber die neue Osttribüne wachsen sehen. Dafür fallen Anfang August die zwei alten Flutlichtmasten, die wie zwei standhafte Giraffen immer noch über den Rest des alten Rudolf-Harbig-Stadion wachen. Die alte Kurve am Arnhold-Bad bleibt vorerst als Gästetribüne erhalten. Dieser Kompromiss sichert trotz des Umbaus bei laufendem Betrieb die Kapazität von 12800 Plätzen. Das neue Stadion ist für 32000 Zuschauer ausgelegt.

Die Stadt baut die Arena nicht selber. Sie schloss mit  HBM Stadien- und Sportstättenbau GmbH  einen Konzessionsvertrag, wonach der Investor das Stadion zum Festpreis von 44,6 Millionen Euro baut und betreibt. Der Vertrag hat eine Laufzeit von 32 Jahren. Die Stadt leistet an HBM eine Einmalzahlung von 4,6 Millionen Euro, bürgt für den Großteil der Bausumme mit rund 40 Millionen Euro und beteiligt sich an der Refinanzierung. Im schlechtesten Fall werden rund 2,6 Millionen Euro pro Saison fällig, wenn Dynamo Dresden in die Regionalliga absteigt. Rund 2,1 Millionen Euro zahlt die Stadt jährlich, falls Dynamo in der dritten Liga bleibt. Steigt die Mannschaft in die zweite Bundesliga auf, braucht die Stadt nur noch rund 570000 Euro hinblättern. Und sollten die Schwarz-Gelben den Sprung in die Liga eins schaffen, dann müsste sie sich nicht mehr an der Refinanzierung beteiligen. Doch dieser Fall ist eher unwahrscheinlich. Das Regierungspräsidium genehmigte das Konzessionsmodell.

(Brigitte Holland)

20400 Studienanfänger zum Wintersemester

In Sachsen Hochschulen schrieben sich zum Wintersemester 2008/2009 rund 20400 Studenten ein, rund 450 weniger als im Jahr zuvor. Doch das Wissenschaftsministerium geht davon aus, dass sich die vom Statistischen Landesamt veröffentlichte Zahl durch die verlängerte Einschreibefrist noch erhöhen wird. 2007 begannen 20847 junge Menschen ein Studium, 2006 waren es lediglich 18600. Sachsen hält rund 20000 Studienanfängerplätze vor, um sie zu besetzen wirbt der Freistaat massiv in an den alten Bundesländern um Studenten. www.pack-dein-Studium.de

Stadt will keine Mehrkosten fürs Stadion übernehmen

Das Stadionbauunternehmen HBM will 8,4 Millionen Euro mehr von der Stadt für den Stadionneubau haben. Doch die Forderungen wies Finanzbürgermeister Hartmut Vorjohann (CDU) jetzt öffentlich zurück. Vor dem Stadtrat erklärte er auf Nachfrage der Grünen, dass mit HBM ein Festpreis in Höhe von 44,6 Millionen Euro vereinbart worden sei. Insofern werde die Stadt auch nicht mehr zahlen. Sollte HBM vor Gericht gehen, habe die Stadt gute Karten in der Hand das Verfahren zu gewinnen. Der Stadionbauer begründet seine Forderung u.a. mit den gestiegenen Rohstoffpreisen und der Verzögerung bei der Vetragsunterzeichnung.

Verkehrsführung Bautzner Straße wieder ganz anders

Am 22. November, zwischen 7 und 24 Uhr, wird die Bautzner Straße zwischen Waldschlößchenstraße und Fischhausstraße nur in landwärtiger Richtung befahrbar sein, teilt die Stadt mit. Der stadtwärtige Verkehr wird über Fischhausstraße, Heideparkstraße, Charlottenstraße und Radeberger Straße umgeleitet. Notwendig ist dies, um einen Abwassersammler auszubauen.

Die letzte öffentliche Hinrichtung einer Frau

Am 24. November, 18 Uhr hält Swen Steinberg einen Vortrag zum Thema „Die letzte öffentliche Hinrichtung einer Frau. Zur Wahrnehmung von Grete Beier (1885–1908)“ im Stadtarchiv, Elisabeth-Boer-Straße 1. Der Eintritt ist kostenfrei. In seinem Vortrag setzt sich der  wissenschaftlicher Mitarbeiter und Promotionsstudent an der TU Dresden kritisch mit der Stellung der Frau im ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhundert am Beispiel von Grete Beier auseinander.

Junge Fußballerinnen tragen ihre WM auch in Dresden aus

Dresden ist bereits als Austragungsort für die Frauen-Fußball-WM 2011 gesetzt. Jetzt gab das DFB-Präsidium die Spielorte für die Weltmeisterschaft der Nachwuchs-Fußballerinnen bekannt. Die U 20-Frauen-WM wird in vier deutschen Städten stattfinden, darunter Augsburg, Bielefeld und Bochum. Dresden ist mit dabei. Die FIFA hatte beschlossen, künftig im Vorjahr einer Frauenfußball-WM im gleichen Land eine Endrunde der jungen Fußballerinnen zu veranstalten. Im Männerfußball wird dieses Modell seit 2001 mit dem einer WM-Endrunde vorgeschalteten Confed-Cup praktiziert. Die U20-Weltmeisterschaft stellt für die Austragungsorte einen Testlauf für die Weltmeisterschaft im nächsten Jahr dar. Auch für Dresden und das 2009 fertig gestellte Stadion wird die Durchführung der Weltmeisterschaft der Juniorinnen eine Generalprobe für 2011 sein.

Praktikum im Kunstministerium

Das Ministerium für Wissenschaft und Kunst hat für Dezember 2008 und das Jahr 2009 noch freie Praktikumsplätze im Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Die Praktika richten sich an Studierende und sind für mindestens vier Wochen, höchstens zwei Monate angelegt. Im Verlauf des Praktikums werden die Studierenden von der Recherche über das Erstellen von Pressemeldungen bis hin zur Projektvorbereitung und -begleitung die Arbeit in der Pressestelle des SMWK kennenlernen. Aussagefähige Bewerbungen sind zu senden an: Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst Postfach 10 09 20, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, 01079 Dresden oder per Mail an presse@smwk.sachsen.de

Buchvorstellung zur Geschichte der „Interflug“

Vor 50 Jahren, im September 1958, wurde die DDR-Fluggesellschaft Interflug gegründet. Aus diesem Anlass ist das neue Buch „Weg und Absturz der INTERFLUG – Die Geschichte des Unternehmens“ erschienen. Der Autor Karl-Dieter Seifert stellt es am Montag, dem 24. November, im Flughafen Dresden Terminal vor. Die Präsentation beginnt um 18 Uhr im Konferenz-Center. Im Anschluss steht er allen Gästen bei einer Gesprächs- und Signierrunde Rede und Antwort. Der Eintritt kostet inklusive Begrüßungssekt und kleinem Imbiss 8 Euro.