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Es geht um den Untergang oder die Zukunft von Dynamo. Am Sonnabend sind die Mitglieder des Vereins aufgerufen, die Bedingungen der Stadt zu akzeptieren, die sie an die Vergabe eines Kredits in Höhe von 1,25 Millionen Euro knüpft. Der Verein braucht das Geld, um die drohende Insolvenz abzuwenden. Allerdings gibt es das Darlehen nicht umsonst. Die wichtigsten Aufgaben des Aufsichtsrates, die Genehmigung des Etats sowie Berufung, Entlassung und Kontrolle der Geschäftsführung sollen an die Stadt übertragen werden. Die Bedingungen greifen in das Selbstbestimmungsrecht des Vereins ein, insofern rumort es schon seit Wochen. Aktive Mitglieder fanden eine Lösung, um die strittige Satzungsänderung in letzter Minute zu umgehen. Doch Stadt und Vereinsspitze weisen den Neun-Punkte-Plan zurück. Ein Tag vor der wichtigen Entscheidung gesellen sich zu den frustrierten gewaltbereiten noch die brüskierten Fans.
Dynamo steht am Sonnabend vor einer Zerreißprobe. „Die Forderungen der Stadt sind de facto ein Misstrauensvotum gegenüber dem Aufsichtsrat, insofern sollten die Aufsichtsräte zum Saisonende zurücktreten beziehungsweise sich einer Neuwahl stellen“, sagt Andreas Herrmann. Er sowie Robert Pohl und Thomas Blümel gehören zu den Verfassern des Neun-Punkte-Plans, den eine Gruppe von Mitgliedern in den zurückliegenden Tagen als Beschlussantrag für die Versammlung am Sonnabend erarbeitet hatte. Doch um die Abstimmung des Papiers zu verhindern, erklärte Aufsichtsratschef Thomas Mulansky die Mitgliederversammlung kurzerhand als eine außerordentliche. Insofern steht nur noch der Antrag der Vereinsführung auf der Tagesordnung.
Robert Pohl von der Faninitiative „Pro RHS“ ist sauer. Damit werde den Mitgliedern die Möglichkeit zur Diskussion genommen und eigene Lösungsansätze einzubringen. „Mit unserem Antrag hätte es eine Alternative gegeben, um alle Mitglieder zu erreichen“, so Robert Pohl. Denn der Antrag gehe auf alle Bedingungen der Stadt ein, fordere darüber hinaus aber eine Aufarbeitung der finanziellen Misere in einer Untersuchungskommission und den Aufsichtsrat zum Rücktritt auf. Schließlich seien es die Aufsichtsräte gewesen, die in den letzten Jahren die Etats absegneten. „Wieso sollten dieselben Leute, die jetzt den Offenbarungseid geleistet haben, mit dem frischen Geld plötzlich anders umgehen?“ Mit dieser Frage bringt Thomas Blümel vom Dynamo-Jugendrat die Vertrauenskrise im Verein auf den Punkt. Der Satz steht auch auf einer in diesen Tagen verbreiteten Erklärung. Ein Aufruf gegen die Bedingungen der Stadt zu stimmen und damit eine Insolvenz des Vereins in Kauf zu nehmen, sei diese Erklärung aber nicht.
4000 Mitglieder zählt der Traditionsverein. Es ist ungewiss, wieviel davon am Sonnabend, 10 Uhr an der Versammlung in der Dresdner Messe teilnehmen. Ebenso ungewiss ist das Abstimmungsergebnis. Für eine Satzungsänderung müssen zwei Drittel der versammelten Mitglieder stimmen.
In Sachsen Hochschulen schrieben sich zum Wintersemester 2008/2009 rund 20400 Studenten ein, rund 450 weniger als im Jahr zuvor. Doch das Wissenschaftsministerium geht davon aus, dass sich die vom Statistischen Landesamt veröffentlichte Zahl durch die verlängerte Einschreibefrist noch erhöhen wird. 2007 begannen 20847 junge Menschen ein Studium, 2006 waren es lediglich 18600. Sachsen hält rund 20000 Studienanfängerplätze vor, um sie zu besetzen wirbt der Freistaat massiv in an den alten Bundesländern um Studenten. www.pack-dein-Studium.de
Das Stadionbauunternehmen HBM will 8,4 Millionen Euro mehr von der Stadt für den Stadionneubau haben. Doch die Forderungen wies Finanzbürgermeister Hartmut Vorjohann (CDU) jetzt öffentlich zurück. Vor dem Stadtrat erklärte er auf Nachfrage der Grünen, dass mit HBM ein Festpreis in Höhe von 44,6 Millionen Euro vereinbart worden sei. Insofern werde die Stadt auch nicht mehr zahlen. Sollte HBM vor Gericht gehen, habe die Stadt gute Karten in der Hand das Verfahren zu gewinnen. Der Stadionbauer begründet seine Forderung u.a. mit den gestiegenen Rohstoffpreisen und der Verzögerung bei der Vetragsunterzeichnung.
Am 22. November, zwischen 7 und 24 Uhr, wird die Bautzner Straße zwischen Waldschlößchenstraße und Fischhausstraße nur in landwärtiger Richtung befahrbar sein, teilt die Stadt mit. Der stadtwärtige Verkehr wird über Fischhausstraße, Heideparkstraße, Charlottenstraße und Radeberger Straße umgeleitet. Notwendig ist dies, um einen Abwassersammler auszubauen.
Am 24. November, 18 Uhr hält Swen Steinberg einen Vortrag zum Thema „Die letzte öffentliche Hinrichtung einer Frau. Zur Wahrnehmung von Grete Beier (1885–1908)“ im Stadtarchiv, Elisabeth-Boer-Straße 1. Der Eintritt ist kostenfrei. In seinem Vortrag setzt sich der wissenschaftlicher Mitarbeiter und Promotionsstudent an der TU Dresden kritisch mit der Stellung der Frau im ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhundert am Beispiel von Grete Beier auseinander.
Dresden ist bereits als Austragungsort für die Frauen-Fußball-WM 2011 gesetzt. Jetzt gab das DFB-Präsidium die Spielorte für die Weltmeisterschaft der Nachwuchs-Fußballerinnen bekannt. Die U 20-Frauen-WM wird in vier deutschen Städten stattfinden, darunter Augsburg, Bielefeld und Bochum. Dresden ist mit dabei. Die FIFA hatte beschlossen, künftig im Vorjahr einer Frauenfußball-WM im gleichen Land eine Endrunde der jungen Fußballerinnen zu veranstalten. Im Männerfußball wird dieses Modell seit 2001 mit dem einer WM-Endrunde vorgeschalteten Confed-Cup praktiziert. Die U20-Weltmeisterschaft stellt für die Austragungsorte einen Testlauf für die Weltmeisterschaft im nächsten Jahr dar. Auch für Dresden und das 2009 fertig gestellte Stadion wird die Durchführung der Weltmeisterschaft der Juniorinnen eine Generalprobe für 2011 sein.
Das Ministerium für Wissenschaft und Kunst hat für Dezember 2008 und das Jahr 2009 noch freie Praktikumsplätze im Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Die Praktika richten sich an Studierende und sind für mindestens vier Wochen, höchstens zwei Monate angelegt. Im Verlauf des Praktikums werden die Studierenden von der Recherche über das Erstellen von Pressemeldungen bis hin zur Projektvorbereitung und -begleitung die Arbeit in der Pressestelle des SMWK kennenlernen. Aussagefähige Bewerbungen sind zu senden an: Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst Postfach 10 09 20, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, 01079 Dresden oder per Mail an presse@smwk.sachsen.de
Vor 50 Jahren, im September 1958, wurde die DDR-Fluggesellschaft Interflug gegründet. Aus diesem Anlass ist das neue Buch „Weg und Absturz der INTERFLUG – Die Geschichte des Unternehmens“ erschienen. Der Autor Karl-Dieter Seifert stellt es am Montag, dem 24. November, im Flughafen Dresden Terminal vor. Die Präsentation beginnt um 18 Uhr im Konferenz-Center. Im Anschluss steht er allen Gästen bei einer Gesprächs- und Signierrunde Rede und Antwort. Der Eintritt kostet inklusive Begrüßungssekt und kleinem Imbiss 8 Euro.
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