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Die frühzeitige Begegnung mit dem Job

17. October. 2008
17.October 2008

„Kurz ansetzen und zack!“ Schnell schneidet Uwe Söhnel die vier angerissenen Quadrate sauber aus den Ecken des Blechs. Samuel, Josef und Alexander, Schüler der 8.Klasse der Mittelschule Weixdorf, schauen dem Technischen Lehrer im Berufsschulzentrum Technik gespannt zu. In gleicher Weise versuchen sie mit der Metallschere umzugehen. Kurz ansetzen und zack. Das klappt nicht gleich. Doch am Ende des Tages werden sie aus zwei Stücken Blech einen Kasten mit Deckel geformt haben. Die 13 und 14-jährigen Jungen der Mittelschule Weixdorf nehmen im Berufsschulzentrum Technik am Projekt „Kooperation von Schule und Berufsschulzentrum – Plattform für eine ganzheitliche Berufsorientierung“ teil. Eine Woche lang lernen und arbeiten sie in der Berufsschule, beispielsweise mit Anreißnadel, Pfeile oder der Metallschere umzugehen. Stehen zusammen mit Auszubildenden des 1. Lehrjahres an der Kantbank oder dürfen ihnen beim Schweißen, Löten oder Bohren über die Schulter sehen.

Im ersten Lehrjahr integriert, heißt mitmachen. Uwe Söhnel übertrug den Jungen die Aufgabe, die er sonst den Lehrlingen in der zweiten Woche stellt, einen Metallkasten zu bauen. Gab ihnen eine Zeichnung an die Hand und Gedanken zum überlegten Vorgehen: messen, anreißen, schneiden, entkraten, körnen, bohren und kanten. „Jeder Arbeitsschritt wird natürlich erklärt und vorgemacht“, betont der Technische Lehrer. Und so sitzen nach allen Schwierigkeiten die Deckel auf den Metallkästen auf. Josef musste seinen noch etwas dehnen. Er weiß inzwischen, dass ein Mechaniker Längen und Breiten exakt berechnen muss. Eine gute Erkenntnis für die erste Kontaktaufnahme mit dem Beruf. Sie motiviert für den Matheunterricht.

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„Über das Projekt sollen die Jugendlichen so früh wie möglich berufspraktische Erfahrungen sammeln und einen Überblick über Berufe erhalten, die ihren Neigungen entsprechen“, erklärt Projektleiterin Andrea Roth. Die Berufsschulzentren bieten sich mit ihren Werkstätten und Laboren an, diese Vermittlerrolle zu übernehmen. Derzeit sind vier Mittelschulen, sechs berufliche Schulzentren, zwei überbetriebliche Ausbildungszentren und zehn Unternehmen an dem seit Februar laufenden Projekt zur frühzeitigen Berufsorientierung beteiligt. 250 Mittelschüler absolvierten bisher an den Schul- und Ausbildungszentren ihre berufspraktischen Tage. Entsprechend ihrem vorher geäußerten Berufswunsch hatten sie die Wahl die Berufsschulzentren Technik, Gesundheit und Sozialwesen, Gastgewerbe, Landwirtschaft und Gartenbau, Agrarwirtschaft und Ernährung sowie für Umweltschutz und Chemieberufe zu besuchen.

Samuel, Josef, Alexander und alle anderen Jungen der Weixdorfer 8a, die weiteren Mentoren im BSZ Technik zugeteilt waren, meistern die an sie gestellten Anforderungen. Legen zur Auswertung mit Projektleiterin Andrea Roth stolz die Ergebnisse ihrer Hände Arbeit auf den Tisch und reden begeistert über die Woche in den Lehrkabinetten und Werkstätten des Berufsschulzentrums. „Besser als Schule ist es“, meint Benjamin. „Die praktische Arbeit“, hat allen gefallen. Die einen fühlen sich bestätigt in ihrem Berufswunsch, Kraftfahrzeugtechniker oder sogar Flugzeugmechaniker zu werden. Die fünf Tage in der Berufsschule haben sie überzeugt, noch besser in der Schule zu werden, um ihr Ziel zu erreichen. Die anderen wollen sich das mit dem Kfz-Techniker noch mal überlegen, nachdem sie hörten, dass der Beruf überlaufen ist. Sie lernten inzwischen ja andere kennen. Man kann schließlich auch Zerspanungsmechaniker oder Sanitär-, Heizungs- und Klimatechniker werden, die auf dem Arbeitsmarkt stärker nachgefragt sind.

(Brigitte Holland)

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Zum Geburtstag freier Eintritt in die Kunstsammlungen

Wer Geburtstag hat, bekommt üblicherweise Geschenke. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) beschenken seit diesem Jahr ihre Besucher an deren jeweiligem Geburtstag mit freiem Eintritt. „Geburtstagskinder“ jeden Alters legen an der Kasse ihren Personalausweis vor und erhalten an dem Tag freien Eintritt in alle Museen der SKD an den Standorten Dresden, Leipzig und Herrnhut. Diese Regelung gilt auch für das Historische Grüne Gewölbe und sämtliche Sonderausstellungen.

Online-Kalender der Dresdner Wissenschaft

Immer auf dem neuesten Stand der Wissenschaft zu sein, heißt auch, zu wissen, woran die Forscher arbeiten. Mit dem Start des Dresden Science Calendar werden alle wissenschaftlichen Veranstaltungen im Raum Dresden auf einen Blick zugänglich gemacht. Im Rahmen des Wissenschaftsnetzwerkes DRESDEN-concept und in Kooperation mit der Stadt  und der Sandstein Neue Medien GmbH ist eine für den Informationsaustausch über wissenschaftliche Veranstaltungen maßgeschneiderte Internetplattform entstanden. Jeder, einschließlich der wissenschaftlich interessierten Öffentlichkeit, kann alle Ankündigungen nach verschiedenen Kriterien gefiltert abrufen. Die Internetplattform bietet auch Schnittstellen an, um relevante Vorträge zu einmal ausgewählten Suchkriterien und persönlichen Interessen automatisch vorzusortieren und regelmäßig strukturierte Benachrichtigungen per RSS-feed, iCal-Kalenderabonnement oder über andere Datenkanäle zu erhalten. Der Dresden Science Calendar ergänzt damit die bestehenden Ankündigungssysteme der einzelnen Institute, aus welchen die Informationen automatisch synchronisiert werden. www. wissenschaft.dresden.de/calendar

Dresdner Stadt-Atlas

Kurz und knapp stellt sich Dresden im Stadt-Atlas vor. Er enthält Straßen- und Wegekarten und Informationen zum öffentlichen Nahverkehr. Er gibt Auskunft, wo sich öffentliche und kulturelle Einrichtungen, Fußgängerzonen, öffentliche Toiletten, Einbahnstraßen, Parkplätze und Taxi-Standorte befinden. Darüber hinaus empfiehlt der Stadt-Atlas mit Text, Karte und 3D-Ansicht einen Stadtrundgang durch die Altstadt und die Neustadt von Dresden. Ein weiterer Teil des Stadt-Atlasses befasst sich mit 20 Jahren Kommunalentwicklung. Daten, Karten und Statistiken beschreiben die Entwicklung, zum Beispiel von Wohnungsbau, Verkehrsprojekten, Natur- und Denkmalschutz. Alte und neue Luftbilder werden gegenübergestellt. Die Broschüre im A4-Format umfasst 98 Seiten und kostet 5,35 Euro. Sie ist erhältlich in ausgewählten Buchhandlungen und im Kundenservice des Städtischen Vermessungsamtes, World Trade Center, Ammonstraße 74, 2. OG, Zimmer 2852, Telefon 4 88 41 38 oder 4 88 41 16, Fax 4 88 39 64, E-Mail vermessungsamt-ks@dresden.de. Öffnungszeiten: Montag und Freitag von 9 bis 12 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 9 bis 18 Uhr.  www.dresden.de/online-shop.

Justiz-Auktion im Internet

Die sächsische Justiz versteigert beschlagnahmte oder gepfändete Gegenstände auch via Internet. Sachsens Justizminister Martens (FDP) verspricht sich dadurch „bessere Verkaufschancen und höhere Erlöse im Interesse von Gläubigern und Schuldnern“. Sachsen nutzt zusammen mit anderen Bundesländern eine extra dafür eingerichtete Internetplattform, die rund um die Uhr von Interessenten zu erreichen ist, unter www.justiz-auktion.de

 

Klettern in der Sächsischen Schweiz weiter erlaubt

Im Naturschutzgebiet Sächsische Schweiz dürfen Klettersportler die Felsen erklimmen. Der Landtag passte dafür das Landesumweltrecht an das neue Bundesrecht unter Beibehaltung landesrechtlicher Regelungen an. „So wäre es zum Beispiel nach dem Bundesnaturschutzgesetz verboten, in der Sächsischen Schweiz Klettersport zu betreiben“, so Umweltminister Frank Kupfer (CDU). „Das Felsklettern in der Sächsischen Schweiz hat eine lange Tradition. Die Sportverbände arbeiten aktiv im Naturschutz mit und betreiben ihren Sport sehr verantwortungsvoll“, erklärt der Minister, weshalb Sachsen mit der Gesetzesanpassung das Verbot umging.

Online-Wanderpläne für Sachsen

Mit Kompass und Karte unterwegs zu sein, ist die gewohnte Art, Sachsen wandernd zu entdecken. Doch die Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen (TMGS) hält für alle Rucksack-Touristen auch Online-Wanderpläne für die sechs beliebtesten Wanderrouten bereit: den Sächsischen Weinwanderweg, den Malerweg, Oberlausitzer Bergweg, Vogtland Panorama Weg, für die Kammtour Erzgebirge-Vogtland und den Muldentalwanderweg. Alle wichtigen Details vom Streckenverlauf über Schwierigkeitsgrad bis hin zu Rastplätzen und Entfernungen sowie die gps-Daten sind auf den Wanderseiten zu finden. Wofür die TMGS mit dem Freizeit- und Tourismusportal AlpRegio kooperiert.  www.sachsen-tourismus.de

Internetportal zur kulturellen Bildung

Die Stadt Dresden bietet ein interaktives Internetportal zur kulturellen Bildung an: Kinder, Jugendliche und Erwachsene, aber auch Familien und Schulklassen können auf dem Portal nach geeigneten Kursen und Veranstaltungen suchen. Kultureinrichtungen können ihre Angebote selbstständig einpflegen und aktualisieren. Das Portal beruht auf einer Kooperation zwischen dem Kulturamt und der Medien Verlags GmbH. Es wird aus Fördermitteln des Sächsischen Wissenschaftsministeriums und der Stadt finanziert. www.dresdner-kulturelle-bildung.de

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