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Ohrenbetäubender Lärm heute vor dem Rathaus. Rund 300 Dresdner Schülerinnen und Schüler pfeifen und trommeln. Lautstark machen sie auf ihre Schulen aufmerksam, die in einem schlechten Zustand sind. Mädchen und Jungen aus den Gymnasien Klotzsche, Cotta, dem Hans-Erlwein-, dem Marie-Curie- und dem Dreikönigsgymnasium fordern auf Transparenten die Stadtverwaltung auf, ihre Schulen endlich zu sanieren und damit die Lernbedingungen zu verbessern.
Die Mädchen und Jungen des Gymnasiums Klotzsche wollen sich nicht länger vertrösten lassen. Seit acht Jahren wird ihnen eine neue Turnhalle versprochen, weil die alte nicht mehr zu gebrauchen ist. Es tropft aus undichten Rohren und „die Klos sind zu eklig“, um sie zu benutzen. Auch die Gymnasiasten aus Cotta beklagen eine Sporthalle, wo der Putz von der Decke fällt. Außerdem regnet es im unsanierten Gebäudeteil des Gymnasiums Cotta herein. Auch im Dreikönigs- und im Hans-Erlwein-Gymnasium sind die Dächer undicht. „Bei starkem Wind fliegen Ziegel vom Dach, sodass schon der Schulhof gesperrt werden musste“, beschreiben Schüler den unhaltbaren Zustand im Erlwein-Gymansium.
Jahrelang schob die Stadt die Sanierung und Modernisierung der Schulgebäude auf die lange Bank. Um alle Schulen sofort in Ordnung zu bringen, müsste sie rund 600 Millionen Euro in die Hand nehmen. Mit der jüngsten Berechnung stellt sich die Stadt selbst ein Armutszeugnis aus. Die Zahl beziffert den Grad der vernachlässigten Schulgebäude. Die Gymnasiasten, die vor das Rathaus zogen, protestieren zu recht.
Das weiß auch Sportbürgermeister Winfried Lehmann CDU. „In den Doppelhaushalt 2009/2010, der in den kommenden Wochen aufgestellt wird, ist die Finanzplanung für das Erlwein-Gymansium drin“, so Lehmann. Auch das Gymnasium Cotta stehe auf der Prioritätenliste für die Haushaltsdebatte weit oben. Beim Gymnasium Klotzsche gehe es um die Frage Neubau oder Sanierung und damit um ein großes Investitionsprojekt, dessen Finanzierung derzeit nicht gesichert. „Wir wissen aber, dass wir in Klotzsche handeln müssen“, so Winfried Lehmann. Doch er könne nur reagieren, wenn er in der Haushaltsdebatte mit einem entsprechenden Budget ausgestattet wird.
In Sachsen Hochschulen schrieben sich zum Wintersemester 2008/2009 rund 20400 Studenten ein, rund 450 weniger als im Jahr zuvor. Doch das Wissenschaftsministerium geht davon aus, dass sich die vom Statistischen Landesamt veröffentlichte Zahl durch die verlängerte Einschreibefrist noch erhöhen wird. 2007 begannen 20847 junge Menschen ein Studium, 2006 waren es lediglich 18600. Sachsen hält rund 20000 Studienanfängerplätze vor, um sie zu besetzen wirbt der Freistaat massiv in an den alten Bundesländern um Studenten. www.pack-dein-Studium.de
Das Stadionbauunternehmen HBM will 8,4 Millionen Euro mehr von der Stadt für den Stadionneubau haben. Doch die Forderungen wies Finanzbürgermeister Hartmut Vorjohann (CDU) jetzt öffentlich zurück. Vor dem Stadtrat erklärte er auf Nachfrage der Grünen, dass mit HBM ein Festpreis in Höhe von 44,6 Millionen Euro vereinbart worden sei. Insofern werde die Stadt auch nicht mehr zahlen. Sollte HBM vor Gericht gehen, habe die Stadt gute Karten in der Hand das Verfahren zu gewinnen. Der Stadionbauer begründet seine Forderung u.a. mit den gestiegenen Rohstoffpreisen und der Verzögerung bei der Vetragsunterzeichnung.
Am 22. November, zwischen 7 und 24 Uhr, wird die Bautzner Straße zwischen Waldschlößchenstraße und Fischhausstraße nur in landwärtiger Richtung befahrbar sein, teilt die Stadt mit. Der stadtwärtige Verkehr wird über Fischhausstraße, Heideparkstraße, Charlottenstraße und Radeberger Straße umgeleitet. Notwendig ist dies, um einen Abwassersammler auszubauen.
Am 24. November, 18 Uhr hält Swen Steinberg einen Vortrag zum Thema „Die letzte öffentliche Hinrichtung einer Frau. Zur Wahrnehmung von Grete Beier (1885–1908)“ im Stadtarchiv, Elisabeth-Boer-Straße 1. Der Eintritt ist kostenfrei. In seinem Vortrag setzt sich der wissenschaftlicher Mitarbeiter und Promotionsstudent an der TU Dresden kritisch mit der Stellung der Frau im ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhundert am Beispiel von Grete Beier auseinander.
Dresden ist bereits als Austragungsort für die Frauen-Fußball-WM 2011 gesetzt. Jetzt gab das DFB-Präsidium die Spielorte für die Weltmeisterschaft der Nachwuchs-Fußballerinnen bekannt. Die U 20-Frauen-WM wird in vier deutschen Städten stattfinden, darunter Augsburg, Bielefeld und Bochum. Dresden ist mit dabei. Die FIFA hatte beschlossen, künftig im Vorjahr einer Frauenfußball-WM im gleichen Land eine Endrunde der jungen Fußballerinnen zu veranstalten. Im Männerfußball wird dieses Modell seit 2001 mit dem einer WM-Endrunde vorgeschalteten Confed-Cup praktiziert. Die U20-Weltmeisterschaft stellt für die Austragungsorte einen Testlauf für die Weltmeisterschaft im nächsten Jahr dar. Auch für Dresden und das 2009 fertig gestellte Stadion wird die Durchführung der Weltmeisterschaft der Juniorinnen eine Generalprobe für 2011 sein.
Das Ministerium für Wissenschaft und Kunst hat für Dezember 2008 und das Jahr 2009 noch freie Praktikumsplätze im Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Die Praktika richten sich an Studierende und sind für mindestens vier Wochen, höchstens zwei Monate angelegt. Im Verlauf des Praktikums werden die Studierenden von der Recherche über das Erstellen von Pressemeldungen bis hin zur Projektvorbereitung und -begleitung die Arbeit in der Pressestelle des SMWK kennenlernen. Aussagefähige Bewerbungen sind zu senden an: Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst Postfach 10 09 20, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, 01079 Dresden oder per Mail an presse@smwk.sachsen.de
Vor 50 Jahren, im September 1958, wurde die DDR-Fluggesellschaft Interflug gegründet. Aus diesem Anlass ist das neue Buch „Weg und Absturz der INTERFLUG – Die Geschichte des Unternehmens“ erschienen. Der Autor Karl-Dieter Seifert stellt es am Montag, dem 24. November, im Flughafen Dresden Terminal vor. Die Präsentation beginnt um 18 Uhr im Konferenz-Center. Im Anschluss steht er allen Gästen bei einer Gesprächs- und Signierrunde Rede und Antwort. Der Eintritt kostet inklusive Begrüßungssekt und kleinem Imbiss 8 Euro.
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