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Gesundheit/Soziales

Bei Dynamo Dresden siegte die Vernunft

26. Mai. 2008
26.Mai 2008

Das Aus für den Dresdner Fußballverein Dynamo ist abgewendet. Die Mitgliederversammlung akzeptiert mehrheitlich die Kreditbedingungen der Stadt. Der Stadtrat hatte die Auszahlung eines Darlehens in Höhe von 1,25 Millionen Euro beschlossen, um den vor der Insolvenz stehenden Traditionsverein zu retten. Dafür will die Stadt künftig bei der Besetzung der Geschäftsführung mitreden. Außerdem muss der Verein jährlich seine Etatplanung im Rathaus vorlegen. Obwohl die Forderungen in das Selbstbestimmungsrecht des Vereins eingreifen, siegte die Vernunft. Die 1486 Mitglieder, die am Sonnabend in der Neuen Messe Dresden gekommen waren, votierten für die Annahme der Bedingungen.

Der Geschäftsführung war es gelungen, eine stattliche Anzahl der 4000 Mitglieder zu mobilisieren, beziehungsweise mobilisierten sich viele selbst. Normalerweise nehmen rund 500 Mitglieder an einer Versammlung teil. Diesmal war es in der Tat eine außerordentliche. Schließlich ging es um Zukunft oder Untergang des Traditionsvereins.

Die verbale Opposition, die noch einen Tag vor der Entscheidung den Rücktritt des Aufsichtsrates forderte, weil er in den zurückliegenden Jahren die Etatplanung abgesegnet hatte, verzichtete jedoch auf eine Diskussion und damit auf eine mögliche Spaltung vor der so wichtigen Entscheidung. Thomas Blümel vom Jugendrat gehörte zu den Unterzeichnern eines entsprechenden Aufrufs. Allerdings betonte er auch: „Die Insolvenz ist keine Option. Wir wollen den Verein erhalten“. Dafür müsse er aber auf eine gesunde wirtschaftliche Grundlage gestellt werden. Die Mehrheit der Mitglieder meint, dass der alte Aufsichtsrat mit seinem Vorsitzenden Thomas Mulansky dazu in der Lage sei. Insofern sprach sie ihm das Vertrauen aus. Der Aufsichtsrat wiederum versprach die Fehler der Vergangenheit aufarbeiten zu wollen.

Die Mitgliederversammlung stellte die Weichen für einen Neuanfang. Sportbürgermeister Winfried Lehmann (CDU) fiel ein Stein vom Herzen. Lässt die Stadt für Dynamo doch gerade ein 45 Millionen Euro teures neues Stadion bauen. Bei einer Insolvenz des Vereins hätte es wie in Leipzig geschehen der Leerstand gedroht.

Der Beschluss der Mitglieder ändert jedoch nichts an den bestehenden Problemen bei Dynamo. Der Verein ist mit über fünf Millionen Euro hoch verschuldet. Ein Sanierungskonzept gibt es noch nicht. Und die Mannschaft spielte im letzten Heimspiel der Saison hundsmiserabel. Mit einem 0:2 gegen Werder Bremen lieferte sie ein peinliche Leistung ab. Einziger Trost: Die Qualifikation zur 3. Liga ist geschafft. Es muss jedoch in der kommenden Saison ein Wunder geschehen, wenn Dynamo in der 3. Liga bestehen will.

20400 Studienanfänger zum Wintersemester

In Sachsen Hochschulen schrieben sich zum Wintersemester 2008/2009 rund 20400 Studenten ein, rund 450 weniger als im Jahr zuvor. Doch das Wissenschaftsministerium geht davon aus, dass sich die vom Statistischen Landesamt veröffentlichte Zahl durch die verlängerte Einschreibefrist noch erhöhen wird. 2007 begannen 20847 junge Menschen ein Studium, 2006 waren es lediglich 18600. Sachsen hält rund 20000 Studienanfängerplätze vor, um sie zu besetzen wirbt der Freistaat massiv in an den alten Bundesländern um Studenten. www.pack-dein-Studium.de

Stadt will keine Mehrkosten fürs Stadion übernehmen

Das Stadionbauunternehmen HBM will 8,4 Millionen Euro mehr von der Stadt für den Stadionneubau haben. Doch die Forderungen wies Finanzbürgermeister Hartmut Vorjohann (CDU) jetzt öffentlich zurück. Vor dem Stadtrat erklärte er auf Nachfrage der Grünen, dass mit HBM ein Festpreis in Höhe von 44,6 Millionen Euro vereinbart worden sei. Insofern werde die Stadt auch nicht mehr zahlen. Sollte HBM vor Gericht gehen, habe die Stadt gute Karten in der Hand das Verfahren zu gewinnen. Der Stadionbauer begründet seine Forderung u.a. mit den gestiegenen Rohstoffpreisen und der Verzögerung bei der Vetragsunterzeichnung.

Verkehrsführung Bautzner Straße wieder ganz anders

Am 22. November, zwischen 7 und 24 Uhr, wird die Bautzner Straße zwischen Waldschlößchenstraße und Fischhausstraße nur in landwärtiger Richtung befahrbar sein, teilt die Stadt mit. Der stadtwärtige Verkehr wird über Fischhausstraße, Heideparkstraße, Charlottenstraße und Radeberger Straße umgeleitet. Notwendig ist dies, um einen Abwassersammler auszubauen.

Die letzte öffentliche Hinrichtung einer Frau

Am 24. November, 18 Uhr hält Swen Steinberg einen Vortrag zum Thema „Die letzte öffentliche Hinrichtung einer Frau. Zur Wahrnehmung von Grete Beier (1885–1908)“ im Stadtarchiv, Elisabeth-Boer-Straße 1. Der Eintritt ist kostenfrei. In seinem Vortrag setzt sich der  wissenschaftlicher Mitarbeiter und Promotionsstudent an der TU Dresden kritisch mit der Stellung der Frau im ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhundert am Beispiel von Grete Beier auseinander.

Junge Fußballerinnen tragen ihre WM auch in Dresden aus

Dresden ist bereits als Austragungsort für die Frauen-Fußball-WM 2011 gesetzt. Jetzt gab das DFB-Präsidium die Spielorte für die Weltmeisterschaft der Nachwuchs-Fußballerinnen bekannt. Die U 20-Frauen-WM wird in vier deutschen Städten stattfinden, darunter Augsburg, Bielefeld und Bochum. Dresden ist mit dabei. Die FIFA hatte beschlossen, künftig im Vorjahr einer Frauenfußball-WM im gleichen Land eine Endrunde der jungen Fußballerinnen zu veranstalten. Im Männerfußball wird dieses Modell seit 2001 mit dem einer WM-Endrunde vorgeschalteten Confed-Cup praktiziert. Die U20-Weltmeisterschaft stellt für die Austragungsorte einen Testlauf für die Weltmeisterschaft im nächsten Jahr dar. Auch für Dresden und das 2009 fertig gestellte Stadion wird die Durchführung der Weltmeisterschaft der Juniorinnen eine Generalprobe für 2011 sein.

Praktikum im Kunstministerium

Das Ministerium für Wissenschaft und Kunst hat für Dezember 2008 und das Jahr 2009 noch freie Praktikumsplätze im Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Die Praktika richten sich an Studierende und sind für mindestens vier Wochen, höchstens zwei Monate angelegt. Im Verlauf des Praktikums werden die Studierenden von der Recherche über das Erstellen von Pressemeldungen bis hin zur Projektvorbereitung und -begleitung die Arbeit in der Pressestelle des SMWK kennenlernen. Aussagefähige Bewerbungen sind zu senden an: Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst Postfach 10 09 20, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, 01079 Dresden oder per Mail an presse@smwk.sachsen.de

Buchvorstellung zur Geschichte der „Interflug“

Vor 50 Jahren, im September 1958, wurde die DDR-Fluggesellschaft Interflug gegründet. Aus diesem Anlass ist das neue Buch „Weg und Absturz der INTERFLUG – Die Geschichte des Unternehmens“ erschienen. Der Autor Karl-Dieter Seifert stellt es am Montag, dem 24. November, im Flughafen Dresden Terminal vor. Die Präsentation beginnt um 18 Uhr im Konferenz-Center. Im Anschluss steht er allen Gästen bei einer Gesprächs- und Signierrunde Rede und Antwort. Der Eintritt kostet inklusive Begrüßungssekt und kleinem Imbiss 8 Euro.