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Das Aus für den Dresdner Fußballverein Dynamo ist abgewendet. Die Mitgliederversammlung akzeptiert mehrheitlich die Kreditbedingungen der Stadt. Der Stadtrat hatte die Auszahlung eines Darlehens in Höhe von 1,25 Millionen Euro beschlossen, um den vor der Insolvenz stehenden Traditionsverein zu retten. Dafür will die Stadt künftig bei der Besetzung der Geschäftsführung mitreden. Außerdem muss der Verein jährlich seine Etatplanung im Rathaus vorlegen. Obwohl die Forderungen in das Selbstbestimmungsrecht des Vereins eingreifen, siegte die Vernunft. Die 1486 Mitglieder, die am Sonnabend in der Neuen Messe Dresden gekommen waren, votierten für die Annahme der Bedingungen.
Der Geschäftsführung war es gelungen, eine stattliche Anzahl der 4000 Mitglieder zu mobilisieren, beziehungsweise mobilisierten sich viele selbst. Normalerweise nehmen rund 500 Mitglieder an einer Versammlung teil. Diesmal war es in der Tat eine außerordentliche. Schließlich ging es um Zukunft oder Untergang des Traditionsvereins.
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Die verbale Opposition, die noch einen Tag vor der Entscheidung den Rücktritt des Aufsichtsrates forderte, weil er in den zurückliegenden Jahren die Etatplanung abgesegnet hatte, verzichtete jedoch auf eine Diskussion und damit auf eine mögliche Spaltung vor der so wichtigen Entscheidung. Thomas Blümel vom Jugendrat gehörte zu den Unterzeichnern eines entsprechenden Aufrufs. Allerdings betonte er auch: „Die Insolvenz ist keine Option. Wir wollen den Verein erhalten“. Dafür müsse er aber auf eine gesunde wirtschaftliche Grundlage gestellt werden. Die Mehrheit der Mitglieder meint, dass der alte Aufsichtsrat mit seinem Vorsitzenden Thomas Mulansky dazu in der Lage sei. Insofern sprach sie ihm das Vertrauen aus. Der Aufsichtsrat wiederum versprach die Fehler der Vergangenheit aufarbeiten zu wollen.
Die Mitgliederversammlung stellte die Weichen für einen Neuanfang. Sportbürgermeister Winfried Lehmann (CDU) fiel ein Stein vom Herzen. Lässt die Stadt für Dynamo doch gerade ein 45 Millionen Euro teures neues Stadion bauen. Bei einer Insolvenz des Vereins hätte es wie in Leipzig geschehen der Leerstand gedroht.
Der Beschluss der Mitglieder ändert jedoch nichts an den bestehenden Problemen bei Dynamo. Der Verein ist mit über fünf Millionen Euro hoch verschuldet. Ein Sanierungskonzept gibt es noch nicht. Und die Mannschaft spielte im letzten Heimspiel der Saison hundsmiserabel. Mit einem 0:2 gegen Werder Bremen lieferte sie ein peinliche Leistung ab. Einziger Trost: Die Qualifikation zur 3. Liga ist geschafft. Es muss jedoch in der kommenden Saison ein Wunder geschehen, wenn Dynamo in der 3. Liga bestehen will.
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Hamburg und Dresden rücken enger zusammen, dank einer neuen Direktfluglinie. Die Bremer Regionalfluggesellschaft OLT Express Germany bedient die Strecke mit täglichen Flügen. Montag und Freitag heben die 50sitzigen Propellermaschinen vom Typ Saab 2000 sogar dreimal in Dresden und Hamburg ab. Die Flugzeit beträgt 60 Minuten. Obwohl Dresden und Hamburg bereits seit über 20 Jahren Partnerstädte sind, waren sie bisher nicht im Direktflug erreichbar. Als Eröffnungsangebot ist der Hin- und Rückflug 199 Euro pro Person buchbar. www.oltexpress.de
Brautpaare, die gern im Dresdner Barockviertel heiraten möchten, können sich ab Juni im Kulturrathaus, Königstraße 15, das Ja-Wort geben. Ihnen steht für die Eheschließung der Fritz-Löffler-Saal mit seiner historischen Holzbalkendecke zur Verfügung. Er bietet bis zu 144 Gästen Platz und verfügt über eine wunderbare Akustik. Für die musikalische Umrahmung kann der vorhandene Flügel genutzt werden. Von Mai bis Oktober immer samstags von 9 bis 13 Uhr können künftig im Kulturrathaus Ehen geschlossen werden. Die Termine vergibt das Standesamt Dresden, Goetheallee 55. www.dresden.de/heiraten
Wer Geburtstag hat, bekommt üblicherweise Geschenke. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) beschenken seit diesem Jahr ihre Besucher an deren jeweiligem Geburtstag mit freiem Eintritt. „Geburtstagskinder“ jeden Alters legen an der Kasse ihren Personalausweis vor und erhalten an dem Tag freien Eintritt in alle Museen der SKD an den Standorten Dresden, Leipzig und Herrnhut. Diese Regelung gilt auch für das Historische Grüne Gewölbe und sämtliche Sonderausstellungen.
Immer auf dem neuesten Stand der Wissenschaft zu sein, heißt auch, zu wissen, woran die Forscher arbeiten. Mit dem Start des Dresden Science Calendar werden alle wissenschaftlichen Veranstaltungen im Raum Dresden auf einen Blick zugänglich gemacht. Im Rahmen des Wissenschaftsnetzwerkes DRESDEN-concept und in Kooperation mit der Stadt und der Sandstein Neue Medien GmbH ist eine für den Informationsaustausch über wissenschaftliche Veranstaltungen maßgeschneiderte Internetplattform entstanden. Jeder, einschließlich der wissenschaftlich interessierten Öffentlichkeit, kann alle Ankündigungen nach verschiedenen Kriterien gefiltert abrufen. Die Internetplattform bietet auch Schnittstellen an, um relevante Vorträge zu einmal ausgewählten Suchkriterien und persönlichen Interessen automatisch vorzusortieren und regelmäßig strukturierte Benachrichtigungen per RSS-feed, iCal-Kalenderabonnement oder über andere Datenkanäle zu erhalten. Der Dresden Science Calendar ergänzt damit die bestehenden Ankündigungssysteme der einzelnen Institute, aus welchen die Informationen automatisch synchronisiert werden. www. wissenschaft.dresden.de/calendar
Kurz und knapp stellt sich Dresden im Stadt-Atlas vor. Er enthält Straßen- und Wegekarten und Informationen zum öffentlichen Nahverkehr. Er gibt Auskunft, wo sich öffentliche und kulturelle Einrichtungen, Fußgängerzonen, öffentliche Toiletten, Einbahnstraßen, Parkplätze und Taxi-Standorte befinden. Darüber hinaus empfiehlt der Stadt-Atlas mit Text, Karte und 3D-Ansicht einen Stadtrundgang durch die Altstadt und die Neustadt von Dresden. Ein weiterer Teil des Stadt-Atlasses befasst sich mit 20 Jahren Kommunalentwicklung. Daten, Karten und Statistiken beschreiben die Entwicklung, zum Beispiel von Wohnungsbau, Verkehrsprojekten, Natur- und Denkmalschutz. Alte und neue Luftbilder werden gegenübergestellt. Die Broschüre im A4-Format umfasst 98 Seiten und kostet 5,35 Euro. Sie ist erhältlich in ausgewählten Buchhandlungen und im Kundenservice des Städtischen Vermessungsamtes, World Trade Center, Ammonstraße 74, 2. OG, Zimmer 2852, Telefon 4 88 41 38 oder 4 88 41 16, Fax 4 88 39 64, E-Mail vermessungsamt-ks@dresden.de. Öffnungszeiten: Montag und Freitag von 9 bis 12 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 9 bis 18 Uhr. www.dresden.de/online-shop.
Die sächsische Justiz versteigert beschlagnahmte oder gepfändete Gegenstände auch via Internet. Sachsens Justizminister Martens (FDP) verspricht sich dadurch „bessere Verkaufschancen und höhere Erlöse im Interesse von Gläubigern und Schuldnern“. Sachsen nutzt zusammen mit anderen Bundesländern eine extra dafür eingerichtete Internetplattform, die rund um die Uhr von Interessenten zu erreichen ist, unter www.justiz-auktion.de
Im Naturschutzgebiet Sächsische Schweiz dürfen Klettersportler die Felsen erklimmen. Der Landtag passte dafür das Landesumweltrecht an das neue Bundesrecht unter Beibehaltung landesrechtlicher Regelungen an. „So wäre es zum Beispiel nach dem Bundesnaturschutzgesetz verboten, in der Sächsischen Schweiz Klettersport zu betreiben“, so Umweltminister Frank Kupfer (CDU). „Das Felsklettern in der Sächsischen Schweiz hat eine lange Tradition. Die Sportverbände arbeiten aktiv im Naturschutz mit und betreiben ihren Sport sehr verantwortungsvoll“, erklärt der Minister, weshalb Sachsen mit der Gesetzesanpassung das Verbot umging.
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