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Bahnbrechender Ansatz bei Alzheimer-Therapie

25. April. 2008
25.April 2008

Ein Enzym gehört zu den wichtigsten Auslösern von Alzheimer. Es ist die Krankheit, bei der die Nervenzellen mehr und mehr ihre Funktionsfähigkeit verlieren. Stoffe, die das Enzym hemmen, gibt es bereits. Doch breit gestreut, bleiben sie eher wirkungslos. Dresdner Wissenschaftler um Hans-Joachim Knölker von der TU Dresden und Kai Simons, einer der Gründer des Max-Planck-Institus für molekulare Zellbiologie in Dresden, beschreiben jetzt im Wissenschaftsmagazin Science vom 25. April einen bahnbrechenden Ansatz zur Behandlung von Alzheimer. Mit sogenannten Lipid-Rafts schaffen sie es, die Hemmstoffe direkt an den Ort zu bringen, wo das Enzym ß-Sekretase wirkt.

Raft ist das englische Wort für Floß. Das Bild steht für einige Lipidsorten in der Zellmembran, die sich grüppchenweise anordnen. Jede Zelle ist von einem Mantel  umgeben, den man sich wie flüssige Butter vorstellen kann. Er besteht aus vielen verschiedenen Fettmolekülen. Einige sind besonders dicht zusammengepackt, eben wie die Baumstämme zu einem Floß. Professor Kai Simons kreierte das Bild und erforschte die Wirkungsweise der Lipid-Flöße, die nämlich wie Transporter in der Zellmembran funktionieren. Sie schleusen lebenswichtige Bausteine, aber auch krankmachende Viren in die Zelle ein.

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An der Erkenntnis knüpften die Dresdner Forscher an. Sie statteten ß-Sekretase-Hemmer mit einem Membrananker aus, wodurch sich der Wirkstoff  an die Lipid-Flöße anhängen kann und mit ihnen im Schlepptau in die Zelle gelangt. An den Ort, wo das Enzym bei Alzheimer-Patienten zerstörerisch wirkt. Es zerschneidet nämlich das Membranprotein APP (ß-Amyloid-Precursor-Protein),  das sich flächenhaft im Gehirn ablagert. Man spricht auch von Plaque. Im Labor von Professor Knölker am Institut für Organische Chemie wurde das Enzym mit Membrananker durch Festphasen-Peptidsynthese hergestellt.

„Erste Experimente haben sofort gezeigt, dass die modifizierten Hemmer um ein Vielfaches  effektiver sind als die löslichen, bisher auf dem Markt erhältlichen – und dies sowohl in Zellkulturen als auch in lebenden Organismen“, so Professor Knölker. Das heißt, im Versuch mit menschlichen Zellen im Reagenzglas, aber auch bei lebenden Mäusen funktionierte der Hemmer perfekt.  Die Bildung von ß-Amyloid konnte in nur vier Stunden auf die Hälfte reduziert werden. Doch der Wirkstoff musste dafür ins Gehirn gespritzt werden. Mit implantierten Mikropumpen sei dies auch beim Menschen möglich, doch nicht unbedingt die günstigste Verabreichungsmethode.

Die beiden Dresdner Wissenschaftler, die die Firma JADO Technologies gründeten, streben die rasche Entwicklung von Medikamenten an.  Das weckt große Hoffnungen bei Alzheimer-Patienten. Doch fünf bis zehn Jahre würden die Forschung und die vielen klinischen Test noch dauern.

 

(Brigitte Holland)

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Neue Direktfluglinie Dresden – Hamburg

Hamburg und Dresden  rücken enger zusammen, dank einer neuen Direktfluglinie. Die Bremer Regionalfluggesellschaft OLT Express Germany bedient die Strecke mit täglichen Flügen. Montag und Freitag heben die 50sitzigen Propellermaschinen vom Typ Saab 2000 sogar dreimal in Dresden und Hamburg  ab. Die Flugzeit beträgt 60 Minuten. Obwohl Dresden und Hamburg bereits seit über 20 Jahren Partnerstädte sind, waren sie bisher nicht im Direktflug erreichbar. Als Eröffnungsangebot ist der Hin- und Rückflug 199 Euro pro Person buchbar. www.oltexpress.de

Heiraten im Kulturrathaus

Brautpaare, die gern im Dresdner Barockviertel heiraten möchten, können sich ab Juni im Kulturrathaus, Königstraße 15, das Ja-Wort geben. Ihnen steht für die Eheschließung der Fritz-Löffler-Saal mit seiner historischen Holzbalkendecke zur Verfügung. Er bietet bis zu 144 Gästen Platz und verfügt über eine wunderbare Akustik. Für die musikalische Umrahmung kann der vorhandene Flügel genutzt werden. Von Mai bis Oktober immer samstags von 9 bis 13 Uhr können künftig im Kulturrathaus Ehen geschlossen werden. Die Termine vergibt das Standesamt Dresden, Goetheallee 55.  www.dresden.de/heiraten

Zum Geburtstag freier Eintritt in die Kunstsammlungen

Wer Geburtstag hat, bekommt üblicherweise Geschenke. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) beschenken seit diesem Jahr ihre Besucher an deren jeweiligem Geburtstag mit freiem Eintritt. „Geburtstagskinder“ jeden Alters legen an der Kasse ihren Personalausweis vor und erhalten an dem Tag freien Eintritt in alle Museen der SKD an den Standorten Dresden, Leipzig und Herrnhut. Diese Regelung gilt auch für das Historische Grüne Gewölbe und sämtliche Sonderausstellungen.

Online-Kalender der Dresdner Wissenschaft

Immer auf dem neuesten Stand der Wissenschaft zu sein, heißt auch, zu wissen, woran die Forscher arbeiten. Mit dem Start des Dresden Science Calendar werden alle wissenschaftlichen Veranstaltungen im Raum Dresden auf einen Blick zugänglich gemacht. Im Rahmen des Wissenschaftsnetzwerkes DRESDEN-concept und in Kooperation mit der Stadt  und der Sandstein Neue Medien GmbH ist eine für den Informationsaustausch über wissenschaftliche Veranstaltungen maßgeschneiderte Internetplattform entstanden. Jeder, einschließlich der wissenschaftlich interessierten Öffentlichkeit, kann alle Ankündigungen nach verschiedenen Kriterien gefiltert abrufen. Die Internetplattform bietet auch Schnittstellen an, um relevante Vorträge zu einmal ausgewählten Suchkriterien und persönlichen Interessen automatisch vorzusortieren und regelmäßig strukturierte Benachrichtigungen per RSS-feed, iCal-Kalenderabonnement oder über andere Datenkanäle zu erhalten. Der Dresden Science Calendar ergänzt damit die bestehenden Ankündigungssysteme der einzelnen Institute, aus welchen die Informationen automatisch synchronisiert werden. www. wissenschaft.dresden.de/calendar

Dresdner Stadt-Atlas

Kurz und knapp stellt sich Dresden im Stadt-Atlas vor. Er enthält Straßen- und Wegekarten und Informationen zum öffentlichen Nahverkehr. Er gibt Auskunft, wo sich öffentliche und kulturelle Einrichtungen, Fußgängerzonen, öffentliche Toiletten, Einbahnstraßen, Parkplätze und Taxi-Standorte befinden. Darüber hinaus empfiehlt der Stadt-Atlas mit Text, Karte und 3D-Ansicht einen Stadtrundgang durch die Altstadt und die Neustadt von Dresden. Ein weiterer Teil des Stadt-Atlasses befasst sich mit 20 Jahren Kommunalentwicklung. Daten, Karten und Statistiken beschreiben die Entwicklung, zum Beispiel von Wohnungsbau, Verkehrsprojekten, Natur- und Denkmalschutz. Alte und neue Luftbilder werden gegenübergestellt. Die Broschüre im A4-Format umfasst 98 Seiten und kostet 5,35 Euro. Sie ist erhältlich in ausgewählten Buchhandlungen und im Kundenservice des Städtischen Vermessungsamtes, World Trade Center, Ammonstraße 74, 2. OG, Zimmer 2852, Telefon 4 88 41 38 oder 4 88 41 16, Fax 4 88 39 64, E-Mail vermessungsamt-ks@dresden.de. Öffnungszeiten: Montag und Freitag von 9 bis 12 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 9 bis 18 Uhr.  www.dresden.de/online-shop.

Justiz-Auktion im Internet

Die sächsische Justiz versteigert beschlagnahmte oder gepfändete Gegenstände auch via Internet. Sachsens Justizminister Martens (FDP) verspricht sich dadurch „bessere Verkaufschancen und höhere Erlöse im Interesse von Gläubigern und Schuldnern“. Sachsen nutzt zusammen mit anderen Bundesländern eine extra dafür eingerichtete Internetplattform, die rund um die Uhr von Interessenten zu erreichen ist, unter www.justiz-auktion.de

 

Klettern in der Sächsischen Schweiz weiter erlaubt

Im Naturschutzgebiet Sächsische Schweiz dürfen Klettersportler die Felsen erklimmen. Der Landtag passte dafür das Landesumweltrecht an das neue Bundesrecht unter Beibehaltung landesrechtlicher Regelungen an. „So wäre es zum Beispiel nach dem Bundesnaturschutzgesetz verboten, in der Sächsischen Schweiz Klettersport zu betreiben“, so Umweltminister Frank Kupfer (CDU). „Das Felsklettern in der Sächsischen Schweiz hat eine lange Tradition. Die Sportverbände arbeiten aktiv im Naturschutz mit und betreiben ihren Sport sehr verantwortungsvoll“, erklärt der Minister, weshalb Sachsen mit der Gesetzesanpassung das Verbot umging.

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