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Der Protest von Naturschützern zeigt Wirkung. Die zehn Kugelahorne auf dem Altmarkt, die aus rein ästhetischen Gesichtspunkten gefällt werden sollten, werden nun doch nicht angetastet. Sie bleiben stehen, entschied jetzt Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) auf der Grundlage eines Gutachtens: „Wenn die Bäume noch eine Lebenserwartung von bis zu 20 Jahren haben, wäre es fahrlässig, sie zu fällen.“ Mit dieser Argumentation hatten die Grünen seit Monaten um die Bäume gekämpft, u. a. Protestbriefe um die Stämme der Todeskandidaten gebunden.
Der Hamburger Landschaftsarchitekt Hinnerk Wehberg, der im Auftrag der Stadt die Neugestaltung des Altmarktes konzipierte, hatte die 30 Jahre alten Bäume vor den Häusern an der Ostseite des Platzes in seinem Entwurf schon lange liquidiert. Kastenförmig geschnittene Platanen würden nach seiner Auffassung besser vor die Häuserfront passen und das lichtere Blattwerk dieser Gewächse die Sicht vom Platz auf die Geschäfte freihalten. Wäre die Stadt seinem Vorschlag in diesem Winter gefolgt, hätte sie übrigens eklatant gegen die eigene Gehölzschatzung verstoßen. Denn noch gilt die alte und damit stehen Bäume mit einem Stammumfang von 30 Zentimetern unter Schutz.
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Nicht nur die Grünen sprachen von einem geplanten Schildbürgerstreich. Aus rein gestalterischen Gründen, die einzigen Bäume am Altmarkt zu fällen und an gleicher Stelle neue zu pflanzen, hieße sinnlos städtisches Geld zu verplempern. Mit Genugtuung nahm deshalb die Stadtratsfraktion der Grünen die Entscheidung der Oberbürgermeisterin auf. „Die Stadtchefin entsprach damit unserem Antrag vom 1. Dezember 2008, der den Erhalt der Bäume forderte und Fällungen aus rein gestalterischen Gründen als ökologisch und wirtschaftlich nicht vertretbar ablehnte“, so die umweltpolitische Sprecherin Elke Zimmermann. Sie freue sich, dass die Vernunft über den bürokratischen Ehrgeiz gesiegt hat.
Doch wieder musste erst ein externes Gutachten her, um den Gesundheitszustand der Bäume eindeutig festzustellen und dem klaren Menschenverstand zur Geltung zu verhelfen. Nun ist es geschafft. Die Oberbürgermeisterin nimmt die Rettung der 10 Kugelahorne am Altmarkt zum Anlass, um allgemein zu erklären: „Für uns alle ist es wichtig, dass Dresdens Innenstadt auch durch Bäume und Pflanzen grüner und belebter wird. Dies müssen wir auch künftig bei der Gestaltung von Straßen und Plätzen wieder stärker beachten“. Und zum Beweis, dass diese Aussage nicht nur ein Lippenbekenntnis ist, weist Helma Orosz auf die bereits vom Stadtrat beschlossene Geldverteilung aus dem Konjunkturpaket II. Danach werden zusätzlich 100 000 Euro für die Begrünung der Innenstadt eingesetzt.
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Hamburg und Dresden rücken enger zusammen, dank einer neuen Direktfluglinie. Die Bremer Regionalfluggesellschaft OLT Express Germany bedient die Strecke mit täglichen Flügen. Montag und Freitag heben die 50sitzigen Propellermaschinen vom Typ Saab 2000 sogar dreimal in Dresden und Hamburg ab. Die Flugzeit beträgt 60 Minuten. Obwohl Dresden und Hamburg bereits seit über 20 Jahren Partnerstädte sind, waren sie bisher nicht im Direktflug erreichbar. Als Eröffnungsangebot ist der Hin- und Rückflug 199 Euro pro Person buchbar. www.oltexpress.de
Brautpaare, die gern im Dresdner Barockviertel heiraten möchten, können sich ab Juni im Kulturrathaus, Königstraße 15, das Ja-Wort geben. Ihnen steht für die Eheschließung der Fritz-Löffler-Saal mit seiner historischen Holzbalkendecke zur Verfügung. Er bietet bis zu 144 Gästen Platz und verfügt über eine wunderbare Akustik. Für die musikalische Umrahmung kann der vorhandene Flügel genutzt werden. Von Mai bis Oktober immer samstags von 9 bis 13 Uhr können künftig im Kulturrathaus Ehen geschlossen werden. Die Termine vergibt das Standesamt Dresden, Goetheallee 55. www.dresden.de/heiraten
Wer Geburtstag hat, bekommt üblicherweise Geschenke. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) beschenken seit diesem Jahr ihre Besucher an deren jeweiligem Geburtstag mit freiem Eintritt. „Geburtstagskinder“ jeden Alters legen an der Kasse ihren Personalausweis vor und erhalten an dem Tag freien Eintritt in alle Museen der SKD an den Standorten Dresden, Leipzig und Herrnhut. Diese Regelung gilt auch für das Historische Grüne Gewölbe und sämtliche Sonderausstellungen.
Immer auf dem neuesten Stand der Wissenschaft zu sein, heißt auch, zu wissen, woran die Forscher arbeiten. Mit dem Start des Dresden Science Calendar werden alle wissenschaftlichen Veranstaltungen im Raum Dresden auf einen Blick zugänglich gemacht. Im Rahmen des Wissenschaftsnetzwerkes DRESDEN-concept und in Kooperation mit der Stadt und der Sandstein Neue Medien GmbH ist eine für den Informationsaustausch über wissenschaftliche Veranstaltungen maßgeschneiderte Internetplattform entstanden. Jeder, einschließlich der wissenschaftlich interessierten Öffentlichkeit, kann alle Ankündigungen nach verschiedenen Kriterien gefiltert abrufen. Die Internetplattform bietet auch Schnittstellen an, um relevante Vorträge zu einmal ausgewählten Suchkriterien und persönlichen Interessen automatisch vorzusortieren und regelmäßig strukturierte Benachrichtigungen per RSS-feed, iCal-Kalenderabonnement oder über andere Datenkanäle zu erhalten. Der Dresden Science Calendar ergänzt damit die bestehenden Ankündigungssysteme der einzelnen Institute, aus welchen die Informationen automatisch synchronisiert werden. www. wissenschaft.dresden.de/calendar
Kurz und knapp stellt sich Dresden im Stadt-Atlas vor. Er enthält Straßen- und Wegekarten und Informationen zum öffentlichen Nahverkehr. Er gibt Auskunft, wo sich öffentliche und kulturelle Einrichtungen, Fußgängerzonen, öffentliche Toiletten, Einbahnstraßen, Parkplätze und Taxi-Standorte befinden. Darüber hinaus empfiehlt der Stadt-Atlas mit Text, Karte und 3D-Ansicht einen Stadtrundgang durch die Altstadt und die Neustadt von Dresden. Ein weiterer Teil des Stadt-Atlasses befasst sich mit 20 Jahren Kommunalentwicklung. Daten, Karten und Statistiken beschreiben die Entwicklung, zum Beispiel von Wohnungsbau, Verkehrsprojekten, Natur- und Denkmalschutz. Alte und neue Luftbilder werden gegenübergestellt. Die Broschüre im A4-Format umfasst 98 Seiten und kostet 5,35 Euro. Sie ist erhältlich in ausgewählten Buchhandlungen und im Kundenservice des Städtischen Vermessungsamtes, World Trade Center, Ammonstraße 74, 2. OG, Zimmer 2852, Telefon 4 88 41 38 oder 4 88 41 16, Fax 4 88 39 64, E-Mail vermessungsamt-ks@dresden.de. Öffnungszeiten: Montag und Freitag von 9 bis 12 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 9 bis 18 Uhr. www.dresden.de/online-shop.
Die sächsische Justiz versteigert beschlagnahmte oder gepfändete Gegenstände auch via Internet. Sachsens Justizminister Martens (FDP) verspricht sich dadurch „bessere Verkaufschancen und höhere Erlöse im Interesse von Gläubigern und Schuldnern“. Sachsen nutzt zusammen mit anderen Bundesländern eine extra dafür eingerichtete Internetplattform, die rund um die Uhr von Interessenten zu erreichen ist, unter www.justiz-auktion.de
Im Naturschutzgebiet Sächsische Schweiz dürfen Klettersportler die Felsen erklimmen. Der Landtag passte dafür das Landesumweltrecht an das neue Bundesrecht unter Beibehaltung landesrechtlicher Regelungen an. „So wäre es zum Beispiel nach dem Bundesnaturschutzgesetz verboten, in der Sächsischen Schweiz Klettersport zu betreiben“, so Umweltminister Frank Kupfer (CDU). „Das Felsklettern in der Sächsischen Schweiz hat eine lange Tradition. Die Sportverbände arbeiten aktiv im Naturschutz mit und betreiben ihren Sport sehr verantwortungsvoll“, erklärt der Minister, weshalb Sachsen mit der Gesetzesanpassung das Verbot umging.
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