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Altstadt Ende 2008 vor Hochwasser sicher

21. April. 2008
21.April 2008

Dresden meldet im August 2002 Land unter. Die Altstadt steht unter Wasser. Im Hauptbahnhof kann man nur noch gondeln. Und im gefluteten Zwinger sind die Kunstschätze bedroht. Damit sich die Bilder nicht wiederholen, arbeitet die Stadt seit 2005 am Hochwasserschutz. „Ende des Jahres ist die Altstadt sicher“, verkündete heute Wirtschaftsbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) am Elbufer in Höhe des Kongresszentrums. Im zweiten Abschnitt der Schutzlinie laufen die Bauarbeiten auf Hochtouren.

Zur Untergrundabdichtung erhält das Kongresszentrum eine sechs Meter tiefe unterirdische Wand aus Betonpfählen, die allerdings nur knapp einen Meter aus dem Erdreich herausragt und zum besseren Anblick mit Sandstein verkleidet wird. Und hinter dem Kongresszentrum wird in den Hang unter der Devrientstraße gerade ein Hohlraum vorgetrieben, der ein 20 Meter langes und drei Meter hohes Stahltor aufnehmen soll. „Bei Bedarf wird das Tor aus der Kammer – man könnte auch Garage sagen - über die Straße bis zur Mauer am Kongresszentrum gezogen“, erklärt Umweltamtsleiter Christian Korndörfer. Damit könne das Wasser, das sich zwischen dem höher liegenden Kongresszentrum und der Marienbrücke über die Hintertür einen Weg in die Innenstadt sucht, draußen gehalten werden.

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Direkt an der Elbe sind die alten Mauern vor dem Kongresszentrum, dem Landtag und der Semperoper  bis zum Basteischlösschen bereits ertüchtigt und mit einer neuen Betonmauer um knapp einen Meter erhöht. Bis Juni wird sie noch mit Sandsteinen verkleidet und mit Halterungen für  mobile Dammbalken bestückt. Das heißt, bei einer Jahrhundertflut könnte diese neue Mauer, die insbesondere den Landtag und die Semperoper schützt, nochmals um 30 Zentimeter wachsen. Und ein 1,50 Meter hohes Stahltor, zwischen Basteischlösschen und Italienischem Dörfchen eingeschoben, würde den Wasserzulauf über das Terrassenufer zum Opernplatz abriegeln. Die Betonschiene dafür ist bereits quer über die Straße verlegt. Sie bildet den Abschluss der teilweise sogar neun Meter tiefen unsichtbaren Untergrundsperre.

Der erste Abschnitt des neuen Hochwasserschutzes für die Altstadt ist bereits fertig. Dafür wurde zwischen dem Hasenberg und der Augustusbrücke das Mauerwerk der alten Befestigungsanlage unter der Brühlschen Terrasse abgedichtet. Und in der Münzgasse  und Brühlschen Gasse Vorrichtungen für eine mobile Schutzwand eingelassen.

36 Stunden habe die Stadt Zeit, um die mobilen Systeme herauszufahren beziehungsweise aufzubauen, erklärt Christian Korndörfer. So werde es im Juni schon mal einen Probeaufbau der mobilen Elemente auf der Mauer zwischen Basteischlösschen und Kongresszentrum geben. Das gewaltige Stahltor hinter dem Kongresszentrum werde man aber erst Ende 2009 herausfahren und damit die ganze Innenstadt vor einem Jahrhunderthochwasser schützen können.

Die Stadt baut im Auftrag der Landestalsperrenverwaltung des Freistaates, der sich mit 12 Millionen Euro den Hochwasserschutz am Dresdner Elbufer einiges kosten lässt.  Die Stadt selbst investiert nochmals die gleiche Summe in den Hochwasserschutz an der Weißeritz und am Kaitzbach. Denn beide Gewässer gerieten im August 2002 zuerst außer Rand und Band.

(Maja Scholz)

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Neue Direktfluglinie Dresden – Hamburg

Hamburg und Dresden  rücken enger zusammen, dank einer neuen Direktfluglinie. Die Bremer Regionalfluggesellschaft OLT Express Germany bedient die Strecke mit täglichen Flügen. Montag und Freitag heben die 50sitzigen Propellermaschinen vom Typ Saab 2000 sogar dreimal in Dresden und Hamburg  ab. Die Flugzeit beträgt 60 Minuten. Obwohl Dresden und Hamburg bereits seit über 20 Jahren Partnerstädte sind, waren sie bisher nicht im Direktflug erreichbar. Als Eröffnungsangebot ist der Hin- und Rückflug 199 Euro pro Person buchbar. www.oltexpress.de

Heiraten im Kulturrathaus

Brautpaare, die gern im Dresdner Barockviertel heiraten möchten, können sich ab Juni im Kulturrathaus, Königstraße 15, das Ja-Wort geben. Ihnen steht für die Eheschließung der Fritz-Löffler-Saal mit seiner historischen Holzbalkendecke zur Verfügung. Er bietet bis zu 144 Gästen Platz und verfügt über eine wunderbare Akustik. Für die musikalische Umrahmung kann der vorhandene Flügel genutzt werden. Von Mai bis Oktober immer samstags von 9 bis 13 Uhr können künftig im Kulturrathaus Ehen geschlossen werden. Die Termine vergibt das Standesamt Dresden, Goetheallee 55.  www.dresden.de/heiraten

Zum Geburtstag freier Eintritt in die Kunstsammlungen

Wer Geburtstag hat, bekommt üblicherweise Geschenke. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) beschenken seit diesem Jahr ihre Besucher an deren jeweiligem Geburtstag mit freiem Eintritt. „Geburtstagskinder“ jeden Alters legen an der Kasse ihren Personalausweis vor und erhalten an dem Tag freien Eintritt in alle Museen der SKD an den Standorten Dresden, Leipzig und Herrnhut. Diese Regelung gilt auch für das Historische Grüne Gewölbe und sämtliche Sonderausstellungen.

Online-Kalender der Dresdner Wissenschaft

Immer auf dem neuesten Stand der Wissenschaft zu sein, heißt auch, zu wissen, woran die Forscher arbeiten. Mit dem Start des Dresden Science Calendar werden alle wissenschaftlichen Veranstaltungen im Raum Dresden auf einen Blick zugänglich gemacht. Im Rahmen des Wissenschaftsnetzwerkes DRESDEN-concept und in Kooperation mit der Stadt  und der Sandstein Neue Medien GmbH ist eine für den Informationsaustausch über wissenschaftliche Veranstaltungen maßgeschneiderte Internetplattform entstanden. Jeder, einschließlich der wissenschaftlich interessierten Öffentlichkeit, kann alle Ankündigungen nach verschiedenen Kriterien gefiltert abrufen. Die Internetplattform bietet auch Schnittstellen an, um relevante Vorträge zu einmal ausgewählten Suchkriterien und persönlichen Interessen automatisch vorzusortieren und regelmäßig strukturierte Benachrichtigungen per RSS-feed, iCal-Kalenderabonnement oder über andere Datenkanäle zu erhalten. Der Dresden Science Calendar ergänzt damit die bestehenden Ankündigungssysteme der einzelnen Institute, aus welchen die Informationen automatisch synchronisiert werden. www. wissenschaft.dresden.de/calendar

Dresdner Stadt-Atlas

Kurz und knapp stellt sich Dresden im Stadt-Atlas vor. Er enthält Straßen- und Wegekarten und Informationen zum öffentlichen Nahverkehr. Er gibt Auskunft, wo sich öffentliche und kulturelle Einrichtungen, Fußgängerzonen, öffentliche Toiletten, Einbahnstraßen, Parkplätze und Taxi-Standorte befinden. Darüber hinaus empfiehlt der Stadt-Atlas mit Text, Karte und 3D-Ansicht einen Stadtrundgang durch die Altstadt und die Neustadt von Dresden. Ein weiterer Teil des Stadt-Atlasses befasst sich mit 20 Jahren Kommunalentwicklung. Daten, Karten und Statistiken beschreiben die Entwicklung, zum Beispiel von Wohnungsbau, Verkehrsprojekten, Natur- und Denkmalschutz. Alte und neue Luftbilder werden gegenübergestellt. Die Broschüre im A4-Format umfasst 98 Seiten und kostet 5,35 Euro. Sie ist erhältlich in ausgewählten Buchhandlungen und im Kundenservice des Städtischen Vermessungsamtes, World Trade Center, Ammonstraße 74, 2. OG, Zimmer 2852, Telefon 4 88 41 38 oder 4 88 41 16, Fax 4 88 39 64, E-Mail vermessungsamt-ks@dresden.de. Öffnungszeiten: Montag und Freitag von 9 bis 12 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 9 bis 18 Uhr.  www.dresden.de/online-shop.

Justiz-Auktion im Internet

Die sächsische Justiz versteigert beschlagnahmte oder gepfändete Gegenstände auch via Internet. Sachsens Justizminister Martens (FDP) verspricht sich dadurch „bessere Verkaufschancen und höhere Erlöse im Interesse von Gläubigern und Schuldnern“. Sachsen nutzt zusammen mit anderen Bundesländern eine extra dafür eingerichtete Internetplattform, die rund um die Uhr von Interessenten zu erreichen ist, unter www.justiz-auktion.de

 

Klettern in der Sächsischen Schweiz weiter erlaubt

Im Naturschutzgebiet Sächsische Schweiz dürfen Klettersportler die Felsen erklimmen. Der Landtag passte dafür das Landesumweltrecht an das neue Bundesrecht unter Beibehaltung landesrechtlicher Regelungen an. „So wäre es zum Beispiel nach dem Bundesnaturschutzgesetz verboten, in der Sächsischen Schweiz Klettersport zu betreiben“, so Umweltminister Frank Kupfer (CDU). „Das Felsklettern in der Sächsischen Schweiz hat eine lange Tradition. Die Sportverbände arbeiten aktiv im Naturschutz mit und betreiben ihren Sport sehr verantwortungsvoll“, erklärt der Minister, weshalb Sachsen mit der Gesetzesanpassung das Verbot umging.

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