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Dynamo. Stadtrat Jens Hoffsommer (Grüne) kann den Namen des Dresdner Fußball-Vereins nicht mehr hören. Alle drei Monate eine Krise. Alle drei Monate Thema im Stadtrat. Erst im März hatte der Stadtrat dem Verein mit einem weiteren Zuschuss von 700000 Euro für die jährliche Stadionmiete unter die Arme gegriffen, aber auch Einsparungen gefordert. Nach dem Katz-und-Maus-Spiel um die Berufung eines zweiten Geschäftsführers reicht es der CDU-Fraktion jetzt. Die Christdemokraten pochen nun auf „wirtschaftliche Strukturen“. Im Klartext heißt das, die Profifußball-Mannschaft soll aus dem Verein ausgegliedert und wie eine GmbH geführt werden.
So direkt steht das im Antrag der CDU-Fraktion für die heutige aktuelle Stunde im Stadtrat nicht drin. Allerdings laufen die Äußerungen der CDU-Sportpolitikerin Anke Wagner darauf hinaus: „Dynamo ist wie eine Black-Box. Wir wollen kein weiteres Geld in chaotische Strukturen stecken“. Nach diversen Rücktritten verpasste sich der Verein tatsächlich das Image eines Chaos-Clubs. Der Aufsichtsrat musste wegen des Debakels um den zweiten Geschäftsführer abdanken. Denn obwohl die Stadt die Zahlung des erneuten Mietzuschusses an die Einsparung der Stelle gekoppelt hat, unterschrieb der Aufsichtsratschef den Vertrag mit einem zweiten Geschäftsführer. Der Schritt musste die Stadt brüskieren.
Doch offensichtlich ging einfach das Pokern schief, den wohl nicht genehmen ersten Geschäftsführer Stefan Bohne loszuwerden und den neuen als ersten und einzigen zu installieren. Das Macht- und Intrigenspiel missglückte. Der Verein steht plötzlich kopflos da. Ein amtierender Geschäftsführer und Not-Aufsichtsrat halten ihn über Wasser. Das ohnehin angeknackste Vertrauen zwischen Dynamo und Stadtspitze ist hin. In der Notsituation kommt der Fußball-Flüsterer, Reiner Calmund, ins Spiel. Nach eigenen Angaben will der Ex-Manager des Bundesligisten Bayer Leverkusen den krisengeschüttelten Dresdner Fußballclub ehrenamtlich beraten, damit ein Neuanfang gelingt.
Die CDU-Fraktion deutet schon mal an, was ihr vorschwebt. Doch die indirekte Wegweisung zur SpielbetriebsGmbH geht vorerst ins Leere. Linke, Grüne, SPD, FDP und Bürgerfraktion verwiesen den CDU-Antrag in die Fachausschüsse. Insofern ist auch die Androhung im ersten Punkt des Antrages, möglicherweise den Mietzuschuss in Höhe von 700000 Euro zu stoppen, vom Tisch. Punkt zwei, die Neuverhandlung der Stadionverträge bis zum Herbst auszusetzen, ist mit der Überweisung des Antrages auch kein Thema mehr.
„Das Problem sind doch die Stadionverträge, die dem Drittligisten eine zu hohe Miete abverlangen“, waren Thomas Blümel (SPD) die Vorstellungen der Christdemokraten völlig unverständlich. In gleicher Weise äußerte sich Jens Hoffsommer: „Wir haben im März einen Beschluss gefasst, der für ein Jahr gilt. Die Zeit sollten wir dem Verein geben, seine Probleme in den Griff zu kriegen“, lehnte es der Stadtrat von den Grünen ab, gemeinsam mit der CDU drei Monate nach dem Beschluss die Keule gegen Dynamo zu schwingen. „Neurotische Stümper werden wir immer in einem Verein haben“, kommentierte Babara Lässig (FDP) die Führungskrise bei Dynamo. Dagegen helfe kein politischer Druck. Nach der gültigen Beschlusslage muss Dynamo bis zum Herbst der Stadt ohnehin ein Sanierungskonzept vorlegen.
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Wer Geburtstag hat, bekommt üblicherweise Geschenke. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) beschenken seit diesem Jahr ihre Besucher an deren jeweiligem Geburtstag mit freiem Eintritt. „Geburtstagskinder“ jeden Alters legen an der Kasse ihren Personalausweis vor und erhalten an dem Tag freien Eintritt in alle Museen der SKD an den Standorten Dresden, Leipzig und Herrnhut. Diese Regelung gilt auch für das Historische Grüne Gewölbe und sämtliche Sonderausstellungen.
Immer auf dem neuesten Stand der Wissenschaft zu sein, heißt auch, zu wissen, woran die Forscher arbeiten. Mit dem Start des Dresden Science Calendar werden alle wissenschaftlichen Veranstaltungen im Raum Dresden auf einen Blick zugänglich gemacht. Im Rahmen des Wissenschaftsnetzwerkes DRESDEN-concept und in Kooperation mit der Stadt und der Sandstein Neue Medien GmbH ist eine für den Informationsaustausch über wissenschaftliche Veranstaltungen maßgeschneiderte Internetplattform entstanden. Jeder, einschließlich der wissenschaftlich interessierten Öffentlichkeit, kann alle Ankündigungen nach verschiedenen Kriterien gefiltert abrufen. Die Internetplattform bietet auch Schnittstellen an, um relevante Vorträge zu einmal ausgewählten Suchkriterien und persönlichen Interessen automatisch vorzusortieren und regelmäßig strukturierte Benachrichtigungen per RSS-feed, iCal-Kalenderabonnement oder über andere Datenkanäle zu erhalten. Der Dresden Science Calendar ergänzt damit die bestehenden Ankündigungssysteme der einzelnen Institute, aus welchen die Informationen automatisch synchronisiert werden. www. wissenschaft.dresden.de/calendar
Kurz und knapp stellt sich Dresden im Stadt-Atlas vor. Er enthält Straßen- und Wegekarten und Informationen zum öffentlichen Nahverkehr. Er gibt Auskunft, wo sich öffentliche und kulturelle Einrichtungen, Fußgängerzonen, öffentliche Toiletten, Einbahnstraßen, Parkplätze und Taxi-Standorte befinden. Darüber hinaus empfiehlt der Stadt-Atlas mit Text, Karte und 3D-Ansicht einen Stadtrundgang durch die Altstadt und die Neustadt von Dresden. Ein weiterer Teil des Stadt-Atlasses befasst sich mit 20 Jahren Kommunalentwicklung. Daten, Karten und Statistiken beschreiben die Entwicklung, zum Beispiel von Wohnungsbau, Verkehrsprojekten, Natur- und Denkmalschutz. Alte und neue Luftbilder werden gegenübergestellt. Die Broschüre im A4-Format umfasst 98 Seiten und kostet 5,35 Euro. Sie ist erhältlich in ausgewählten Buchhandlungen und im Kundenservice des Städtischen Vermessungsamtes, World Trade Center, Ammonstraße 74, 2. OG, Zimmer 2852, Telefon 4 88 41 38 oder 4 88 41 16, Fax 4 88 39 64, E-Mail vermessungsamt-ks@dresden.de. Öffnungszeiten: Montag und Freitag von 9 bis 12 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 9 bis 18 Uhr. www.dresden.de/online-shop.
Die sächsische Justiz versteigert beschlagnahmte oder gepfändete Gegenstände auch via Internet. Sachsens Justizminister Martens (FDP) verspricht sich dadurch „bessere Verkaufschancen und höhere Erlöse im Interesse von Gläubigern und Schuldnern“. Sachsen nutzt zusammen mit anderen Bundesländern eine extra dafür eingerichtete Internetplattform, die rund um die Uhr von Interessenten zu erreichen ist, unter www.justiz-auktion.de
Im Naturschutzgebiet Sächsische Schweiz dürfen Klettersportler die Felsen erklimmen. Der Landtag passte dafür das Landesumweltrecht an das neue Bundesrecht unter Beibehaltung landesrechtlicher Regelungen an. „So wäre es zum Beispiel nach dem Bundesnaturschutzgesetz verboten, in der Sächsischen Schweiz Klettersport zu betreiben“, so Umweltminister Frank Kupfer (CDU). „Das Felsklettern in der Sächsischen Schweiz hat eine lange Tradition. Die Sportverbände arbeiten aktiv im Naturschutz mit und betreiben ihren Sport sehr verantwortungsvoll“, erklärt der Minister, weshalb Sachsen mit der Gesetzesanpassung das Verbot umging.
Mit Kompass und Karte unterwegs zu sein, ist die gewohnte Art, Sachsen wandernd zu entdecken. Doch die Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen (TMGS) hält für alle Rucksack-Touristen auch Online-Wanderpläne für die sechs beliebtesten Wanderrouten bereit: den Sächsischen Weinwanderweg, den Malerweg, Oberlausitzer Bergweg, Vogtland Panorama Weg, für die Kammtour Erzgebirge-Vogtland und den Muldentalwanderweg. Alle wichtigen Details vom Streckenverlauf über Schwierigkeitsgrad bis hin zu Rastplätzen und Entfernungen sowie die gps-Daten sind auf den Wanderseiten zu finden. Wofür die TMGS mit dem Freizeit- und Tourismusportal AlpRegio kooperiert. www.sachsen-tourismus.de
Die Stadt Dresden bietet ein interaktives Internetportal zur kulturellen Bildung an: Kinder, Jugendliche und Erwachsene, aber auch Familien und Schulklassen können auf dem Portal nach geeigneten Kursen und Veranstaltungen suchen. Kultureinrichtungen können ihre Angebote selbstständig einpflegen und aktualisieren. Das Portal beruht auf einer Kooperation zwischen dem Kulturamt und der Medien Verlags GmbH. Es wird aus Fördermitteln des Sächsischen Wissenschaftsministeriums und der Stadt finanziert. www.dresdner-kulturelle-bildung.de
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