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Wenn sich am gleichen Ort mindestens sechs Verkehrsunfälle im Jahr aus dem gleichen Grund ereignen, spricht die Polizei von einem Unfallschwerpunkt. 329 solche neuralgischen Punkte gibt es in Dresden. Am meisten kracht es am Albertplatz, im vergangenen Jahr 109 mal (2006: 105). Am Schlesischen Platz erhöhte sich die Zahl der Verkehrsunfälle deutlich auf 94 (2006: 71). Am Pirnaischen Platz stieg die Zahl geringfügig auf 89 (2006: 87) an. Ungenügender Sicherheitsabstand (2.711), Vorfahrtsfehler (1.622) und nicht angepasste Geschwindigkeit (735) gehören nach Aussage der Polizei zu den Hauptursachen. Insgesamt ereigneten sich im vergangenen Jahr 15.714 Unfälle.
Das sind erfreulicher Weise nur 0,6 Prozent mehr als 2006. Doch bedenklich stimmt die Zunahme der Verletzten um 4,3 Prozent auf 2657, darunter sind 160 Kinder. Besonders stark - um mehr als 25 Prozent - stieg die Zahl der Schwerverletzten von 373 auf 472, bei den Senioren sogar um mehr als 60 Prozent von 54 auf 89. Mit 1222 verunglückten Fahrradfahrern, 48 mehr als 2006, arbeitet sich Dresden offensichtlich zur gefährlichsten Stadt für Pedalritter vor.
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Die aktuelle Statistik der Polizei belegt, Dresden braucht dringend ein Verkehrssicherheitskonzept. Doch das legte Baubürgermeister Herbert Feßenmayr (CDU) heute nicht in der Rathauspressekonferenz vor. Er vertröstete auf „eine stufenweise Anmeldung von Sicherheitsprojekten in den kommenden Haushaltsdebatten“. Die Aussage darf man getrost so interpretieren: Mal sehen was nach der Finanzierung von Straßenbauprojekten - darunter die Waldschlösschenbrücke - noch an Geld übrig bleibt.
Um zu zeigen, dass die Stadt doch etwas für die Verkehrssicherheit tut, stellte er die Arbeit der Verkehrsunfallkommission vor. Sie analysiert vor Ort die Gegebenheiten, um die eigentlichen Ursachen von Kollisionen herauszufinden. An der Kreuzung Haydn-/Krenkelstraße fand die Kommission heraus, dass Wertstoffcontainer und parkende Autos die Sicht behinderten, um die Rechts-vor-Links-Regel einhalten zu können. „Wir empfahlen den Containerstellplatz zu verlegen und das Zuparken von Sperrflächen durch bauliche Veränderungen zu verhindern“, erklärt Kommissionsleiterin Martina Gruner. Der Unfallschwerpunkt Oskar-/Wienerstraße konnte entschärft werden, indem durch Einengung der Wiener Straße den Autofahrern klar gemacht wurde, dass sie sich auf der untergeordneten Straße befinden. Und für das sichere Linksabbiegen von der Tännicht- auf die Grundstraße empfahl die Kommission die Installation einer Ampel. „Damit kommen Kinder und Senioren auf dem Weg zur Bushaltestelle auch besser über die Straße“, so Martina Gruner.
Fünfmal tagt die Kommission im Jahr. Da könne man sich höchstens vier Unfallschwerpunkten widmen, baut die Leiterin zu hohen Erwartungen vor. An den Grenzen ihrer Möglichkeiten knüpft schon mal die SPD-Fraktion im Stadtrat an. „Die Kommission leistet wertvolle Arbeit. Die Zahlen zeigen aber, dass die Umsetzung von Verkehrssicherheitsmaßnahmen beschleunigt werden muss“, so Fraktionschef Peter Lames. Die SPD stellte einen entsprechenden Antrag. Mit der bisherigen Antwort von Herbert Feßenmayr zur Umsetzung würden ihm 2,8 Millionen Euro fehlen, geben sich die Sozialdemokraten nicht zufrieden. Sie fordern neue Prioritäten im Straßen- und Tiefbauamt.
Und mit der Untersuchung der gehäuften Unfälle beim Linkseinbiegen von der S 191 auf die Autobahnauffahrt Dresden-Prohlis der A17 scheint die Kommission nicht nur überfordert, sondern auch an der falschen Stelle wirksam zu sein.
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Hamburg und Dresden rücken enger zusammen, dank einer neuen Direktfluglinie. Die Bremer Regionalfluggesellschaft OLT Express Germany bedient die Strecke mit täglichen Flügen. Montag und Freitag heben die 50sitzigen Propellermaschinen vom Typ Saab 2000 sogar dreimal in Dresden und Hamburg ab. Die Flugzeit beträgt 60 Minuten. Obwohl Dresden und Hamburg bereits seit über 20 Jahren Partnerstädte sind, waren sie bisher nicht im Direktflug erreichbar. Als Eröffnungsangebot ist der Hin- und Rückflug 199 Euro pro Person buchbar. www.oltexpress.de
Brautpaare, die gern im Dresdner Barockviertel heiraten möchten, können sich ab Juni im Kulturrathaus, Königstraße 15, das Ja-Wort geben. Ihnen steht für die Eheschließung der Fritz-Löffler-Saal mit seiner historischen Holzbalkendecke zur Verfügung. Er bietet bis zu 144 Gästen Platz und verfügt über eine wunderbare Akustik. Für die musikalische Umrahmung kann der vorhandene Flügel genutzt werden. Von Mai bis Oktober immer samstags von 9 bis 13 Uhr können künftig im Kulturrathaus Ehen geschlossen werden. Die Termine vergibt das Standesamt Dresden, Goetheallee 55. www.dresden.de/heiraten
Wer Geburtstag hat, bekommt üblicherweise Geschenke. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) beschenken seit diesem Jahr ihre Besucher an deren jeweiligem Geburtstag mit freiem Eintritt. „Geburtstagskinder“ jeden Alters legen an der Kasse ihren Personalausweis vor und erhalten an dem Tag freien Eintritt in alle Museen der SKD an den Standorten Dresden, Leipzig und Herrnhut. Diese Regelung gilt auch für das Historische Grüne Gewölbe und sämtliche Sonderausstellungen.
Immer auf dem neuesten Stand der Wissenschaft zu sein, heißt auch, zu wissen, woran die Forscher arbeiten. Mit dem Start des Dresden Science Calendar werden alle wissenschaftlichen Veranstaltungen im Raum Dresden auf einen Blick zugänglich gemacht. Im Rahmen des Wissenschaftsnetzwerkes DRESDEN-concept und in Kooperation mit der Stadt und der Sandstein Neue Medien GmbH ist eine für den Informationsaustausch über wissenschaftliche Veranstaltungen maßgeschneiderte Internetplattform entstanden. Jeder, einschließlich der wissenschaftlich interessierten Öffentlichkeit, kann alle Ankündigungen nach verschiedenen Kriterien gefiltert abrufen. Die Internetplattform bietet auch Schnittstellen an, um relevante Vorträge zu einmal ausgewählten Suchkriterien und persönlichen Interessen automatisch vorzusortieren und regelmäßig strukturierte Benachrichtigungen per RSS-feed, iCal-Kalenderabonnement oder über andere Datenkanäle zu erhalten. Der Dresden Science Calendar ergänzt damit die bestehenden Ankündigungssysteme der einzelnen Institute, aus welchen die Informationen automatisch synchronisiert werden. www. wissenschaft.dresden.de/calendar
Kurz und knapp stellt sich Dresden im Stadt-Atlas vor. Er enthält Straßen- und Wegekarten und Informationen zum öffentlichen Nahverkehr. Er gibt Auskunft, wo sich öffentliche und kulturelle Einrichtungen, Fußgängerzonen, öffentliche Toiletten, Einbahnstraßen, Parkplätze und Taxi-Standorte befinden. Darüber hinaus empfiehlt der Stadt-Atlas mit Text, Karte und 3D-Ansicht einen Stadtrundgang durch die Altstadt und die Neustadt von Dresden. Ein weiterer Teil des Stadt-Atlasses befasst sich mit 20 Jahren Kommunalentwicklung. Daten, Karten und Statistiken beschreiben die Entwicklung, zum Beispiel von Wohnungsbau, Verkehrsprojekten, Natur- und Denkmalschutz. Alte und neue Luftbilder werden gegenübergestellt. Die Broschüre im A4-Format umfasst 98 Seiten und kostet 5,35 Euro. Sie ist erhältlich in ausgewählten Buchhandlungen und im Kundenservice des Städtischen Vermessungsamtes, World Trade Center, Ammonstraße 74, 2. OG, Zimmer 2852, Telefon 4 88 41 38 oder 4 88 41 16, Fax 4 88 39 64, E-Mail vermessungsamt-ks@dresden.de. Öffnungszeiten: Montag und Freitag von 9 bis 12 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 9 bis 18 Uhr. www.dresden.de/online-shop.
Die sächsische Justiz versteigert beschlagnahmte oder gepfändete Gegenstände auch via Internet. Sachsens Justizminister Martens (FDP) verspricht sich dadurch „bessere Verkaufschancen und höhere Erlöse im Interesse von Gläubigern und Schuldnern“. Sachsen nutzt zusammen mit anderen Bundesländern eine extra dafür eingerichtete Internetplattform, die rund um die Uhr von Interessenten zu erreichen ist, unter www.justiz-auktion.de
Im Naturschutzgebiet Sächsische Schweiz dürfen Klettersportler die Felsen erklimmen. Der Landtag passte dafür das Landesumweltrecht an das neue Bundesrecht unter Beibehaltung landesrechtlicher Regelungen an. „So wäre es zum Beispiel nach dem Bundesnaturschutzgesetz verboten, in der Sächsischen Schweiz Klettersport zu betreiben“, so Umweltminister Frank Kupfer (CDU). „Das Felsklettern in der Sächsischen Schweiz hat eine lange Tradition. Die Sportverbände arbeiten aktiv im Naturschutz mit und betreiben ihren Sport sehr verantwortungsvoll“, erklärt der Minister, weshalb Sachsen mit der Gesetzesanpassung das Verbot umging.
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