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Gedämpftes Licht, sphärische Klänge. Der Auftritt eines Nobelautos in der Gläsernen Manufaktur wird inszeniert. Der Star schwebt von unten über einen Lastenaufzug ein. Das Profane verdeckt ein milchglasfarbenes Rondell, das sich im Halbkreis öffnet. Spot an für einen „Phaeton“ V6-TDI, 240 PS und 12 Liter Dieselverbrauch im Stadtverkehr. Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) nahm heute ihr neues Dienstfahrzeug in Empfang. Und sie betonte zugleich, dass jedem Kunden solch ein Schauspiel geboten werde, der in der Gläsernen Manufaktur Dresden ein Auto kauft. In einem grünlichen Hosenanzug gekleidet, passend zum sandfarbenen grünlich schimmernden Autolack, wusste die Oberbürgermeisterin die Inszenierung zu steigern.
Dass eine schöne Frau auch ein schönes Auto braucht, dagegen sprechen sich die Grünen im Stadtrat nicht direkt aus. Sie werfen der Oberbürgermeisterin allerdings „politische Instinktlosigkeit“ vor, weil sie sich nicht gerade für ein klimafreundliches und sparsames Auto entschieden hat. Die Fraktionssprecherin der Bündnisgrünen, Eva Jähnigen, moniert: „Wer in einer Wirtschafts-, Energie- und Finanzkrise eine Protzkarosse anschafft, erweist dem Amt und der Stadt einen Bärendienst. In Zeiten steigender Benzinpreise und knapperen Geldes wirkt es anachronistisch, wenn die Oberbürgermeisterin eines der teuersten und umweltschädlichsten Fahrzeuge fährt“.
Zur Ehrenrettung der früheren sächsischen Sozialministerin muss man sagen, dass sie sich nicht das 450-PS-Modell aussuchte, das mit 348 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer zur Erderwärmung beiträgt. Helma Orosz entschied sich für den kleinsten Phaeton, der 239 Gramm des Klimakillers pro Kilometer in die Luft pustet. Ein Opel-Corsa mit einem CO2-Ausstoß von 119 g/km wäre natürlich der umweltfreundlichste Terminflitzer gewesen, doch wohl unstandesgemäß für die Oberbürgermeisterin einer Halbmillionenstadt.
Helma Orosz verteidigt ihre Wahl: „Dass ich mich für ein Dienstfahrzeug entscheide, das in der Stadt gebaut wird, ist wohl selbstverständlich.“ In der Tat, eine Fiat-Manufaktur gibt es in Dresden nicht. Außerdem sei das Angebot aus der Gläsernen Manufaktur das wirtschaftlichste gewesen. Geschenkt bekommt die Rathauschefin das 65100 Euro und mehr kostende Luxusauto nicht. Die Stadtverwaltung least den Wagen.
Angesichts der Entscheidung der Oberbürgermeisterin fordern die Bündnisgrünen, dass die Dienstwagenflotte in der Stadtverwaltung endlich auf umweltfreundliche Modelle umgestellt wird. Die Zukunft Dresdens läge in der Förderung moderner Umwelttechnologien und nicht in der Kultivierung „barocker“ Industriedenkmäler wie dem „Phaeton“. Noch spricht das Luxusauto Made in Dresden zahlungskräftige Kunden an. „2008 verkauften wir über 6000 Autos“, sagt Pressesprecher Martin Nies. Das seien rund 1000 mehr als im Jahr 2006. Die Nachfrage komme vor allem aus Deutschland, reiche aber bis China und Südkorea. Und jährlich besuchten 120000 Menschen die Gläserne Manufaktur in Dresden. Der Glanz von edlem Lack und der Geruch von Leder fasziniert also nicht nur die Oberbürgermeisterin.
Am 03. Juli. 2010 um 01:07 Uhr
Hallo an alle,
wir fahren selbst phaeton und ich ärgere mich immer über die Kommentare anderer leute in foren die den co2 ausstoß des phaeton kritisieren!! ich bin außerdem ein feind vön zu vorlauten Umweltschützern, der vorstand der grünen wird sicherliich auch keinen umwertfreund fahren, oder?
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Grafiken, die Künstler 1989/1990 und 2009/2010 in der Dresdner Grafikwerkstatt druckten, sind bis zum 30. September in der neuen Ausstellung der „Galerie 2. Stock“ im Rathaus zu sehen. Auch wenn die Themen 20 Jahre Friedliche Revolution und Deutsche Einheit nicht vordergründig verarbeitet worden sind, so sind sie doch als Atmosphäre und „Hintergrundleuchten“ spürbar. Grafiken von Klaus Drechsler, Angela Hampel, Eberhard Havekost, Christiane Just, Maja Nagel, Gudrun Trendafilov und Claus Weidensdorfer sind zu sehen. Seit 1958 werden in der Grafikwerkstatt Dresden, Arbeitsmöglichkeiten für Dresdner Künstler angeboten. Geöffnet ist die „Galerie 2. Stock“ montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.
Mit Kompass und Karte unterwegs zu sein, ist die gewohnte Art, Sachsen wandernd zu entdecken. Jetzt hat die Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen (TMGS) für alle Rucksack-Touristen ein neues Angebot parat: Online-Wanderpläne für die sechs beliebtesten Wanderrouten: Sächsischer Weinwanderweg, Malerweg, Oberlausitzer Bergweg, Vogtland Panorama Weg, Kammtour Erzgebirge-Vogtland und Muldentalwanderweg. Alle wichtigen Details vom Streckenverlauf über Schwierigkeitsgrad bis hin zu Rastplätzen und Entfernungen sowie die gps-Daten sind auf den Wanderseiten zu finden. Wofür die TMGS mit dem Freizeit- und Tourismusportal AlpRegio kooperiert. www.sachsen-tourismus.de
Ab Dezember bekommt Dresden eine Direktflugverbindung mehr. Die Fluggesellschaft easyJet eröffnet am 3. Dezember die Nonstoproute Dresden-Basel. Dreimal wöchentlich - mittwochs, freitags und sonntags - wird vom Flughafen Dresden-Klotzsche der EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg angeflogen. Die neuen Flüge in die Schweiz lassen sich ab 8. Juli buchen unter www.easyJet.com
Aeroflot hat die Flugverbindungen zwischen Dresden und Moskau-Scheremetjewo weiter verbessert. Seit Juni bietet die russische Fluggesellschaft einen zusätzlichen Flug am Mittwoch und damit drei Nonstopflüge pro Woche und Richtung an. Der moderne Airbus A319 mit 116 Plätzen startet um 17.20 Uhr, montags bereits um 16.40 Uhr in Dresden. Die Landung in Moskau erfolgt um 21.55 Uhr bzw. am Montag um 21.15 Uhr. In der russischen Hauptstadt hebt die Maschine um 15 Uhr Ortszeit ab und erreicht Dresden um 15.40 Uhr Ortszeit. Den Hin- und Rückflug kostet inklusive aller Steuern und Gebühren ab 211 Euro. Die Flugzeit beträgt rund zweieinhalb Stunden.
Auch in diesem Jahr will Sachsens Umweltministerium mit Postkarten zur Natur des Jahres 2010 den Blick wieder auf bekannte und weniger bekannte Schönheiten unserer heimischen Flora und Fauna lenken. Ausgesucht wurden dafür der Dachs (Tier des Jahres 2010), der Schönbär (Schmetterling d. J.), die Vogelkirsche (Baum d. J.), der Teichmolch (Lurch d. J.), die Herbstzeitlose (Giftpflanze d. J.) und der Efeu (Arzneipflanze d. J.). Die Postkarten kann man sich auf der Internetseite des Umweltministeriums ansehen oder kostenfrei beim Zentralen Broschürenversand der Staatsregierung bestellen: publikationen(at).sachsen.de http://www.natur.sachsen.de
Das Romain-Rolland-Gymnasium Dresden und das Anton-Philipp-Reclam-Gymnasium Leipzig sind die ersten Schulen in Sachsen, die parallel zum deutschen Abitur das Französische Baccalauréat (AbiBac) anbieten. Ab Schuljahr 2010/2011 können sich Gymnasiasten der Klassenstufe zehn, die die vertiefte sprachliche Ausbildung durchlaufen haben, darauf vorbereiten. In den Klassenstufen zehn bis 12 wird dann Französisch auf erhöhtem Niveau unterrichtet. In den letzten drei Jahren vor dem Abitur geht es auch in Geschichte und einem weiteren gesellschaftwissenschaftlichen Fach französischsprachig zu. Dresden kooperiert dabei mit einer Schule in Strasbourg, Leipzig mit einer Schule in Montpellier.
In Dresden-Neustadt entsteht eine neue Tempo-30-Zone westlich der Königsbrücker Straße, die im Süden durch die Antonstraße und im Norden durch den Bischofsweg begrenzt wird. Im Westen reicht sie bis zu den Bahnanlagen. Die Geschwindigkeitsbegrenzung soll den Durchgangsverkehr fernhalten und die Verkehrssicherheit für Fußgänger und Radfahrer erhöhen. In diesem Zusammenhang gibt die Stadt den als Einbahnstraße ausgewiesenen Dammweg zwischen Eschenstraße und Bischofsweg in beiden Richtungen für den Radverkehr frei und schafft damit eine Alternative zur belebten Königsbrücker Straße. Das Parken entfällt dafür auf diesem Abschnitt des Dammweges.
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