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Dresdner News

Sachsen unfähig Welterbe zu erhalten

11. Juli. 2008
11.Juli 2008
Kulturstadt heißt auf Sorbisch Swetowe kulturne mesto. Ein Schild in seiner Muttersprache versuchte heute vergeblich eine Demonstrantin Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) zu übergeben. Mit der Bitte, der Kulturstadt die Blamage zu ersparen, den Welterbetitel zu verlieren.

Demo vor dem Landtag für das Welterbe Foto: Holland

Die Grünen im Landtag nehmen die Forderung des Welterbekomitees der UNESCO ernst: Danach kann das Dresdner Elbtal Welterbe bleiben, wenn anstelle der Waldschlösschenbrücke ein Tunnel gebaut wird. Insofern wollten die Grünen heute zur letzten Sitzung des Landtages vor der Sommerpause einen Baustopp für das umstrittene Bauwerk beantragen. Der Dringlichkeitsantrag fand allerdings nur die Zustimmung der LINKEN. Die SPD votierte zusammen mit CDU und FDP dagegen. Dabei hatte sich Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD) nach der Entscheidung des Welterbekomitees am 3. Juni in Quebec als erste für einen Baustopp der Waldschlösschenbrücke ausgesprochen. SPD-Fraktionschef Martin Dulig stellte aber klar, dass er persönlich für einen Baustopp ist.

„Der amtierende Dresdner Oberbürgermeister Lutz Vogel (parteilos) hat ausdrücklich darauf hingewiesen, dass eine Baustopp- Entscheidung nur dann erfolgreich sein kann, wenn sich die bisherige Haltung der Staatsregierung dazu ändert“, begründete der Parlamentarische Geschäftsführer der Grünen, Karl-Heinz Gerstenberg, die Behandlung des Themas im Landtag. Während also die Grünen und die LINKEN versuchten, das eigentlich städtische Problem auf eine politisch höhere Ebene zu ziehen, weil es nur dort mit einem Machtwort zu lösen ist, demonstrierten vor dem Haus die Brückengegner.

Auf einem gut 20 Meter langen Plakat, gehalten von einer Menschenkette, werden sie nicht müde den Politikern zu erklären, worum es geht: nämlich Dresden den Welterbetitel und damit den Ruf als Kulturstadt zu erhalten. Die von der UNESCO verliehene Auszeichnung ist nämlich im Sommer 2009 weg, wenn die Waldschlösschenbrücke weitergebaut wird. Das ist so sicher, wie das Amen in der Kirche.

Doch offensichtlich waren die führenden Köpfe der Regierung vor den Demonstranten gewarnt, keiner fuhr an der Freitreppe des Landtages vor. Insofern konnte eine Dresdnerin ihr selbst gebasteltes Schild nicht Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) übergeben. Dresden und Welterbe hatte sie da in Deutsch und Sorbisch aufgeschrieben, in der Hoffnung, dass der Anblick der Muttersprache bei dem Ministerpräsidenten einen Sinneswandel auslösen könnte.

Doch auch drinnen entzogen sich die Regierung und ihr Chef dem Antrag der Grünen, der auf Schadensbegrenzung zielte. Die Staatsregierung sollte sich für eine Kompromisslösung einsetzen, in dem sie den Dresdner Bürgerentscheid für eine Elbquerung mit dem Welterbetitel vereinbart - das ist nach der Sitzung des Welterbekomitees in Quebec der Tunnel.

Doch die CDU glaubt, dass die Mehrheit der Dresdner Bürger die Debatte satt hat und auf einen zügigen Bau hofft. Es gebe eine klare Rechtslage, an die sich die Verwaltungsinstanzen und Gerichte halten würden. „Ihr Tunnelbau ist tot, Sie werden ihn auch nicht mit Geschäftsordnungstricks wiederbeleben können“, erklärte der Parlamentarische Geschäftsführer der CDU, Heinz Lehmann, an die Adresse der Grünen.

(Brigitte Holland)

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Uran im Trinkwasser?

Angesichts einer Pressemitteilung zur Uran-Belastung von Trinkwasser teilt das Gesundheitsministerium mit, dass die Landesuntersuchungsanstalt für das Gesundheits- und Veterinärwesen Trinkwasser in Sachsen bereits seit 2001 routinemäßig auch auf Uran untersucht. In den meisten Proben sei kein Uran nachgewiesen worden, d.h. die Konzentration lag unter  0,3 Mikrogramm pro Liter. Die in Sachsen nachgewiesenen Konzentrationen, lägen bis auf sehr wenige Ausnahmen weit unter dem Richtwert des Umweltbundesamtes und selbst bei einer geringfügigen Überschreitung dieses Wertes sei eine Gesundheitsgefährdung nicht gegeben, betont das Ministerium. .Der Richtwert von 10 Mikrogramm Uran pro Liter Trinkwasser wurde durch das Umweltbundesamt vorgeschlagen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hält sogar eine Konzentration von 15 Mikrogramm Uran pro Liter Trinkwasser für unbedenklich. Da selbst Menschen aus Regionen mit sehr stark belastetem Trinkwasser (Gegenden in Skandinavien oder Nordamerika) keine erhöhten Erkrankungsraten aufwiesen, wurden die Ergebnisse von Tierversuchen herangezogen und um einen Sicherheitsfaktor von 100 reduziert (WHO 2004: „Uranium in Drinking Water“). Der momentan ebenfalls diskutierte Wert von 2 Mikrogramm Uran pro Liter bezieht sich auf Mineral- und Tafelwasser, welches als „geeignet für die Zubereitung von Säuglingsnahrung“ für sich werben darf.

Im Widerspruch zur Zeit

Unter dem Titel „Im Widerspruch zur Zeit“ lädt vom 7. bis 28. August eine Foto-Ausstellung in den Lichthof des Rathauses ein. Eröffnet wird sie am 6. August, 18 Uhr von Bürgermeister Detlef Sittel und Dr. Andreas Krase, Kustos Fotografie und Kinematografie der Technischen Sammlungen Dresden. Die Ausstellung zeigt 100 Fotografien von Thomas Billhardt, der seit 20 Jahren auf fast allen Kontinenten für das UN-Kinderhilfswerk UNICEF unterwegs ist. Billhardts wichtigstes Motiv sind Kinder. In ihren Gesichtern spiegeln sich die Widersprüche unserer Zeit: Fortschritt und Wohlstand auf der einen Seite, Angst, Hunger, Not und Elend auf der anderen. Die Ausstellung entstand aus Anlass des 70. Geburtstages von Thomas Billhardt im Jahre 2007 und war bisher in Berlin, Lutherstadt Wittenberg, Potsdam, Rostock und Leipzig zu sehen. Der Lichthof ist montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

2. Unternehmerinnentreffen

Das Amt für Wirtschaftsförderung lädt gemeinsam mit dem Kommunikationspool e.V., dem RegioChance e.V., der Industrie- und Handelskammer Dresden sowie der Handwerkskammer Dresden zum 2. Dresdner Unternehmerinnentreffen am 10. September in die Villa Eschebach (Sitz der Volksbank Raiffeisenbank Dresden), Georgenstraße 6 ein. Beginn ist um 19 Uhr, Einlass ab 18:30 Uhr. Die Teilnehmerinnen haben die Möglichkeit, Erfahrungen auszutauschen, Netzwerke zu bilden und Anregungen für eine bessere Zusammenarbeit zu sammeln. Anmeldung werden bis 3. September 2008 erbeten: per Telefon unter 0351-488 2156, per  Fax unter 0351-48 8 10 50 oder per E-Mail an kprautzsch@dresden.de .

Sachsens Polizei mit alten Autos unterwegs

Rund 44 Prozent der Polizeifahrzeuge in Sachsen sind älter als zehn Jahre. Dies geht aus der Antwort auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion im Sächsischen Landtag hervor.   „Dienstkleidung, BOS-Digitalfunk, Fahrzeuge - die Ausstattung der sächsischen Polizei klemmt an allen Ecken und Enden. Die 265 in diesem Jahr an die Polizei ausgelieferten Neufahrzeuge sind zwar ein Anfang, können das Problem überalterter Technik aber nicht lösen“, kritisiert Jürgen Martens, innen- und rechtspolitischer Sprecher der FDP-Fraktion im Landtag, die Sicherheitspolitik der Staatsregierung.

Dresdner Autor erhält Uwe-Johnson-Preis

Der aus Dresden stammenden Autor Uwe Tellkamp erhält für seinen Roman „Der Turm", der im Dresden von 1982 bis 1989 spielt, den Uwe-Johnson-Preis 2008. Damit setzte sich Tellkamp unter 47 Vorschlägen durch, von denen elf in die engere Auswahl durch eine Jury kamen, sagte Gundula Engelhard von der Mecklenburgischen Literaturgesellschaft. Der Preis ist mit 12500 Euro dotiert. Der 40-Jährige wird die vom "Nordkurier" und der Mecklenburgischen Literaturgesellschaft verliehene Auszeichnung am 13. September zum Auftakt der Uwe-Johnson-Tage in Neubrandenburg entgegennehmen, so die Zeitung.

Viele Katzen im Tierheim suchen ein neues Zuhause

In diesem Jahr zogen bereits mehr Katzen im Tierheim ein, als  vermittelt  werden konnten. „Beauty“ ist bereits die 301. Katze.  So wie sie suchen auch viele andere Katzen einen neuen Besitzer. Die Tiere sind auf der neu   gestalteten   Internetseite   des  Tierheims  www.dresden.de/tierheim abgebildet  und beschrieben. Zur Kontaktaufnahme werden die Interessenten ins Tierheim, Zum Tierheim 10 gebeten: Montag, Mittwoch 9 bis 11.30 Uhr und 13 bis 15 Uhr, Dienstag, Donnerstag 9 bis 11.30 Uhr und 13 bis 18 Uhr sowie Freitag 9 bis 11.30 Uhr.