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Dresdner News

Obama: Dresden ist eine Stadt voller Hoffnungen

05. Juni. 2009
05.Juni 2009
Nach ihrem Gespräch im Dresdner Schloss traten US-Präsident Barack Obama und Angela Merkel (CDU) im Kleinen Schlosshof gemeinsam vor die Presse.

Barack Obama und Angela Merkel im Kleinen Schlosshof Foto: Holland

Premiere im Kleinen Schlosshof für ein mediales Großereignis. Rund 150 Journalisten, Fotografen und Kameraleute warten. Vertreiben sich bereits zwei Stunden vor seinem Auftritt unter dem futuristischen Membrandach die Zeit. Kameras werden in Position gerückt. Scheinwerfer auf den Galerien leuchten die Sandsteinarkaden und Bögen aus. Unter dem prächtigen südlichen Hauptportal muss er erscheinen, zu einem der zwei Rednerpulte treten. 10.30 Uhr hat das Warten ein Ende. Schnellen Schrittes betritt er zusammen mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) das mit rotem Teppich ausgelegte Podest. Der amerikanische Präsident Barack Obama spricht zu den Dresdnern via Live-Schaltung: „Dresden ist eine wundervolle Stadt, eine Stadt voller Hoffnung, ich bin froh hier zu sein“.

Der MDR überträgt Bild und Ton direkt aus dem Schloss auf eine Großleinwand auf den Altmarkt. Auch dort warten die Menschen schon seit 9 Uhr. „Ich bin extra aus Amerika angereist“, sagt eine Dame. Ihr Dialekt verrät, sie meint den kleinen Ort bei Chemnitz. Mehr und mehr Menschen füllen den Platz. Junge Leute schwingen amerikanische Fähnchen, vereinzelt auch Damen und Herren im gesetzten Alter. Sie sind gekommen, um den historischen Moment mitzuerleben: Erstmals in der Dresdner Geschichte besucht ein amerikanischer Präsident die Stadt. Das im Kleinen Schlosshof von Barack Obama an die Dresdner gerichtete Kompliment geben sie ihm draußen auf dem Altmarkt mit gleicher Wertschätzung zurück: „Er ist eine toller Mann, er sieht gut aus“, schwärmen selbst Männer. „Er ist ein vollkommen anderer Politiker.“ „Ich denke er kann was erreichen.“

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In der Tat ging es bei dem Treffen zwischen Angela Merkel und Barack Obama heute Morgen im Dresdner Schloss um große Politik: Frieden im Nahen Osten, Zweistaatenlösung in Palästina, Auflösung von Guantanamo und die Fortschreibung des Kyoto-Protokolls zur Rettung des Weltklimas wurden besprochen. Der neue Mann im „Weißen Haus“ will mit der Bundesregierung bei der Lösung internationaler Probleme zusammenarbeiten. „Deutschland ist ein enger Freund und ein kritischer Partner“, sagte Obama nach dem Treffen auf der Pressekonferenz im Kleinen Schlosshof. Ein Händedruck besiegelte die neue Partnerschaft. Und schließlich signalisierte die Hand des US-Präsidenten auf der Schulter von Angela Merkel, dass er nicht mehr übel nimmt, dass sie ihm als Präsidentschaftskandidaten in Berlin nicht vor dem Brandenburger Tor hat reden lassen.

Dafür verschaffte Barack Obama der Bundeskanzlerin und Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) im Superwahljahr in Deutschland einen medienwirksamen Auftritt vor und in der Frauenkirche. Eigentlich wollte die amerikanische Seite den gemeinsamen Besuch des Gotteshauses aus dem Protokoll streichen. Gab aber schließlich dem Wunsch der deutschen Seite nach, dem Wiederaufbau der Frauenkirche, die für Frieden und Versöhnung steht, die gebührende Aufmerksamkeit zu schenken. Das erlaubte Angela Merkel nachzuholen, was bei der Weihe versäumt worden war, nämlich laut zu sagen, dass auch großzügige Spenden aus Amerika in den Wiederaufbau flossen. Bewegend für die Dresdner draußen zu sehen, wie Barack Obama vor dem Altar betete und dem Gesang des Frauenkirchenchors lauschte. Schon zuvor hatte er gesagt: „Dresden ist eine Stadt voller Geschichte, hier sind große Tragödien überwunden worden.“

Nur rund 16 Stunden verbrachte der US-Präsident in Dresden, doch das reichte aus, um die Stadt in einen Ausnahmezustand zu versetzen. Die Altstadt rund um den Neumarkt war komplett abgeriegelt, um die Sicherheit des amerikanischen Staatsoberhauptes zu gewährleisten. In die Sperrzone hinein kamen selbst die Anwohner und Gewerbetreibenden nur mit Sondergenehmigung. Auch Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU), die auch noch eine Einladung erhielt und mit dem Goldenen Buch ins Schloss eilen durfte, musste sich einem Sicherheitscheck unterziehen. Die Oberbürgermeisterin war in einem pinkfarbenem Kostüm erschienen und strahlte ebenso nachdem sich Barack Obama ins Goldene Buch der Stadt eingetragen und ihre Amtskette bewundert hatte. „Sein Besuch wird die Sympathie für Dresden in alle Wohnzimmer dieser Welt tragen“, ist Helma Orosz überzeugt.

Bis zuletzt hielt sich das Gerücht, dass sich die Metallzäune, die den charismatischen Staatsmann vom Volk trennen, doch noch öffnen werden. Die stille Hoffnung, Barack Obama nur einen Augenblick nah zu sein, erfüllte sich für die Wartenden an den Sperren zum Neumarkt allerdings nicht. Mit einem kurzen Winken am Portal der Frauenkirche verabschiedete er sich und entschwand in seiner gepanzerten Limousine. Die 70-jährige Ingeborg Lehmann hätte ihm gern die Hand geschüttelt. Dass es nicht dazu kam, stimmt sie nicht traurig. „Für mich war Barack Obamas Besuch in der Frauenkirche wichtig.“

 

(Brigitte Holland)

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Online-Wanderpläne für Sachsen

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Jetzt dreimal pro Woche nonstop Dresden – Moskau

Aeroflot hat die Flugverbindungen zwischen Dresden und Moskau-Scheremetjewo weiter verbessert. Seit Juni bietet die russische Fluggesellschaft einen zusätzlichen Flug am Mittwoch und damit drei Nonstopflüge pro Woche und Richtung an. Der moderne Airbus A319 mit 116 Plätzen startet um 17.20 Uhr, montags bereits um 16.40 Uhr in Dresden. Die Landung in Moskau erfolgt um 21.55 Uhr bzw. am Montag um 21.15 Uhr. In der russischen Hauptstadt hebt die Maschine um 15 Uhr Ortszeit ab und erreicht Dresden um 15.40 Uhr Ortszeit.  Den Hin- und Rückflug kostet inklusive aller Steuern und Gebühren ab 211 Euro. Die Flugzeit beträgt rund zweieinhalb Stunden.

Tiere und Pflanzen des Jahres auf Postkarten

Auch in diesem Jahr will Sachsens Umweltministerium mit Postkarten zur Natur des Jahres 2010 den Blick wieder auf bekannte und weniger bekannte Schönheiten unserer heimischen Flora und Fauna lenken. Ausgesucht wurden dafür der Dachs (Tier des Jahres 2010), der Schönbär (Schmetterling d. J.), die Vogelkirsche (Baum d. J.), der Teichmolch (Lurch d. J.), die Herbstzeitlose (Giftpflanze d. J.) und der Efeu (Arzneipflanze d. J.).  Die Postkarten kann man sich auf der Internetseite des Umweltministeriums ansehen oder kostenfrei beim Zentralen Broschürenversand der Staatsregierung bestellen:  publikationen(at).sachsen.de http://www.natur.sachsen.de

Französisches Abi jetzt auch in Sachsen

Das Romain-Rolland-Gymnasium Dresden und das Anton-Philipp-Reclam-Gymnasium Leipzig sind die ersten Schulen in Sachsen, die parallel zum deutschen Abitur das Französische Baccalauréat (AbiBac) anbieten.  Ab Schuljahr 2010/2011 können sich Gymnasiasten der Klassenstufe zehn, die die vertiefte sprachliche Ausbildung durchlaufen haben, darauf vorbereiten. In den Klassenstufen zehn bis 12 wird dann Französisch auf erhöhtem Niveau unterrichtet. In den letzten drei Jahren vor dem Abitur geht es auch in Geschichte und einem weiteren gesellschaftwissenschaftlichen Fach französischsprachig zu. Dresden kooperiert dabei mit einer Schule in Strasbourg, Leipzig mit einer Schule in Montpellier.

Neue Tempo-30-Zone in Dresden-Neustadt

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