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Zugangskriterien für Kindertagesstätten, wie sie die Stadt 2002 plante, lösten bei Peter Lames vor sechs Jahren Wut aus. Die vor dem Verkauf der städtischen Wohnungsgesellschaft hoch verschuldete Stadt wollte Kita-Plätze nur noch an Sprösslinge vergeben, deren Eltern beide berufstätig sind. Der Jurist und Vater von vier Kindern organisierte damals den Widerstand in Dresden gegen die geplanten Beschränkungen. Mit Erfolg: der Stadtrat kippte die Zugangskriterien. Der Sozialdemokrat erzählt die Geschichte in diesen Tagen häufig. „Das Erlebnis veranlasste mich in die Kommunalpolitik zu gehen“, so Lames. Seit 2004 sitzt er im Stadtrat, ist inzwischen SPD-Fraktionschef und strebt jetzt mit dem Mandat der SPD den Chefsessel im Rathaus an.
Der rheinland-pfälzische Jurist, der 1994 mit seiner Frau und einem Kind nach Dresden gezogen war, ist ein ehrgeiziger Mann. Das sieht man ihm, der immer gern eine abwartende Haltung einnimmt, auf den ersten Blick nicht an. Doch bereits im Herbst 2007 hatte er als erster seine Kandidatur zu den Oberbürgermeisterwahlen am 8. Juni 2008 bekannt gegeben. Damit vereitelte er den möglichen Plan eines gemeinsam von SPD, Grünen, Den Linken und der Bürgerfraktion aufgestellten Kandidaten. Ein solches Zusammengehen hatte sich zur Oberbürgermeisterwahl 2001 ausgezahlt. Der gemeinsam nominierte Mann Ingolf Roßberg (FDP) zog ins Rathaus ein, die CDU verlor mit Amtsinhaber Herbert Wagner den Posten.
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Peter Lames will „Dresden besser regieren“. Das versprechen die anderen Kandidaten auch. Insofern taugt der Titel seines Programms nicht zur Unterscheidung. Es klingt gut, wenn Lames sagt: „Das Handeln des Oberbürgermeisters soll nicht von politischer Rücksichtnahme und Taktieren, sondern von Ehrlichkeit, Glaubwürdigkeit und Offenheit geprägt sein.“ Wie das mit dem „besser regieren“ klappen kann, konkretisiert Lames leider nicht. Er zählt lediglich ehrenwerte Ziele und fromme Wünsche auf.
Und zwischenzeitlich holt ihn dabei der Alltag ein. Allein die SPD im Landtag hätte jetzt nach dem Rücktritt von Ministerpräsident Georg Milbradt (CDU) die Wahl des neuen Regierungschefs Stanislaw Tillich (CDU) von einer Äußerung zum Welterbe Dresdner Elbtal und zur Zulässigkeit des Bürgerentscheids zum Tunnel abhängig machen können. Sie tut es nicht, sie taktiert und paktiert lieber. Die Koalition mit der CDU ist ihr wichtiger. Da stößt der Vorsatz von Peter Lames, das Welterbe erhalten zu wollen, schnell an seine Grenze. Glaubwürdig regieren zu wollen, ist gar nicht so einfach. Lames kontert: „Der Betrug liegt doch in der Behauptung, die Brücke bauen und gleichzeitig das Welterbe erhalten zu können“. Die Behauptung steht im Wahlprogamm der CDU-Kandidatin Helma Orosz.
Bildung und Chancengleichheit für alle Kinder der Stadt, egal in welchem Haushalt sie geboren werden, das ist Peter Lames sein eigentliches Thema. Und darauf kommt er immer wieder zurück. Insofern macht er sich für ausreichend Kita-Plätze in der Stadt, für Ganztagsschulen und Gemeinschaftsschulen sowie die Förderung leistungsschwächerer Schülerinnen und Schüler stark. Denn Bildung ist der Garant für beruflichen und gesellschaftlichen Aufstieg.
Zur Person:
Peter Lames, geboren am 2. Juli 1964 in Wittlich (Rheinland-Pfalz), verheiratet, vier Kinder
Ausbildung:
1974 bis 1983 Besuch des Cusanus Gymnasiums in Wittlich, Abitur
1983 bis 1984 Wehrdienst in Münster
1984 bis 1990 Studium der Rechtswissenschaften in Trier und Freiburg, 1. Staatsexamen
1990 bis 1992 Wissenschaftlicher Angestellter an der Uni Freiburg, zwischenzeitlich an die TU Dresden abgeordnet, Promotion
1992 bis 1995 Rechtsreferendar in Freiburg, 2. Staatsexamen
Beruflicher u. politischer Werdegang
Oktober 1994 Umzug nach Dresden, Eintritt in die SPD
1995 bis 1997 Amtsrichter in Pirna
1997 bis 1999 Regierungsrat im Sächsischen Justizministerium
1999 bis 2000 Staatsanwalt in Dresden
2000 bis 2003 Richter am Landgericht Dresden
seit 2003 Richter am Oberlandesgericht Dresden
seit 2004 im Stadtrat, dort SPD-Fraktionschef
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Wer Geburtstag hat, bekommt üblicherweise Geschenke. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) beschenken seit diesem Jahr ihre Besucher an deren jeweiligem Geburtstag mit freiem Eintritt. „Geburtstagskinder“ jeden Alters legen an der Kasse ihren Personalausweis vor und erhalten an dem Tag freien Eintritt in alle Museen der SKD an den Standorten Dresden, Leipzig und Herrnhut. Diese Regelung gilt auch für das Historische Grüne Gewölbe und sämtliche Sonderausstellungen.
Immer auf dem neuesten Stand der Wissenschaft zu sein, heißt auch, zu wissen, woran die Forscher arbeiten. Mit dem Start des Dresden Science Calendar werden alle wissenschaftlichen Veranstaltungen im Raum Dresden auf einen Blick zugänglich gemacht. Im Rahmen des Wissenschaftsnetzwerkes DRESDEN-concept und in Kooperation mit der Stadt und der Sandstein Neue Medien GmbH ist eine für den Informationsaustausch über wissenschaftliche Veranstaltungen maßgeschneiderte Internetplattform entstanden. Jeder, einschließlich der wissenschaftlich interessierten Öffentlichkeit, kann alle Ankündigungen nach verschiedenen Kriterien gefiltert abrufen. Die Internetplattform bietet auch Schnittstellen an, um relevante Vorträge zu einmal ausgewählten Suchkriterien und persönlichen Interessen automatisch vorzusortieren und regelmäßig strukturierte Benachrichtigungen per RSS-feed, iCal-Kalenderabonnement oder über andere Datenkanäle zu erhalten. Der Dresden Science Calendar ergänzt damit die bestehenden Ankündigungssysteme der einzelnen Institute, aus welchen die Informationen automatisch synchronisiert werden. www. wissenschaft.dresden.de/calendar
Kurz und knapp stellt sich Dresden im Stadt-Atlas vor. Er enthält Straßen- und Wegekarten und Informationen zum öffentlichen Nahverkehr. Er gibt Auskunft, wo sich öffentliche und kulturelle Einrichtungen, Fußgängerzonen, öffentliche Toiletten, Einbahnstraßen, Parkplätze und Taxi-Standorte befinden. Darüber hinaus empfiehlt der Stadt-Atlas mit Text, Karte und 3D-Ansicht einen Stadtrundgang durch die Altstadt und die Neustadt von Dresden. Ein weiterer Teil des Stadt-Atlasses befasst sich mit 20 Jahren Kommunalentwicklung. Daten, Karten und Statistiken beschreiben die Entwicklung, zum Beispiel von Wohnungsbau, Verkehrsprojekten, Natur- und Denkmalschutz. Alte und neue Luftbilder werden gegenübergestellt. Die Broschüre im A4-Format umfasst 98 Seiten und kostet 5,35 Euro. Sie ist erhältlich in ausgewählten Buchhandlungen und im Kundenservice des Städtischen Vermessungsamtes, World Trade Center, Ammonstraße 74, 2. OG, Zimmer 2852, Telefon 4 88 41 38 oder 4 88 41 16, Fax 4 88 39 64, E-Mail vermessungsamt-ks@dresden.de. Öffnungszeiten: Montag und Freitag von 9 bis 12 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 9 bis 18 Uhr. www.dresden.de/online-shop.
Die sächsische Justiz versteigert beschlagnahmte oder gepfändete Gegenstände auch via Internet. Sachsens Justizminister Martens (FDP) verspricht sich dadurch „bessere Verkaufschancen und höhere Erlöse im Interesse von Gläubigern und Schuldnern“. Sachsen nutzt zusammen mit anderen Bundesländern eine extra dafür eingerichtete Internetplattform, die rund um die Uhr von Interessenten zu erreichen ist, unter www.justiz-auktion.de
Im Naturschutzgebiet Sächsische Schweiz dürfen Klettersportler die Felsen erklimmen. Der Landtag passte dafür das Landesumweltrecht an das neue Bundesrecht unter Beibehaltung landesrechtlicher Regelungen an. „So wäre es zum Beispiel nach dem Bundesnaturschutzgesetz verboten, in der Sächsischen Schweiz Klettersport zu betreiben“, so Umweltminister Frank Kupfer (CDU). „Das Felsklettern in der Sächsischen Schweiz hat eine lange Tradition. Die Sportverbände arbeiten aktiv im Naturschutz mit und betreiben ihren Sport sehr verantwortungsvoll“, erklärt der Minister, weshalb Sachsen mit der Gesetzesanpassung das Verbot umging.
Mit Kompass und Karte unterwegs zu sein, ist die gewohnte Art, Sachsen wandernd zu entdecken. Doch die Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen (TMGS) hält für alle Rucksack-Touristen auch Online-Wanderpläne für die sechs beliebtesten Wanderrouten bereit: den Sächsischen Weinwanderweg, den Malerweg, Oberlausitzer Bergweg, Vogtland Panorama Weg, für die Kammtour Erzgebirge-Vogtland und den Muldentalwanderweg. Alle wichtigen Details vom Streckenverlauf über Schwierigkeitsgrad bis hin zu Rastplätzen und Entfernungen sowie die gps-Daten sind auf den Wanderseiten zu finden. Wofür die TMGS mit dem Freizeit- und Tourismusportal AlpRegio kooperiert. www.sachsen-tourismus.de
Die Stadt Dresden bietet ein interaktives Internetportal zur kulturellen Bildung an: Kinder, Jugendliche und Erwachsene, aber auch Familien und Schulklassen können auf dem Portal nach geeigneten Kursen und Veranstaltungen suchen. Kultureinrichtungen können ihre Angebote selbstständig einpflegen und aktualisieren. Das Portal beruht auf einer Kooperation zwischen dem Kulturamt und der Medien Verlags GmbH. Es wird aus Fördermitteln des Sächsischen Wissenschaftsministeriums und der Stadt finanziert. www.dresdner-kulturelle-bildung.de
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