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Dresdner News

Neue Schwimmhalle im Straßenbahnhof

13. November. 2008
13.November 2008

Wo einst die Straßenbahnen quietschend ein- und ausfuhren, sollen künftig Schwimmerinnen und Schwimmer ihre Bahnen ziehen. Das von den Verkehrsbetrieben aufgegebene Depot in Dresden-Bühlau soll Standort der neuen Schwimmhalle im Nordosten der Stadt werden. Die CDU-Fraktion im Rathaus stellte an Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) einen entsprechenden Antrag. Die Stadtverwaltung möge keine Zeit mehr mit der Prüfung von zwei Standorten verlieren, sondern sich auf die Entwicklung des einstigen Depotgeländes konzentrieren. Bisher bestand die 1999 eingemeindete Ortschaft Schönfeld-Weißig auf einen Bau am Ullersdorfer Platz.

Das war schon ein Kompromiss. Denn eigentlich war ihr im Eingemeindungsvertrag vom damaligen Oberbürgermeister Herbert Wagner (CDU) nicht nur eine neue Schwimmhalle, sondern auch direkt eine in der Ortschaft versprochen worden. Allerdings fehlte für soviel Großzügigkeit das Geld. Und um das Gros der Dresdner nicht vor den Kopf zu stoßen, wurde zwischenzeitlich über eine Verlagerung an den alten nordöstlichen Stadtrand verhandelt. Altes Straßenbahngelände oder ein Grundstück am Ullersdorfer Platz, auch dies Streitthema ist schon wieder in die Jahre gekommen..

Rechtzeitig vor der Wahl 2009 erinnert sich die CDU-Fraktion an das Problem und drängt hin zu einer möglichen Lösung. Die Gründe, sich für den ehemaligen Straßenbahnhof Bühlau zu entscheiden, lägen nach Auffassung von CDU-Fraktionschefin Christa Müller auf der Hand: Das Grundstück gehöre den Verkehrsbetrieben und damit einem Unternehmen der Stadt. Ein zügiger Verkauf der Verkehrsbrache läge in beiderseitigem Interesse. Das Grundstück am Ullersdorfer Platz gehöre einer Erbengemeinschaft, die nicht oder nur zu einem sehr hohen Preis verkaufen wolle. Die bisherigen Verhandlungen führten zu keinem Erfolg. Zudem müssten naturschutzrechtliche Belange beachtet werden.

Schönfeld-Weißigs Ortsvorsteher Hans-Jürgen Behr (CDU) teilt inzwischen die Überlegungen: „Ich habe feststellen müssen, dass wir am Ullersdorfer Platz nicht weiterkommen. Deshalb akzeptieren wir jetzt den Standort in Bühlau.“ An der Planung der Schwimmhalle wolle der Ortschaftsrat allerdings intensiv beteiligt werden.

(Hd)

Strafanzeigen via Internet

Wer in Sachsen eine Anzeige erstatten will, kann sich jetzt den Gang aufs nächste Revier sparen und stattdessen die Online-Wache der Polizei aufrufen. Unter „www.polizei.sachsen.de" können Mann oder Frau Strafanzeigen von zu Hause oder vom Büro aus per Internet erledigen. Für Notfälle gilt weiter der Polizeiruf 110. Die Online-Wache ergänzt die bisherigen Angebote der sächsischen Polizei im Internet, den persönlichen Kontakt zwischen Bürgern und der Polizei soll sie nicht ersetzen.

Neue Studienplätze für erneuerbare Energien

Sachsens Hochschulen werden 2009 mehr als 100 neue Studienplätze im Bereich der erneuerbaren Energien schaffen, teilt das Wissenschaftsministerium mit. Die TU Chemnitz will im Rahmen des Spitzenclusters „Cool Silicon" einen forschungsbasierten Studiengang Nano-Electronics Systems Engineering als Kooperation zwischen drei Hochschulen des Freistaates aufbauen. Die Spezialisierungen reichen von Energieverfahrenstechnik (TU Bergakademie Freiberg), über nachhaltige Energieversorgungstechnologien (TU Chemnitz) und International Energy Economics and Bussiness Administration (Uni Leipzig) bis zur Lehrveranstaltung zu regenerativen Energien im Studium Generale (TU Dresden). An der Hochschule Zittau/Görlitz stehen Ökologie und Umweltschutz auf dem Lehrplan, die HTW Dresden bietet u.a. Umweltmonitoring an.

Frauenkirche eine Woche geschlossen

Die Dresdner Frauenkirche schließt vom 5. bis 10. Januar. Das Gotteshaus wird gereinigt, beispielsweise werden die Stuck- und Sandsteinprofile vom Staub des zurückliegenden Jahres befreit. Auch der Aufstieg zur Kuppel ist vom 5. bis 7. Januar nicht möglich. Die Aussicht von der Plattform auf den Neumarkt können die Besucher ab 8. Januar wieder von 10 bis 16 Uhr genießen. Zum Gottesdienst mit Taufe am 1. Sonntag nach Epiphanias, am 11. Januar, um 11 Uhr, öffnet die Frauenkirche wieder ihre Türen. Sieben Millionen Menschen besuchten seit der Weihe den berühmten Sakralbau.

Balladen im Lingnerschloss

Die erste Veranstaltung 2009 im Lingnerschloss, Bautzener Straße 132, findet am 9. Januar  um 19:30 Uhr statt. "Mondschaf spielt Vagantenlieder - Balladen, Possen und Verse vom Rand" so der Titel des musikalisch-literarischen Theaters mit Jan Deicke und Matthias Hirth am Piano. Der Eintritt beträgt 9 Euro, ermäßigt 7 Euro. Karten gibt es an der Abendkasse und allen Vorverkaufsstellen in Dresden.

Für ein Euro in die Museen der Kunstsammlungen

Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden ändern zum 1. Januar 2009 die Eintrittspreise. Die Jahreskarte verteuert sich um zehn Euro auf 30 Euro. Damit können die Besucher allerdings zusätzlich zu den Dauerausstellungen auch sämtliche Sonderausstellungen der elf Museen des Verbundes besuchen. Dafür zahlen Junge Leute von sechs bis 18 Jahren ab 2009 nur ein Euro Eintritt, unabhängig davon ob sie mit der Klasse, der Familie oder allein das Museum besuchen. Teurer wird das Kombi-Ticket für die Gemäldegalerie Alte Meister, die Rüstkammer sowie die Skulpturensammlung im Zwinger: Wenn eine Sonderausstellung zu sehen ist, kostet es 10 Euro (ermäßigt 7,50 Euro) mehr.
Freien Eintritt gewähren die Kunstsammlungen zum Weihnachtsfest allen in Sachsen ansässigen Empfängern von Hartz IV und ALG II sowie deren im Bewilligungsbescheid genannten Angehörigen. Sie sind eingeladen vom 22. Dezember bis 8. Februar 2009 beliebig oft die Museen und Sonderausstellungen kostenlos zu besuchen. Alle genannten Regelungen gelten nicht für das Historische Grüne Gewölbe.

Das Wohngeld wird erhöht

Zum 1. Januar 2009 tritt eine Neufassung des Wohngeldgesetzes in Kraft. Damit erhöhen sich nach acht Jahren die Miethöchstbeträge um zehn Prozent und das Wohngeld um acht Prozent. Außerdem werden die Heizkosten in die Berechnung einbezogen. Der Pauschalbetrag richtet sich nach der Zahl der Haushaltsmitglieder. So erhält eine Person 24 Euro und zwei Personen zusammen 31 Euro. Wohngeldbezieher, denen schon bis ins Jahr 2009 Geld bewilligt wurde, brauchen keinen Erhöhungsantrag zu stellen, die Neuberechnung erfolgt automatisch. Einige Arbeitslosengeld-II-Empfänger werden durch das höhere Wohngeld und/oder den Kinderzuschlag ab 1. Januar keinen Anspruch mehr auf finanzielle Hilfe haben, allerdings erst, wenn beides neuberechnet ist, betont die ARGE Dresden. Kontakt: Wohngeldstelle, Junghansstraße 2, Sprechzeit: Dienstag und Donnerstag 8 bis 12 Uhr und 14 bis 18 Uhr. Das Innenministerium hält eine Informationsbroschüre bereit. Sie ist in den Wohngeldstellen kostenlos erhältlich und außerdem im Internet abrufbar. www.bauen-wohnen.sachsen.de

TechniSat erweitert sich in Dresden

TechniSat will in Dresden seine Entwicklungskapazitäten für neue digitale Produkte der Unterhaltungselektronik, wie LCD-Fernseher, Autoradios und Navigationssysteme, ausbauen. Zu der bereits mehr als 200 Ingenieure umfassenden Entwicklungsmannschaft sollen weitere 100 Entwickler und Ingenieure hinzukommen. Wirtschaftsminister Thomas Jurk (SPD) freut sich über das „positive Signal in wirtschaftlich schwierigen Zeiten.“ 1990 hatte das Unternehmen mit Hauptsitz in Daun/Vulkaneifel das Forschungs- und Entwicklungszentrum in Dresden mit 23 Entwicklern eröffnet und seitdem regelmäßig erweitert. http://www.technisat.de