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Neue Debatte über den Neumarkt entfacht

09. June. 2010
09.June 2010
Der wiederaufgebauter Neumarkt ist ein Anziehungspunkt für Touristen. Wie er auch ein Platz für die Dresdner werden kann, ermittelt die Stadt jetzt in einer Umfrage mit dem vielversprechenden Titel „Dresdner Debatte“: Der Neumarkt.

Touristenhochburg Neumarkt Foto: Holland

Gleich nach der politischen Wende mussten sich die Dresdner nicht lange bitte lassen. Über Architektur und Stadtentwicklung wurde sonntags am Frühstückstisch diskutiert. Die Überzeugung, die Stadt mitplanen zu können, saß tief. Doch im Streit um die Waldschlösschenbrücke nahm der Glaube schweren Schaden. Jetzt versucht Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) eine neue Debatte über Stadtentwicklung zu entfachen – auch unter Nutzung des Internets. Erstes Thema ist der Neumarkt, wo gestern eine Info-Box öffnete und gleichzeitig ein Web-Portal frei geschaltet wurde.

Architektonisch ist sie kein Highlight. Die Info-Box ist ein schlichter Blechcontainer, der lediglich durch seine knallrote Farbe auffällt.  Innen liegt Informationsmaterial aus. Mitarbeiterinnen des Stadtplanungsamtes informieren, was die Stadt am Neumarkt weiter plant. Allerdings interessiert sich die Verwaltung eigentlich nur noch für eine einzige Frage, nämlich wie der Neumarkt ein Platz für die Dresdner werden kann. Und so bitten die Damen in der Box um Nutzungsvorschläge, damit der Ort, wo das alte Dresden wie Phönix aus der Asche stieg, nicht nur von Touristen bevölkert wird. Für die Umfrage halten sie Frage-Antwort-Karten bereit oder bitten um Einträge ins Online-Forum.

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Da werden jedoch nicht wie im Sinne der Stadt, nur Ideen zur weiteren Nutzung entwickelt. Da hält einer der ersten Schreiber erstmal grundsätzlich fest: „Diese Debatte ist längst überfällig. Aber nachdem der Neumarkt schon fast vollständig bebaut ist, auch reichlich nutzlos. Man hätte schon viel früher die Gestaltung dieses wichtigen Platzes öffentlich diskutieren müssen“.  Und das, was die Leute diskutieren wollen, nämlich ob das Gewandhaus wieder aufgebaut wird oder nicht, interessiert die Verwaltung nicht.  

„Auf dem Neumarkt sind nun genug historische Gebäude neu errichtet. Jetzt sollte auch der Übergang zur Moderne erreicht werden und zwar durch Bau einer der im Rathaus gezeigten Entwürfe für das Gewandhaus. Dresden hat doch nicht nur Altes zu bieten“, erklärt ein Dresdner zum Thema Gewandhaus. Die Standardantwort vom Amt dazu lautet: „Hallo, wir freuen uns über Ihre Beteiligung an der Dresdner Debatte. Die von Ihnen aufgezeigten Aspekte der Gestaltung sind sicherlich wichtig für den Neumarkt. In dieser Diskussion soll es jedoch vorrangig um die Nutzung des Neumarktes gehen. Haben Sie hierzu auch einen Vorschlag?“ Das sei doch ganz einfach, meint ein Kommentator: „Etwas mehr Grün, ein paar Bänke und vielleicht ein Wasserspiel“. Aber keine „Teppichstangen oder Sandsteinblöcke wie am Postplatz“, fordert ein anderer.

Ein Besucher des Online-Portals prophezeit der Debatte gleich zu Beginn einen Misserfolg. „Alle Dresdner einzubeziehen, ist aus meiner Sicht ein völlig sinnloser Weg. Eine Sackgasse, deren Ende wohlbekannt ist. Sitzgelegenheiten, Grün und Wasser werden gefordert. Und das war's.“  Einsame aber wohldurchdachte Expertenentscheidungen seien nötig. Siehe Louvre und Eiffelturm, die gegen die Pariser Bevölkerung durchgesetzt wurden. Die Dresdner Debatte um den Neumarkt, die bis zum 8. Juli dauern soll, nennt er bereit heute einen „Schuss in den Ofen“.

(Brigitte Holland)

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Zum Geburtstag freier Eintritt in die Kunstsammlungen

Wer Geburtstag hat, bekommt üblicherweise Geschenke. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) beschenken seit diesem Jahr ihre Besucher an deren jeweiligem Geburtstag mit freiem Eintritt. „Geburtstagskinder“ jeden Alters legen an der Kasse ihren Personalausweis vor und erhalten an dem Tag freien Eintritt in alle Museen der SKD an den Standorten Dresden, Leipzig und Herrnhut. Diese Regelung gilt auch für das Historische Grüne Gewölbe und sämtliche Sonderausstellungen.

Online-Kalender der Dresdner Wissenschaft

Immer auf dem neuesten Stand der Wissenschaft zu sein, heißt auch, zu wissen, woran die Forscher arbeiten. Mit dem Start des Dresden Science Calendar werden alle wissenschaftlichen Veranstaltungen im Raum Dresden auf einen Blick zugänglich gemacht. Im Rahmen des Wissenschaftsnetzwerkes DRESDEN-concept und in Kooperation mit der Stadt  und der Sandstein Neue Medien GmbH ist eine für den Informationsaustausch über wissenschaftliche Veranstaltungen maßgeschneiderte Internetplattform entstanden. Jeder, einschließlich der wissenschaftlich interessierten Öffentlichkeit, kann alle Ankündigungen nach verschiedenen Kriterien gefiltert abrufen. Die Internetplattform bietet auch Schnittstellen an, um relevante Vorträge zu einmal ausgewählten Suchkriterien und persönlichen Interessen automatisch vorzusortieren und regelmäßig strukturierte Benachrichtigungen per RSS-feed, iCal-Kalenderabonnement oder über andere Datenkanäle zu erhalten. Der Dresden Science Calendar ergänzt damit die bestehenden Ankündigungssysteme der einzelnen Institute, aus welchen die Informationen automatisch synchronisiert werden. www. wissenschaft.dresden.de/calendar

Dresdner Stadt-Atlas

Kurz und knapp stellt sich Dresden im Stadt-Atlas vor. Er enthält Straßen- und Wegekarten und Informationen zum öffentlichen Nahverkehr. Er gibt Auskunft, wo sich öffentliche und kulturelle Einrichtungen, Fußgängerzonen, öffentliche Toiletten, Einbahnstraßen, Parkplätze und Taxi-Standorte befinden. Darüber hinaus empfiehlt der Stadt-Atlas mit Text, Karte und 3D-Ansicht einen Stadtrundgang durch die Altstadt und die Neustadt von Dresden. Ein weiterer Teil des Stadt-Atlasses befasst sich mit 20 Jahren Kommunalentwicklung. Daten, Karten und Statistiken beschreiben die Entwicklung, zum Beispiel von Wohnungsbau, Verkehrsprojekten, Natur- und Denkmalschutz. Alte und neue Luftbilder werden gegenübergestellt. Die Broschüre im A4-Format umfasst 98 Seiten und kostet 5,35 Euro. Sie ist erhältlich in ausgewählten Buchhandlungen und im Kundenservice des Städtischen Vermessungsamtes, World Trade Center, Ammonstraße 74, 2. OG, Zimmer 2852, Telefon 4 88 41 38 oder 4 88 41 16, Fax 4 88 39 64, E-Mail vermessungsamt-ks@dresden.de. Öffnungszeiten: Montag und Freitag von 9 bis 12 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 9 bis 18 Uhr.  www.dresden.de/online-shop.

Justiz-Auktion im Internet

Die sächsische Justiz versteigert beschlagnahmte oder gepfändete Gegenstände auch via Internet. Sachsens Justizminister Martens (FDP) verspricht sich dadurch „bessere Verkaufschancen und höhere Erlöse im Interesse von Gläubigern und Schuldnern“. Sachsen nutzt zusammen mit anderen Bundesländern eine extra dafür eingerichtete Internetplattform, die rund um die Uhr von Interessenten zu erreichen ist, unter www.justiz-auktion.de

 

Klettern in der Sächsischen Schweiz weiter erlaubt

Im Naturschutzgebiet Sächsische Schweiz dürfen Klettersportler die Felsen erklimmen. Der Landtag passte dafür das Landesumweltrecht an das neue Bundesrecht unter Beibehaltung landesrechtlicher Regelungen an. „So wäre es zum Beispiel nach dem Bundesnaturschutzgesetz verboten, in der Sächsischen Schweiz Klettersport zu betreiben“, so Umweltminister Frank Kupfer (CDU). „Das Felsklettern in der Sächsischen Schweiz hat eine lange Tradition. Die Sportverbände arbeiten aktiv im Naturschutz mit und betreiben ihren Sport sehr verantwortungsvoll“, erklärt der Minister, weshalb Sachsen mit der Gesetzesanpassung das Verbot umging.

Online-Wanderpläne für Sachsen

Mit Kompass und Karte unterwegs zu sein, ist die gewohnte Art, Sachsen wandernd zu entdecken. Doch die Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen (TMGS) hält für alle Rucksack-Touristen auch Online-Wanderpläne für die sechs beliebtesten Wanderrouten bereit: den Sächsischen Weinwanderweg, den Malerweg, Oberlausitzer Bergweg, Vogtland Panorama Weg, für die Kammtour Erzgebirge-Vogtland und den Muldentalwanderweg. Alle wichtigen Details vom Streckenverlauf über Schwierigkeitsgrad bis hin zu Rastplätzen und Entfernungen sowie die gps-Daten sind auf den Wanderseiten zu finden. Wofür die TMGS mit dem Freizeit- und Tourismusportal AlpRegio kooperiert.  www.sachsen-tourismus.de

Internetportal zur kulturellen Bildung

Die Stadt Dresden bietet ein interaktives Internetportal zur kulturellen Bildung an: Kinder, Jugendliche und Erwachsene, aber auch Familien und Schulklassen können auf dem Portal nach geeigneten Kursen und Veranstaltungen suchen. Kultureinrichtungen können ihre Angebote selbstständig einpflegen und aktualisieren. Das Portal beruht auf einer Kooperation zwischen dem Kulturamt und der Medien Verlags GmbH. Es wird aus Fördermitteln des Sächsischen Wissenschaftsministeriums und der Stadt finanziert. www.dresdner-kulturelle-bildung.de

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