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Maestro-Wechsel in der Semperoper mit Eklat

10. Februar. 2010
10.Februar 2010
Der Chef der Münchner Philharmoniker, Christian Thielemann, wird ab der Saison 2012/13 Chefdirigent der Sächsischen Staatskapelle.

Star-Dirigent Christian Thielemann Foto: Holland

„Man kommt hin und sagt Guten Tag, darf nicht viel reden, versteht sich aber auf Anhieb.“ Launig versucht Star-Dirigent Christian Thielemann die Anziehungskraft des Unerklärlichen zu erklären: die Beziehung zur Sächsischen Staatskapelle. 2006 dirigiert der Generalmusikdirektor der Münchner Philharmoniker das Weltklasse-Orchester zum ersten Mal. Er spürt sofort das Besondere. Spricht von der gleichen Wellenlänge. 2012 wird Thielemann von München nach Dresden wechseln, um Chefdirigent der Staatskapelle zu werden. Heute stellte sich der Nachfolger von Generalmusikdirektor Fabio Luisi in Dresden vor.

Vor 2012 werde er seine neue Aufgabe in Dresden allerdings nicht übernehmen, sagte Thielemann, auch wenn er zwischenzeitlich Sonderkonzerte dirigiert: 2011 das Liszt-Konzert zum 200. Geburtstag des Komponisten und das Weihnachtsoratorium von Bach. Ab 2011 auch das ZDF-Adventskonzert aus der Frauenkirche. Schon ab diesem Jahr will das Zweite Deutsche Fernsehen das Silvesterkonzert der Staatskapelle unter Leitung von Thielemann aus der Semperoper übertragen. „Das ZDF hatte schon seit einiger Zeit die Idee, mit mir ein Konzert zu machen – ursprünglich war es in München geplant“, sagt Thielemann. Doch die Mainzer Fernsehmacher zogen Dresden vor. Dass das ZDF-Silvesterkonzert auf diese Weise in die Semperoper kommt, sei wunderbar.

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Das findet auch Generalmusikdirektor Fabio Luisi, doch offensichtlich war er nicht in die Verhandlungen einbezogen. Insofern überschattet ein Eklat den Maestro-Wechsel. Ohne seine Mitwirkung und ohne sein Wissen seien die Silvesterkonzerte geplant worden, erzählt Luisi  im Interview mit der Sächsischen Zeitung. Weil er dadurch seine grundlegenden Rechte als Musikchef verletzt sieht, kündigte der Italiener fristlos seinen noch bis 2012 geltenden Vertrag. „Wir akzeptieren die Kündigung nicht“, erwiderte Sachsens Kunstministerin Sabine Schorlemer (CDU) heute bei der Vorstellung von Thielemann.  „Die Juristen beschäftigen sich jetzt mit dem Arbeitsstreit“, so die Ministerin, die nun händeringend  Gastdirigenten sucht, weil Luisi in der Semperoper nicht mehr zum Taktstock greift.

Christian Thielemann fühlt sich „inspiriert und angestachelt durch die Sächsische Staatskapelle“. Er lobt ihren „eigenständigen weichen Klang, den sie sich über die Jahre bewahrt hat.“ Doch kurzfristig  könne er nicht nach Dresden kommen und so Sachsens Kunstministerin aus der Patsche helfen. Thielemanns Vertrag beginnt mit der Saison 2012/13 und reicht bis Sommer 2019. Er wird pro Spielzeit mindestens 45 Konzerte der Staatskapelle dirigieren, davon in Dresden mindestens zwölf Sinfoniekonzerte, drei Sonderkonzerte und zwölf Opernaufführungen. So sind vier Neuproduktionen geplant: Verdis „Simon Boccanegra“, Puccinis „Manon Lescaut“, „Elektra“ von Strauss und Webers „Freischütz“. Zudem sieht der Vertrag mindestens 18 Tourneekonzerte pro Saison mit der Staatskapelle vor.

45 Konzerte pro Saison seien „schon eine Menge“, erklärt Thielemann. Einkalkuliert sei aber pro Woche ein freier Tag. Schließlich möchte der gebürtige Berliner, der seine Laufbahn an der Deutschen Oper Berlin begann,  auch mal die Gemäldegalerie besuchen oder nach seinen sächsischen Wurzeln suchen. Die Verwandtschaft seines Vaters stammt aus Dresden und Leipzig. Das erklärt vielleicht, weshalb Thielemann ab 2012 auch ab und zu das Gewandhausorchester in Leipzig dirigieren wird.

(Brigitte Holland)

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Arbeiten aus der Grafikwerkstatt Dresden

Grafiken, die Künstler 1989/1990 und 2009/2010 in der Dresdner Grafikwerkstatt druckten, sind bis zum 30. September in der neuen Ausstellung der  „Galerie  2. Stock“ im Rathaus zu sehen. Auch  wenn  die  Themen 20 Jahre Friedliche Revolution und Deutsche Einheit nicht vordergründig verarbeitet worden sind, so sind sie doch als Atmosphäre und „Hintergrundleuchten“ spürbar. Grafiken von Klaus Drechsler, Angela Hampel, Eberhard Havekost,   Christiane   Just,   Maja   Nagel,  Gudrun  Trendafilov und Claus Weidensdorfer sind zu sehen. Seit  1958  werden  in  der Grafikwerkstatt Dresden, Arbeitsmöglichkeiten für Dresdner  Künstler  angeboten. Geöffnet  ist  die  „Galerie 2. Stock“ montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Online-Wanderpläne für Sachsen

Mit Kompass und Karte unterwegs zu sein, ist die gewohnte Art, Sachsen wandernd zu entdecken. Jetzt hat die Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen (TMGS) für alle Rucksack-Touristen ein neues Angebot parat: Online-Wanderpläne für die sechs beliebtesten Wanderrouten: Sächsischer Weinwanderweg, Malerweg, Oberlausitzer Bergweg, Vogtland Panorama Weg, Kammtour Erzgebirge-Vogtland und Muldentalwanderweg. Alle wichtigen Details vom Streckenverlauf über Schwierigkeitsgrad bis hin zu Rastplätzen und Entfernungen sowie die gps-Daten sind auf den Wanderseiten zu finden. Wofür die TMGS mit dem Freizeit- und Tourismusportal AlpRegio kooperiert.  www.sachsen-tourismus.de

Ab Dezember nonstop von Dresden nach Basel

Ab Dezember bekommt Dresden eine Direktflugverbindung mehr. Die Fluggesellschaft easyJet eröffnet am 3. Dezember die Nonstoproute Dresden-Basel. Dreimal wöchentlich - mittwochs, freitags und sonntags - wird vom Flughafen Dresden-Klotzsche der EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg angeflogen. Die neuen Flüge in die Schweiz lassen sich ab 8. Juli buchen unter www.easyJet.com

Jetzt dreimal pro Woche nonstop Dresden – Moskau

Aeroflot hat die Flugverbindungen zwischen Dresden und Moskau-Scheremetjewo weiter verbessert. Seit Juni bietet die russische Fluggesellschaft einen zusätzlichen Flug am Mittwoch und damit drei Nonstopflüge pro Woche und Richtung an. Der moderne Airbus A319 mit 116 Plätzen startet um 17.20 Uhr, montags bereits um 16.40 Uhr in Dresden. Die Landung in Moskau erfolgt um 21.55 Uhr bzw. am Montag um 21.15 Uhr. In der russischen Hauptstadt hebt die Maschine um 15 Uhr Ortszeit ab und erreicht Dresden um 15.40 Uhr Ortszeit.  Den Hin- und Rückflug kostet inklusive aller Steuern und Gebühren ab 211 Euro. Die Flugzeit beträgt rund zweieinhalb Stunden.

Tiere und Pflanzen des Jahres auf Postkarten

Auch in diesem Jahr will Sachsens Umweltministerium mit Postkarten zur Natur des Jahres 2010 den Blick wieder auf bekannte und weniger bekannte Schönheiten unserer heimischen Flora und Fauna lenken. Ausgesucht wurden dafür der Dachs (Tier des Jahres 2010), der Schönbär (Schmetterling d. J.), die Vogelkirsche (Baum d. J.), der Teichmolch (Lurch d. J.), die Herbstzeitlose (Giftpflanze d. J.) und der Efeu (Arzneipflanze d. J.).  Die Postkarten kann man sich auf der Internetseite des Umweltministeriums ansehen oder kostenfrei beim Zentralen Broschürenversand der Staatsregierung bestellen:  publikationen(at).sachsen.de http://www.natur.sachsen.de

Französisches Abi jetzt auch in Sachsen

Das Romain-Rolland-Gymnasium Dresden und das Anton-Philipp-Reclam-Gymnasium Leipzig sind die ersten Schulen in Sachsen, die parallel zum deutschen Abitur das Französische Baccalauréat (AbiBac) anbieten.  Ab Schuljahr 2010/2011 können sich Gymnasiasten der Klassenstufe zehn, die die vertiefte sprachliche Ausbildung durchlaufen haben, darauf vorbereiten. In den Klassenstufen zehn bis 12 wird dann Französisch auf erhöhtem Niveau unterrichtet. In den letzten drei Jahren vor dem Abitur geht es auch in Geschichte und einem weiteren gesellschaftwissenschaftlichen Fach französischsprachig zu. Dresden kooperiert dabei mit einer Schule in Strasbourg, Leipzig mit einer Schule in Montpellier.

Neue Tempo-30-Zone in Dresden-Neustadt

In  Dresden-Neustadt  entsteht  eine neue Tempo-30-Zone westlich  der Königsbrücker Straße, die im Süden durch die Antonstraße und im Norden durch den Bischofsweg begrenzt wird. Im Westen reicht sie bis  zu  den Bahnanlagen. Die Geschwindigkeitsbegrenzung   soll  den  Durchgangsverkehr  fernhalten und die Verkehrssicherheit   für Fußgänger und Radfahrer erhöhen. In diesem Zusammenhang gibt die Stadt den als Einbahnstraße ausgewiesenen Dammweg  zwischen Eschenstraße und Bischofsweg in beiden Richtungen für den Radverkehr  frei  und  schafft  damit eine Alternative zur belebten Königsbrücker  Straße.  Das  Parken entfällt dafür auf diesem Abschnitt des Dammweges.