Willkommen:

beim subjektiven Infoportal mit dem Anspruch objektiv herauszupicken, was Dresden gerade bewegt.

cyberSax: Dresden - Termine und Veranstaltungen
Lingnerschloss Dresden
Link zur Gesellschaft Historischer Neumarkt Dresden
Pack Dein Studium. Hier findest Du Deine neue Hochschule.

Dresdner News

Hawesko.de - Hanseatisches Wein & Sekt Kontor - Jetzt einkaufen!

Konzertsaal wird in Kulturpalast implantiert

25. February. 2011
25.February 2011
Das Berliner Architekturbüro Gerkan, Marg & Partner (gmp) entwarf für den Dresdner Kulturpalast einen Konzertsaal in Form eines Weinberges.

Blick in den neuen Konzertsaal Visialisierung: gmp

Das aufpolierte Foyer des Kulturpalastes, wie man es seit 40 Jahren kennt, nur in etwas helleren Tönen und mit einem neuen Ticket-Tresen im Hintergrund.

Von einem Flaggschiff der klassischen Musik, wie es Star Architekt Frank Gehry für Los Angeles entwarf, können die Dresdner nur weiter träumen. Die Stadt will ihren in die Jahre gekommenen Kulturpalast am Altmarkt ab 2013 zu einem Konzertsaal umbauen. Nach dem Wettbewerb 2009, den das Berliner Architekturbüro Gerkan, Marg & Partner (gmp) gewann, liegt nun die Vorplanung vor. Mit der ersten Erkenntnis: Der Umbau wird mindestens 70,5 Millionen Euro kosten, fünf Millionen mehr als ursprünglich geschätzt.

Ein neues schickes Konzerthaus am Elbufer bleibt also Vision. Im Wettbewerb um die Gunst des internationalen Musikpublikums meinen die Kulturpolitiker hierzulande ohne spektakuläre Architektur auskommen zu können. Gerkan, Marg & Partner (gmp) bedienten schon mit ihrem Siegerentwurf den Pragmatismus der Rathausspitze, den 40 Jahre alten Kulturpalast zu nehmen und ihm einen neuen Konzertsaal einzupflanzen.

Anzeige

Mit der Eröffnung des Musentempels 1969 hatte die Dresdner Philharmonie wieder ein Zuhause erhalten. Allerdings musste sich das Spitzenorchester den Saal bislang mit Künstlern anderer Genre, insbesondere der Unterhaltungsmusik, teilen. Seine unzureichende Akustik für klassische Musik wurde beklagt. Insofern soll der Multifunktionssaal durch einen reinen Konzertsaal für die Philharmonie ersetzt werden. Und gleichzeitig will die Stadt mit dem Umbau die Städtische Bibliothek und das Kabarett „Die Herkuleskeule“ im Kulturpalast unterbringen. Sah der erste Entwurf von Gerkan, Marg & Partner noch nach einer Total-OP aus, geht die überarbeitete Fassung etwas behutsamer mit dem „Kulti“ um. Schließlich stieg er zwischenzeitlich als herausragendes Beispiel der modernen Nachkriegsarchitektur zum Denkmal auf.

Anstatt die Bibliothek aufwendig über ein neues Foyer und gläserne Aufzüge im Bereich, wo sich heute die Garderoben befinden, zu erschließen, behält dieses Zwischengeschoss unter dem Saal seine Funktion. Außerdem ist die Bibliothek nun nicht mehr über zwei Etagen verteilt, sondern mit 6000 Quadratmeter Nutzfläche im zweiten Obergeschoss wie ein Kranz um den Konzertsaal konzentriert. Insofern müssen für die Last der Bücherregale nur auf einer Etage Decken verstärkt werden, was Kosten spart. Und das der Bibliothek zugeordnete Foyer im zweiten Obergeschoss mit bestem Blick auf den Altmarkt dürfte ein Besuchermagnet bei allen Veranstaltungen werden.

Auch für die „Herkuleskeule“ fanden die Architekten offensichtlich einen besseren Platz und zwar im Untergrund des Kulturpalastes mit direktem Zugang zur Tiefgarage am Altmarkt. Anstatt im ersten Geschoss an der Galeriestraße erhält das Kabarett im Keller nun einen Saal mit 300 Plätzen und zwar dort, wo sich heute die Maschinerie für den Multifunktionssaal befindet. „Ich glaube, dass sich Kabarettisten in Kellerräumen ohnehin wohler fühlen“, meint Kulturbürgermeister Ralf Lunau (parteilos). Zusammen mit Finanzbürgermeister Hartmut Vorjohann (CDU) präsentierte er die Vorplanung als weiteren Schritt bis zum geplanten Baubeginn im Januar 2013.

Dass der Umbau schon jetzt fünf Millionen Euro mehr kostet, ficht den Finanzbürgermeister nicht an: „Wir liegen damit im Grunde genommen im Budget“. Denn das Ergebnis der Vorplanung widerlege die Auffassung der Umbau-Gegner, dass die ursprünglich veranschlagten 65 Millionen Euro nie und nimmer ausreichen würden. Gestiegene Materialkosten, höhere Architektenhonorare und Nachbesserungen hätten die Summe nach oben getrieben. Die Gelassenheit Vorjohanns stützt sich auf die Zusage des Freistaates, knapp die Hälfte der Kosten übernehmen zu wollen. „Schriftlich sind uns bis zu 35 Millionen Euro Fördermittel aus dem europäischen Regionalentwicklungsfonds in Aussicht gestellt worden“, so der Finanzbürgermeister. Der förmliche Antrag sei aber noch nicht gestellt, räumt er ein.

Derweil klagt Wolfgang Hänsch, der Architekt des guten alten „Kulti“, beim Landgericht Leipzig gegen den geplanten Umbau. Er sieht seine Urheberrechte verletzt, wenn der Multifunktionssaal als Herzstück des Hauses herausgerissen wird. „Die Seele des Kulturpalastes wird nicht verletzt“, meint dagegen der amtierende Leiter des Hochbauamtes, Roland Müssig. Die äußere Hülle bleibe erhalten, ebenso die Foyers und die Schmetterlingstreppenhäuser. Zudem werde der neue Saal in die Rohbauhülle des alten eingepasst, dafür müsse auch die Dachkonstruktion nicht verändert werden. Nur der neue Konzertsaal der Philharmonie bietet mit 1882 Plätzen künftig weniger Musikfreunden Platz. In Dresden werden eben kleinere Brötchen gebacken als in den Musikmetropolen dieser Welt.

(Brigitte Holland)

Jetzt kommentieren

Netiquette:

Mit echten Menschen und Namen lässt es sich leichter kommunizieren.

Deshalb sind anonyme Kommentare auf meindresden.info nicht erwünscht.

Werbliche Kommentare (Links zu Shops, Firmen, SEO o.Ä.) werden als SPAM markiert. Alles was nicht zum Artikel passt, bitte über den normalen Kontakt mitteilen.

Die mit * gekennzeichneten Felder sind Pflichtfelder.

CAPTCHA Bild zum Spamschutz 

Neue Direktfluglinie Dresden – Hamburg

Hamburg und Dresden  rücken enger zusammen, dank einer neuen Direktfluglinie. Die Bremer Regionalfluggesellschaft OLT Express Germany bedient die Strecke mit täglichen Flügen. Montag und Freitag heben die 50sitzigen Propellermaschinen vom Typ Saab 2000 sogar dreimal in Dresden und Hamburg  ab. Die Flugzeit beträgt 60 Minuten. Obwohl Dresden und Hamburg bereits seit über 20 Jahren Partnerstädte sind, waren sie bisher nicht im Direktflug erreichbar. Als Eröffnungsangebot ist der Hin- und Rückflug 199 Euro pro Person buchbar. www.oltexpress.de

Heiraten im Kulturrathaus

Brautpaare, die gern im Dresdner Barockviertel heiraten möchten, können sich ab Juni im Kulturrathaus, Königstraße 15, das Ja-Wort geben. Ihnen steht für die Eheschließung der Fritz-Löffler-Saal mit seiner historischen Holzbalkendecke zur Verfügung. Er bietet bis zu 144 Gästen Platz und verfügt über eine wunderbare Akustik. Für die musikalische Umrahmung kann der vorhandene Flügel genutzt werden. Von Mai bis Oktober immer samstags von 9 bis 13 Uhr können künftig im Kulturrathaus Ehen geschlossen werden. Die Termine vergibt das Standesamt Dresden, Goetheallee 55.  www.dresden.de/heiraten

Zum Geburtstag freier Eintritt in die Kunstsammlungen

Wer Geburtstag hat, bekommt üblicherweise Geschenke. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) beschenken seit diesem Jahr ihre Besucher an deren jeweiligem Geburtstag mit freiem Eintritt. „Geburtstagskinder“ jeden Alters legen an der Kasse ihren Personalausweis vor und erhalten an dem Tag freien Eintritt in alle Museen der SKD an den Standorten Dresden, Leipzig und Herrnhut. Diese Regelung gilt auch für das Historische Grüne Gewölbe und sämtliche Sonderausstellungen.

Online-Kalender der Dresdner Wissenschaft

Immer auf dem neuesten Stand der Wissenschaft zu sein, heißt auch, zu wissen, woran die Forscher arbeiten. Mit dem Start des Dresden Science Calendar werden alle wissenschaftlichen Veranstaltungen im Raum Dresden auf einen Blick zugänglich gemacht. Im Rahmen des Wissenschaftsnetzwerkes DRESDEN-concept und in Kooperation mit der Stadt  und der Sandstein Neue Medien GmbH ist eine für den Informationsaustausch über wissenschaftliche Veranstaltungen maßgeschneiderte Internetplattform entstanden. Jeder, einschließlich der wissenschaftlich interessierten Öffentlichkeit, kann alle Ankündigungen nach verschiedenen Kriterien gefiltert abrufen. Die Internetplattform bietet auch Schnittstellen an, um relevante Vorträge zu einmal ausgewählten Suchkriterien und persönlichen Interessen automatisch vorzusortieren und regelmäßig strukturierte Benachrichtigungen per RSS-feed, iCal-Kalenderabonnement oder über andere Datenkanäle zu erhalten. Der Dresden Science Calendar ergänzt damit die bestehenden Ankündigungssysteme der einzelnen Institute, aus welchen die Informationen automatisch synchronisiert werden. www. wissenschaft.dresden.de/calendar

Dresdner Stadt-Atlas

Kurz und knapp stellt sich Dresden im Stadt-Atlas vor. Er enthält Straßen- und Wegekarten und Informationen zum öffentlichen Nahverkehr. Er gibt Auskunft, wo sich öffentliche und kulturelle Einrichtungen, Fußgängerzonen, öffentliche Toiletten, Einbahnstraßen, Parkplätze und Taxi-Standorte befinden. Darüber hinaus empfiehlt der Stadt-Atlas mit Text, Karte und 3D-Ansicht einen Stadtrundgang durch die Altstadt und die Neustadt von Dresden. Ein weiterer Teil des Stadt-Atlasses befasst sich mit 20 Jahren Kommunalentwicklung. Daten, Karten und Statistiken beschreiben die Entwicklung, zum Beispiel von Wohnungsbau, Verkehrsprojekten, Natur- und Denkmalschutz. Alte und neue Luftbilder werden gegenübergestellt. Die Broschüre im A4-Format umfasst 98 Seiten und kostet 5,35 Euro. Sie ist erhältlich in ausgewählten Buchhandlungen und im Kundenservice des Städtischen Vermessungsamtes, World Trade Center, Ammonstraße 74, 2. OG, Zimmer 2852, Telefon 4 88 41 38 oder 4 88 41 16, Fax 4 88 39 64, E-Mail vermessungsamt-ks@dresden.de. Öffnungszeiten: Montag und Freitag von 9 bis 12 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 9 bis 18 Uhr.  www.dresden.de/online-shop.

Justiz-Auktion im Internet

Die sächsische Justiz versteigert beschlagnahmte oder gepfändete Gegenstände auch via Internet. Sachsens Justizminister Martens (FDP) verspricht sich dadurch „bessere Verkaufschancen und höhere Erlöse im Interesse von Gläubigern und Schuldnern“. Sachsen nutzt zusammen mit anderen Bundesländern eine extra dafür eingerichtete Internetplattform, die rund um die Uhr von Interessenten zu erreichen ist, unter www.justiz-auktion.de

 

Klettern in der Sächsischen Schweiz weiter erlaubt

Im Naturschutzgebiet Sächsische Schweiz dürfen Klettersportler die Felsen erklimmen. Der Landtag passte dafür das Landesumweltrecht an das neue Bundesrecht unter Beibehaltung landesrechtlicher Regelungen an. „So wäre es zum Beispiel nach dem Bundesnaturschutzgesetz verboten, in der Sächsischen Schweiz Klettersport zu betreiben“, so Umweltminister Frank Kupfer (CDU). „Das Felsklettern in der Sächsischen Schweiz hat eine lange Tradition. Die Sportverbände arbeiten aktiv im Naturschutz mit und betreiben ihren Sport sehr verantwortungsvoll“, erklärt der Minister, weshalb Sachsen mit der Gesetzesanpassung das Verbot umging.

Schnäppchen - Hanseatisches Wein & Sekt Kontor - Jetzt einkaufen!

Valid XHTML 1.0 Transitional