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Mit seinen Bahnhofshallen für die Südseite des Altmarktes stieß er Anfang der 1990er Jahre in Dresden auf Ablehnung. Jetzt kommt Meinhard von Gerkan an der Nordseite des Altmarktes zum Zuge. Nach seinem Entwurf soll der Kulturpalast umgebaut werden, zu einem reinen Konzertsaal für die Dresdner Philharmonie mit angeschlossener städtischer Bibliothek und Kabarett. Was wie ein Gemischtwarenladen klingt, sollte keiner werden. In einem von der Stadt ausgelobten Architekturwettbewerb vergab heute das Preisgericht den 1. Preis an das Berliner Büro von Gerkan, Marg und Partner. „Der Kulturpalast wird weitestgehend erhalten und gleichzeitig entsteht ein phantastischer Konzertsaal für die Philharmonie“, lobte Juryvorsitzender Jörg Friedrich, Architekturprofessor aus Hamburg, den Siegerentwurf.
Der 2. Preis ging an das Büro HPP, Leipzig und der 3. Preis an Caruso & Torricella aus Mailand. Ein Vergleich der Ideen war heute noch nicht möglich, weil Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) nicht zur Pressekonferenz vor die Pläne, sondern lediglich ins Rathaus eingeladen hatte, um so schnell wie möglich das Wettbewerbsergebnis zu verkünden. Das Preisgericht hatte sich bis zum späten Nachmittag im Stadtmuseum nochmals intensiv mit sieben von insgesamt 28 eingereichten Arbeiten beschäftigt. Für jene aus dem Büro Gerkan, Marg und Partner fiel die Entscheidung dann einstimmig. „So etwas kommt selten vor“, betonte Friedrich. Ab 24. Juni werden alle sieben in die engere Wahl gekommenen Modelle im Stadtmuseum der Öffentlichkeit präsentiert.
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Der Siegerentwurf geht nach den Worten des Juryvorsitzenden sehr behutsam mit dem Kulturpalast um. Danach bleiben das Foyer mit seinen Treppenaufgängen und die Kubatur des bisherigen Mehrzwecksaales erhalten. In seiner sechseckigen Hülle entsteht der neue Konzertsaal für 1900 Besucher in Form eines sogenannten Weinberges. Vorbild ist der Saal der Berliner Philharmonie. Die Musikfreunde sitzen auf verschiedenen Ebenen sehr dicht um das Orchester herum. Bei der Staffelung im Siegerentwurf fällt auf, wie sich die Struktur an den Wänden und der Decke fortsetzt. „Mit dieser Art der Wand- und Deckengestaltung kann man eine individuell auf den Raum abgestimmte Akustik erzeugen“, erklärt Jörg Friedrich.
Wer meint, Gerkan, Marg und Partner können nur Flughäfen und Bahnhöfe entwerfen, irrt. Mit der Musik- und Kongresshalle in Lübeck drangen sie auch in den Bereich Kultur vor. Und in China baut das Büro inzwischen futuristische Theater und Museen. In Dresden zügeln sich die Gerkan-Architekten beim Umbau des Kulturpalastes, gehen allerdings kreativ mit der Raumstruktur um. Ihre Idee, die Bibliothek rechts und links des neuen Konzertsaales über alle Etagen wie zwei Türme auszubilden, ist genial. Wo die Konzertbesucher heute noch die Garderobe abgeben, wird die Bibliothek ihr eigenes Foyer im Foyer haben. Die Kleinkunstbühne mit 350 Plätzen als neues Domizil für die Herkuleskeule wird im Ostflügel des Kulturpalastes untergebracht, der Westflügel bleibt der Gastronomie vorbehalten. In jedem Fall widerspricht der Siegerentwurf den schlimmsten Befürchtungen, dass der Kulturpalast zur Wohngemeinschaft der Philharmonie mit Pippi Langstrumpf verkommen könnte.
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Wer Geburtstag hat, bekommt üblicherweise Geschenke. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) beschenken seit diesem Jahr ihre Besucher an deren jeweiligem Geburtstag mit freiem Eintritt. „Geburtstagskinder“ jeden Alters legen an der Kasse ihren Personalausweis vor und erhalten an dem Tag freien Eintritt in alle Museen der SKD an den Standorten Dresden, Leipzig und Herrnhut. Diese Regelung gilt auch für das Historische Grüne Gewölbe und sämtliche Sonderausstellungen.
Immer auf dem neuesten Stand der Wissenschaft zu sein, heißt auch, zu wissen, woran die Forscher arbeiten. Mit dem Start des Dresden Science Calendar werden alle wissenschaftlichen Veranstaltungen im Raum Dresden auf einen Blick zugänglich gemacht. Im Rahmen des Wissenschaftsnetzwerkes DRESDEN-concept und in Kooperation mit der Stadt und der Sandstein Neue Medien GmbH ist eine für den Informationsaustausch über wissenschaftliche Veranstaltungen maßgeschneiderte Internetplattform entstanden. Jeder, einschließlich der wissenschaftlich interessierten Öffentlichkeit, kann alle Ankündigungen nach verschiedenen Kriterien gefiltert abrufen. Die Internetplattform bietet auch Schnittstellen an, um relevante Vorträge zu einmal ausgewählten Suchkriterien und persönlichen Interessen automatisch vorzusortieren und regelmäßig strukturierte Benachrichtigungen per RSS-feed, iCal-Kalenderabonnement oder über andere Datenkanäle zu erhalten. Der Dresden Science Calendar ergänzt damit die bestehenden Ankündigungssysteme der einzelnen Institute, aus welchen die Informationen automatisch synchronisiert werden. www. wissenschaft.dresden.de/calendar
Kurz und knapp stellt sich Dresden im Stadt-Atlas vor. Er enthält Straßen- und Wegekarten und Informationen zum öffentlichen Nahverkehr. Er gibt Auskunft, wo sich öffentliche und kulturelle Einrichtungen, Fußgängerzonen, öffentliche Toiletten, Einbahnstraßen, Parkplätze und Taxi-Standorte befinden. Darüber hinaus empfiehlt der Stadt-Atlas mit Text, Karte und 3D-Ansicht einen Stadtrundgang durch die Altstadt und die Neustadt von Dresden. Ein weiterer Teil des Stadt-Atlasses befasst sich mit 20 Jahren Kommunalentwicklung. Daten, Karten und Statistiken beschreiben die Entwicklung, zum Beispiel von Wohnungsbau, Verkehrsprojekten, Natur- und Denkmalschutz. Alte und neue Luftbilder werden gegenübergestellt. Die Broschüre im A4-Format umfasst 98 Seiten und kostet 5,35 Euro. Sie ist erhältlich in ausgewählten Buchhandlungen und im Kundenservice des Städtischen Vermessungsamtes, World Trade Center, Ammonstraße 74, 2. OG, Zimmer 2852, Telefon 4 88 41 38 oder 4 88 41 16, Fax 4 88 39 64, E-Mail vermessungsamt-ks@dresden.de. Öffnungszeiten: Montag und Freitag von 9 bis 12 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 9 bis 18 Uhr. www.dresden.de/online-shop.
Die sächsische Justiz versteigert beschlagnahmte oder gepfändete Gegenstände auch via Internet. Sachsens Justizminister Martens (FDP) verspricht sich dadurch „bessere Verkaufschancen und höhere Erlöse im Interesse von Gläubigern und Schuldnern“. Sachsen nutzt zusammen mit anderen Bundesländern eine extra dafür eingerichtete Internetplattform, die rund um die Uhr von Interessenten zu erreichen ist, unter www.justiz-auktion.de
Im Naturschutzgebiet Sächsische Schweiz dürfen Klettersportler die Felsen erklimmen. Der Landtag passte dafür das Landesumweltrecht an das neue Bundesrecht unter Beibehaltung landesrechtlicher Regelungen an. „So wäre es zum Beispiel nach dem Bundesnaturschutzgesetz verboten, in der Sächsischen Schweiz Klettersport zu betreiben“, so Umweltminister Frank Kupfer (CDU). „Das Felsklettern in der Sächsischen Schweiz hat eine lange Tradition. Die Sportverbände arbeiten aktiv im Naturschutz mit und betreiben ihren Sport sehr verantwortungsvoll“, erklärt der Minister, weshalb Sachsen mit der Gesetzesanpassung das Verbot umging.
Mit Kompass und Karte unterwegs zu sein, ist die gewohnte Art, Sachsen wandernd zu entdecken. Doch die Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen (TMGS) hält für alle Rucksack-Touristen auch Online-Wanderpläne für die sechs beliebtesten Wanderrouten bereit: den Sächsischen Weinwanderweg, den Malerweg, Oberlausitzer Bergweg, Vogtland Panorama Weg, für die Kammtour Erzgebirge-Vogtland und den Muldentalwanderweg. Alle wichtigen Details vom Streckenverlauf über Schwierigkeitsgrad bis hin zu Rastplätzen und Entfernungen sowie die gps-Daten sind auf den Wanderseiten zu finden. Wofür die TMGS mit dem Freizeit- und Tourismusportal AlpRegio kooperiert. www.sachsen-tourismus.de
Die Stadt Dresden bietet ein interaktives Internetportal zur kulturellen Bildung an: Kinder, Jugendliche und Erwachsene, aber auch Familien und Schulklassen können auf dem Portal nach geeigneten Kursen und Veranstaltungen suchen. Kultureinrichtungen können ihre Angebote selbstständig einpflegen und aktualisieren. Das Portal beruht auf einer Kooperation zwischen dem Kulturamt und der Medien Verlags GmbH. Es wird aus Fördermitteln des Sächsischen Wissenschaftsministeriums und der Stadt finanziert. www.dresdner-kulturelle-bildung.de
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