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Shoppen soweit die Füße tragen. Dresdens Altmarkt-Galerie – das seit 2002 bestehende Einkaufszentrum im Herzen der Stadt – öffnete heute als größter innerstädtischer Konsumtempel seine Pforten. Die Hamburger Immobilienfirma ECE erweiterte die Handelsfläche um 18000 auf 44000 Quadratmeter. Zu den bereits existierenden 100 Geschäften, Cafés und Restaurants kamen 96 weitere in dem neuen Gebäude entlang der Wilsdruffer Straße zwischen Altmarkt und Postplatz hinzu.
Die Architekten Manfred Schomers und Andreas Teigeler entwarfen einen fünfgeschossigen Komplex, der zumindest äußerlich den Eindruck vermittelt aus zwei Häusern zu bestehen. Doch an die ursprüngliche Kleinteiligkeit des Quartiers vor der Zerstörung Dresdens erinnert nichts mehr. Nur alte Dresdner können noch wissen, dass der neue 24-Stunden-Durchgang mal der Eingang zur Tuchmachergasse war.
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Im Inneren zieht sich die neue Mall in einem Stück vom Altmarkt bis zum Postplatz über drei Etagen hin, wie auch schon die bisherige durch Sichtschächte und Rolltreppenrondells strukturiert. Mit ihrer Innenarchitektur knüpft sie nahtlos an die bestehende Mall an. Spektakulär anders ist sie jedenfalls nicht. Die Fußböden aus Juramarmor sorgen für Glanz, die Lichtkuppeln und Lichtfelder für Atmosphäre. Schon vor der Eröffnung hatte es Kritik an der „Investorenarchitektur“ gehagelt.
Dafür funkelt der ins Projekt einbezogene Kopfbau des einstigen Intecta-Möbelhauses umso mehr. Das unter Denkmalschutz stehende Zeugnis des DDR-Barock wurde saniert und bildet nun am Altmarkt den repräsentativen Eingang zur neuen Ost-West-Passage, wo jetzt im Erdgeschoss das neue Café Kreutzkamm im historischen Stil Erinnerungen an die gute alte Zeit aufleben lässt. Doch die jungen Besucher der Mall wird es wohl geradewegs zu Apple ziehen. Das Elektronikunternehmen aus Kalifornien eröffnete in der erweiterten Altmarkt-Galerie seinen ersten Store in den neuen Bundesländern, ebenso das Designermode-Label „One Green Elephant“.
Schon beim Bau des ersten Teils der Altmarkt-Galerie hat die ECE die Erweiterung im Blick gehabt. „Das Vorrücken aus dem Inneren des westlichen Altmarkt-Viertels zur Wilsdruffer Straße und zum Postplatz war von Anfang an geplant“, sagte ECE-Objektentwickler Nikolaus Thätner. Nach der Klärung von Rückgabeansprüchen von Alteigentümern habe die ECE aber erst 2007 die Grundstücke von der Linde KG und der Drewag kaufen können. Wieder finanzierte die Hamburger Immobilienfirma das Projekt zusammen mit der TLG-Immobilen GmbH. Als dritter Finanzpartner war diesmal die Deutsche Euroshop AG (DES) mit im Boot, um die 165 Millionen-Euro-Investition zu stemmen.
Vordenker des Konzeptes, viele kleine selbständig wirtschaftende Läden unter einem Dach zu vereinen, ist der Otto-Versand-Gründer, Werner Otto. Der Hamburger Unternehmer bewies 1965 Weitblick als er die Immobilienfirma ECE gründete und unter ihrer Leitung 1969 das erste Shopping-Center in Nürnberg eröffnete. Inzwischen managt die ECE 132 Einkaufszentren in 15 Ländern u.a. die Potsdamer Platz Arkaden in Berlin, die Schloss-Arkaden in Braunschweig oder die Promenaden im Hauptbahnhof Leipzig.
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Hamburg und Dresden rücken enger zusammen, dank einer neuen Direktfluglinie. Die Bremer Regionalfluggesellschaft OLT Express Germany bedient die Strecke mit täglichen Flügen. Montag und Freitag heben die 50sitzigen Propellermaschinen vom Typ Saab 2000 sogar dreimal in Dresden und Hamburg ab. Die Flugzeit beträgt 60 Minuten. Obwohl Dresden und Hamburg bereits seit über 20 Jahren Partnerstädte sind, waren sie bisher nicht im Direktflug erreichbar. Als Eröffnungsangebot ist der Hin- und Rückflug 199 Euro pro Person buchbar. www.oltexpress.de
Brautpaare, die gern im Dresdner Barockviertel heiraten möchten, können sich ab Juni im Kulturrathaus, Königstraße 15, das Ja-Wort geben. Ihnen steht für die Eheschließung der Fritz-Löffler-Saal mit seiner historischen Holzbalkendecke zur Verfügung. Er bietet bis zu 144 Gästen Platz und verfügt über eine wunderbare Akustik. Für die musikalische Umrahmung kann der vorhandene Flügel genutzt werden. Von Mai bis Oktober immer samstags von 9 bis 13 Uhr können künftig im Kulturrathaus Ehen geschlossen werden. Die Termine vergibt das Standesamt Dresden, Goetheallee 55. www.dresden.de/heiraten
Wer Geburtstag hat, bekommt üblicherweise Geschenke. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) beschenken seit diesem Jahr ihre Besucher an deren jeweiligem Geburtstag mit freiem Eintritt. „Geburtstagskinder“ jeden Alters legen an der Kasse ihren Personalausweis vor und erhalten an dem Tag freien Eintritt in alle Museen der SKD an den Standorten Dresden, Leipzig und Herrnhut. Diese Regelung gilt auch für das Historische Grüne Gewölbe und sämtliche Sonderausstellungen.
Immer auf dem neuesten Stand der Wissenschaft zu sein, heißt auch, zu wissen, woran die Forscher arbeiten. Mit dem Start des Dresden Science Calendar werden alle wissenschaftlichen Veranstaltungen im Raum Dresden auf einen Blick zugänglich gemacht. Im Rahmen des Wissenschaftsnetzwerkes DRESDEN-concept und in Kooperation mit der Stadt und der Sandstein Neue Medien GmbH ist eine für den Informationsaustausch über wissenschaftliche Veranstaltungen maßgeschneiderte Internetplattform entstanden. Jeder, einschließlich der wissenschaftlich interessierten Öffentlichkeit, kann alle Ankündigungen nach verschiedenen Kriterien gefiltert abrufen. Die Internetplattform bietet auch Schnittstellen an, um relevante Vorträge zu einmal ausgewählten Suchkriterien und persönlichen Interessen automatisch vorzusortieren und regelmäßig strukturierte Benachrichtigungen per RSS-feed, iCal-Kalenderabonnement oder über andere Datenkanäle zu erhalten. Der Dresden Science Calendar ergänzt damit die bestehenden Ankündigungssysteme der einzelnen Institute, aus welchen die Informationen automatisch synchronisiert werden. www. wissenschaft.dresden.de/calendar
Kurz und knapp stellt sich Dresden im Stadt-Atlas vor. Er enthält Straßen- und Wegekarten und Informationen zum öffentlichen Nahverkehr. Er gibt Auskunft, wo sich öffentliche und kulturelle Einrichtungen, Fußgängerzonen, öffentliche Toiletten, Einbahnstraßen, Parkplätze und Taxi-Standorte befinden. Darüber hinaus empfiehlt der Stadt-Atlas mit Text, Karte und 3D-Ansicht einen Stadtrundgang durch die Altstadt und die Neustadt von Dresden. Ein weiterer Teil des Stadt-Atlasses befasst sich mit 20 Jahren Kommunalentwicklung. Daten, Karten und Statistiken beschreiben die Entwicklung, zum Beispiel von Wohnungsbau, Verkehrsprojekten, Natur- und Denkmalschutz. Alte und neue Luftbilder werden gegenübergestellt. Die Broschüre im A4-Format umfasst 98 Seiten und kostet 5,35 Euro. Sie ist erhältlich in ausgewählten Buchhandlungen und im Kundenservice des Städtischen Vermessungsamtes, World Trade Center, Ammonstraße 74, 2. OG, Zimmer 2852, Telefon 4 88 41 38 oder 4 88 41 16, Fax 4 88 39 64, E-Mail vermessungsamt-ks@dresden.de. Öffnungszeiten: Montag und Freitag von 9 bis 12 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 9 bis 18 Uhr. www.dresden.de/online-shop.
Die sächsische Justiz versteigert beschlagnahmte oder gepfändete Gegenstände auch via Internet. Sachsens Justizminister Martens (FDP) verspricht sich dadurch „bessere Verkaufschancen und höhere Erlöse im Interesse von Gläubigern und Schuldnern“. Sachsen nutzt zusammen mit anderen Bundesländern eine extra dafür eingerichtete Internetplattform, die rund um die Uhr von Interessenten zu erreichen ist, unter www.justiz-auktion.de
Im Naturschutzgebiet Sächsische Schweiz dürfen Klettersportler die Felsen erklimmen. Der Landtag passte dafür das Landesumweltrecht an das neue Bundesrecht unter Beibehaltung landesrechtlicher Regelungen an. „So wäre es zum Beispiel nach dem Bundesnaturschutzgesetz verboten, in der Sächsischen Schweiz Klettersport zu betreiben“, so Umweltminister Frank Kupfer (CDU). „Das Felsklettern in der Sächsischen Schweiz hat eine lange Tradition. Die Sportverbände arbeiten aktiv im Naturschutz mit und betreiben ihren Sport sehr verantwortungsvoll“, erklärt der Minister, weshalb Sachsen mit der Gesetzesanpassung das Verbot umging.
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