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Man muss sich die Augen nicht reiben. Es stimmt. Köhler wird Eventmanager in Dresden. Doch er heißt nicht Horst, sondern Wolfram. Nur den Nachnamen hat der ehemalige Olympia-Staatssekretär und Ex-Oberbürgermeister von Riesa mit dem Bundespräsidenten gemeinsam. Sonst verbindet sie nichts. Höchstens das Parteibuch und die hohen Erwartungen an ihren Job. Wolfram Köhler soll Dresden zu einem besonderen Veranstaltungsort machen. Und es gibt schon im Vorfeld Streit um die Personalentscheidung, die der alte Stadtrat auf seiner letzten Sitzung am 25. Juni treffen soll.
Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) will Wolfram Köhler als Geschäftführer für die Messe Dresden und übergangsweise als Sportstätten-Chef bestellen. In dieser Eigenschaft soll der 41-Jährige Großveranstaltungen nach Dresden holen und ein Konzept entwickeln, wie sich die Stadt mit herausragenden Veranstaltungen einen Namen machen kann. An große sportliche Ereignisse, Shows und große Unterhaltungsformen ist gedacht.
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Köhler bringe für die Aufgabe internationale Kontakte und Erfahrungen mit. Der ehemalige Liedermacher war von 1990 bis 1994 Dezernent für Wirtschaft, Kultur und Sport in Riesa, anschließend Erster Bürgermeister und von 2001 bis 2003 Oberbürgermeister der Stadt. Unter seiner Ägide schaffte Riesa den Imagewechsel von der Stahl- zur Sportstadt. Durch die Veranstaltung von internationalen Sportwettkämpfen in der neuen Arena erlangte Riesa überregionale Bedeutung. Vorläufiger Höhepunkt dieser Entwicklung war die Beteiligung Riesas an der Olympia-2012-Kampagne Leipzigs. Nach einem Intermezzo 2003 als Staatssekretär in der sächsischen Staatskanzlei, ging Wolfram Köhler nach Florida, wo er als Berater im Veranstaltungsgeschäft arbeitet. Parallel dazu half er seiner Frau einen Kindergarten aufzubauen.
Vereinbart zwischen der Oberbürgermeisterin und Köhler ist, dass er zum 1. September seinen Doppel-Job in Dresden antritt und bis Dezember 2010 ein Konzept vorlegt, unter welchen Bedingungen und mit welchen Veranstaltungen Dresden „in eine neue Liga“ aufsteigen könnte. „Zurzeit werden viele städtische Veranstaltungsorte in unterschiedlicher Zuständigkeit geführt“, erklärt Oberbürgermeisterin Orosz. Und sie zählt neben der Messe, die Eishalle, Schloss Albrechtsberg, den Kulturpalast und die zentralen Plätze in der Stadt auf. „Die Messe Dresden GmbH solle mit Wolfram Köhler an der Spitze Kern eines zentralen städtischen Veranstaltungs-, Messe- und Eventmanagements werden“, sagt Helma Orosz.
Kurzum, der Köhler in Dresden soll ein Super-Manager über drei Dezernate hinweg werden. Er soll zwar nicht über den Bürgermeistern für Wirtschaft, Sport und Kultur stehen, wohl aber mit weitreichenden Kompetenzen ausgestattet werden. Auf Details ging die Oberbürgermeisterin nicht ein, nannte auch keine Gehaltssumme. Nach unbestätigten Medienberichten will sie Wolfram Köhler für ein Jahresgehalt von 150000 Euro einkaufen.
Die bündnisgrüne Stadtratsfraktion widersetzt sich bereits ihrem Personalvorschlag. „Die überhastete und ohne Einbeziehung des Stadtrates jetzt der Öffentlichkeit präsentierte Entscheidung der Rathausspitze“, so Fraktionssprecherin Eva Jähnigen, „ist weder fachlich noch personell das richtige Signal.“ Sie passe nicht mit dem ursprünglichen Konzept des Wirtschaftsbürgermeisters zusammen, die Dresdner Messe wissenschaftlich-technologisch auszurichten. Offenkundig ziele die Berufung Köhlers darauf, für Dresden einen Imagewandel von der Kulturmetropole zur Spaß-City durchzusetzen.
Auch die LINKE kritisiert den Alleingang der Oberbürgermeisterin: „Mit der heutigen Vorstellung wurde Wolfram Köhler faktisch als Überbeigeordneter inthronisiert – noch bevor irgendein demokratisch gewähltes Gremium beraten oder gar entschieden hätte“, so Fraktionschef André Schollbach. Vernünftig wäre es gewesen, die behaupteten Probleme im Veranstaltungsbereich in einer ordentlichen Analyse zu benennen und Lösungswege aufzuzeigen, sich über Strukturen politisch zu verständigen und danach, wenn nötig, nach geeignetem Personal zu suchen.
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Wer Geburtstag hat, bekommt üblicherweise Geschenke. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) beschenken seit diesem Jahr ihre Besucher an deren jeweiligem Geburtstag mit freiem Eintritt. „Geburtstagskinder“ jeden Alters legen an der Kasse ihren Personalausweis vor und erhalten an dem Tag freien Eintritt in alle Museen der SKD an den Standorten Dresden, Leipzig und Herrnhut. Diese Regelung gilt auch für das Historische Grüne Gewölbe und sämtliche Sonderausstellungen.
Immer auf dem neuesten Stand der Wissenschaft zu sein, heißt auch, zu wissen, woran die Forscher arbeiten. Mit dem Start des Dresden Science Calendar werden alle wissenschaftlichen Veranstaltungen im Raum Dresden auf einen Blick zugänglich gemacht. Im Rahmen des Wissenschaftsnetzwerkes DRESDEN-concept und in Kooperation mit der Stadt und der Sandstein Neue Medien GmbH ist eine für den Informationsaustausch über wissenschaftliche Veranstaltungen maßgeschneiderte Internetplattform entstanden. Jeder, einschließlich der wissenschaftlich interessierten Öffentlichkeit, kann alle Ankündigungen nach verschiedenen Kriterien gefiltert abrufen. Die Internetplattform bietet auch Schnittstellen an, um relevante Vorträge zu einmal ausgewählten Suchkriterien und persönlichen Interessen automatisch vorzusortieren und regelmäßig strukturierte Benachrichtigungen per RSS-feed, iCal-Kalenderabonnement oder über andere Datenkanäle zu erhalten. Der Dresden Science Calendar ergänzt damit die bestehenden Ankündigungssysteme der einzelnen Institute, aus welchen die Informationen automatisch synchronisiert werden. www. wissenschaft.dresden.de/calendar
Kurz und knapp stellt sich Dresden im Stadt-Atlas vor. Er enthält Straßen- und Wegekarten und Informationen zum öffentlichen Nahverkehr. Er gibt Auskunft, wo sich öffentliche und kulturelle Einrichtungen, Fußgängerzonen, öffentliche Toiletten, Einbahnstraßen, Parkplätze und Taxi-Standorte befinden. Darüber hinaus empfiehlt der Stadt-Atlas mit Text, Karte und 3D-Ansicht einen Stadtrundgang durch die Altstadt und die Neustadt von Dresden. Ein weiterer Teil des Stadt-Atlasses befasst sich mit 20 Jahren Kommunalentwicklung. Daten, Karten und Statistiken beschreiben die Entwicklung, zum Beispiel von Wohnungsbau, Verkehrsprojekten, Natur- und Denkmalschutz. Alte und neue Luftbilder werden gegenübergestellt. Die Broschüre im A4-Format umfasst 98 Seiten und kostet 5,35 Euro. Sie ist erhältlich in ausgewählten Buchhandlungen und im Kundenservice des Städtischen Vermessungsamtes, World Trade Center, Ammonstraße 74, 2. OG, Zimmer 2852, Telefon 4 88 41 38 oder 4 88 41 16, Fax 4 88 39 64, E-Mail vermessungsamt-ks@dresden.de. Öffnungszeiten: Montag und Freitag von 9 bis 12 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 9 bis 18 Uhr. www.dresden.de/online-shop.
Die sächsische Justiz versteigert beschlagnahmte oder gepfändete Gegenstände auch via Internet. Sachsens Justizminister Martens (FDP) verspricht sich dadurch „bessere Verkaufschancen und höhere Erlöse im Interesse von Gläubigern und Schuldnern“. Sachsen nutzt zusammen mit anderen Bundesländern eine extra dafür eingerichtete Internetplattform, die rund um die Uhr von Interessenten zu erreichen ist, unter www.justiz-auktion.de
Im Naturschutzgebiet Sächsische Schweiz dürfen Klettersportler die Felsen erklimmen. Der Landtag passte dafür das Landesumweltrecht an das neue Bundesrecht unter Beibehaltung landesrechtlicher Regelungen an. „So wäre es zum Beispiel nach dem Bundesnaturschutzgesetz verboten, in der Sächsischen Schweiz Klettersport zu betreiben“, so Umweltminister Frank Kupfer (CDU). „Das Felsklettern in der Sächsischen Schweiz hat eine lange Tradition. Die Sportverbände arbeiten aktiv im Naturschutz mit und betreiben ihren Sport sehr verantwortungsvoll“, erklärt der Minister, weshalb Sachsen mit der Gesetzesanpassung das Verbot umging.
Mit Kompass und Karte unterwegs zu sein, ist die gewohnte Art, Sachsen wandernd zu entdecken. Doch die Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen (TMGS) hält für alle Rucksack-Touristen auch Online-Wanderpläne für die sechs beliebtesten Wanderrouten bereit: den Sächsischen Weinwanderweg, den Malerweg, Oberlausitzer Bergweg, Vogtland Panorama Weg, für die Kammtour Erzgebirge-Vogtland und den Muldentalwanderweg. Alle wichtigen Details vom Streckenverlauf über Schwierigkeitsgrad bis hin zu Rastplätzen und Entfernungen sowie die gps-Daten sind auf den Wanderseiten zu finden. Wofür die TMGS mit dem Freizeit- und Tourismusportal AlpRegio kooperiert. www.sachsen-tourismus.de
Die Stadt Dresden bietet ein interaktives Internetportal zur kulturellen Bildung an: Kinder, Jugendliche und Erwachsene, aber auch Familien und Schulklassen können auf dem Portal nach geeigneten Kursen und Veranstaltungen suchen. Kultureinrichtungen können ihre Angebote selbstständig einpflegen und aktualisieren. Das Portal beruht auf einer Kooperation zwischen dem Kulturamt und der Medien Verlags GmbH. Es wird aus Fördermitteln des Sächsischen Wissenschaftsministeriums und der Stadt finanziert. www.dresdner-kulturelle-bildung.de
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