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Die gewölbte Form gleicht einem unbekannten Flugobjekt. Perfekt gelandet auf dem Dresdner Schloss. 265 transparente Luftkissen, im Rautenmuster einer Stahlkonstruktion verspannt, überdachen den Kleinen Schlosshof als Foyer des künftigen Museumskomplexes. Der Pariser Louvre hat die Pyramide, das Dresdner Schloss jetzt ein Ufo als neues Wahrzeichen. Am Sonnabend wird der restaurierte Kleine Schlosshof mit seiner hypermodernen Haube der Öffentlichkeit übergeben. Das von Peter Kulka entworfene High-Tech-Dach sucht nach weiteren Assoziationen.
Aus der Perspektive des künftigen Schlossbesuchers betrachtet, der durch das Löwentor von der Schlossstraße kommend den neuen Haupteingang betritt, sieht das Membrandach in 34 Meter Höhe leicht und filigran aus. Die Distanz lässt es wie ein übergeworfenes Netz erscheinen. Doch mühelos setzte die 84 Tonnen schwere Stahlkonstruktion nicht über den Giebeln des Kleinen Schlosshofes auf. Mauern mussten verstärkt und die zwei Mal zwei Meter großen Rauten auf den Millimeter genau in luftiger Höhe zusammengeschweißt werden.
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Eine Reihe von empirischen Versuchen lag zwischen Entwurf und Umsetzung. Um Gewicht zu sparen, wurde nicht Glas, sondern durchsichtige, mit Luft gefüllte Folie in die Rauten eingezogen. Der Prototyp bereitete den Statikern und den Bauverantwortlichen im Sächsischen Immobilien- und Baumanagement manch schlaflose Nacht. Allein Architekt Peter Kulka zweifelte nie an seinem kühnen Vorschlag, die 600 Quadratmeter des Kleinen Schlosshofes so zu überspannen, dass der Blick auf die prächtigen Giebel erhalten bleibt.
Der Freistaat investierte 7,5 Millionen Euro in das spektakuläre Dach und die Restaurierung des Kleinen Schlosshofes, um ihn zum zentralen Foyer umzufunktionieren. Von hier aus wird der künftige Besucher das Grüne Gewölbe, die Rüstkammer und möglicherweise eines Tages auch wieder den Thronsaal von August dem Starken erreichen. Bis 2013 soll der Wiederaufbau des Schlosses abgeschlossen sein, 222 Millionen Euro sind bereits investiert.
Die futuristische Wölbung in der Dresdner Dachlandschaft signalisiert, die Staatlichen Kunstsammlungen wollen im 21. Jahrhundert hoch hinaus. Mit ihren im Schloss konzentrierten Museen wollen sie jährlich 1,2 bis 1,5 Millionen Besucher anlocken. Insofern wird ein Foyer gebraucht, das den Besucherstrom verteilt und gleich zu Beginn des Rundgangs den besten Eindruck vom Haus vermittelt. Es ist geplant die transparente Kuppel mit ihren Rauten wie die Pyramide im Louvre nachts anzuleuchten. Die Assoziation vom strahlenden Diamanten über dem Museumskomplex im Schloss passt vielleicht doch besser zum Dresdner Barock.
Eröffnung des Kleinen Schlosshofes am 31. Januar, 10 Uhr.
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Daniel Libeskind gehört weltweit zu den Star-Architekten. Der Amerikaner mit polnischen Wurzeln baut in Dresden gerade das Militärhistorische Museum mit einem spektakulären Neubau-Keil zu einem modernen Museum um. Am 8. März kommt der Schöpfer des Jüdischen Museums in Berlin nach Dresden und diskutiert mit Architekturkritiker Dieter Bartetzko über den Zusammenhang von Bauen und Geschichte, von Architektur und jüdischer Identität. Das Gespräch 19 Uhr im Deutschen Hygiene-Museum, Marta-Fraenkel-Saal, wird simultan übersetzt. Libeskind wird tags zuvor in Augsburg für sein Werk mit der Buber-Rosenzweig-Medaille ausgezeichnet, die der Deutsche Koordinierungsrat der 83 Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit (DKR) seit 1968 verleiht. Die Dresdner Gesellschaft nahm diese Ehrung zum Anlass, Libeskind nach Dresden einzuladen. Eintritt: 5 Euro, ermäßigt 3 Euro; Kartenreservierung: 0351 4846 350.
Nobert Lammert, der Präsident des Deutschen Bundestags, hält am 8. März, 19 Uhr im Militärhistorischen Museum Dresden einen Vortrag über die „Bundeswehr als Parlamentsarmee“, die seiner Auffassung nach neuen sicherheitspolitischen Bedingungen angepasst werden muss. Die Veranstaltung in der Vortragsreihe „Forum Museum“ findet in der Ausstellungshalle hinter dem Hauptgebäude am Olbrichtplatz 2 statt. Der Eintritt ist frei.
Die Zahl der Selbstanzeigen von Steuersündern, die am Fiskus vorbei Geld auf Schweizer Bankkonten deponiert haben, ist in Sachsen inzwischen auf 25 angestiegen, teilt das Finanzministerium mit. Die Summe der nacherklärten Einkünfte betrage nun rund 2,62 Millionen Euro, die Summe der hinterzogenen Steuern belaufe sich derzeit auf 265000 Euro. Allerdings seien noch nicht in allen bisher eingegangenen Selbstanzeigen die Beträge benannt worden, so dass sich die Höhe der nacherklärten Einkünfte und die Summe der hinterzogenen Steuern noch erhöhen dürfte. Die Selbstanzeigen, die in Zusammenhang mit Kapitalanlagen in der Schweiz stehen, werden von den Finanzämtern seit 1. Februar gesondert erfasst.
„Wohl dem, der Heimat hat.“ Friedrich Schorlemmer stellt am 4. März, 20 Uhr sein gleichnamiges Buch in der Frauenkirche Dresden vor. Der Publizist und Theologe spricht über sein Heimatgefühl in der DDR und zeigt die verschiedenen Facetten von Heimat in seiner ganz eigenen Geschichte auf. Die Stiftung Frauenkirche feiert mit dem Wittenberger ihren 100. Literaturabend. Der Eintritt zur Veranstaltung im Hauptschiff ist frei.
Das Deutsche Krebsforschungszentrum Heidelberg richtet am 1. März die bundesweit erste Außenstelle seines Krebsinformationsdienstes (KID) in Dresden ein. Am Krebszentrum der Universitätsklinik in der Fiedlerstraße werden zwei Ärztinnen am Telefon Fragen von Patienten, ihren Angehörigen und Interessierten beantworten. Über die bundesweit einheitliche Telefonnummer 0800-420 30 40 des KID werden vorrangig ostdeutsche Bürger an die Außenstelle weitergeleitet. Jedes Jahr beantwortet KID kostenlos und neutral per Telefon, Email und im Internet aktuell, wissenschaftlich fundiert und allgemein verständlich mehr als 33000 Fragen rund um das Thema Krebs.
Dresden erhält eine direkte Flugverbindung in die norditalienische Einkaufs- und Modemetropole Mailand. Der Lufthansa-Partner Air Dolomiti fliegt ab 28. März täglich außer samstags nonstop zwischen beiden Städten. Start jeweils 16.10 Uhr in Dresden, Landung 18.25 Uhr in Mailand-Malpensa, freitags erst 16.55 Uhr ab Dresden. Die Flugtickets gibt es zum Einstiegspreis von 99 Euro (Hin- und Rückflug, inklusive Steuern und Gebühren. Air Dolomiti ist Partner des Lufthansa-Bonusprogramms Miles & More. Eingesetzt werden 50-sitzige Flugzeuge vom Typ ATR42-500. Ticketbuchungen: www.dresden-airport.de
Ab dem 10. Februar wird die Sächsische Aufbaubank nur noch 1000 Förderanträge für den Austausch alter gegen moderne Heizkessel in Wohnungen annehmen, teilt das sächsische Umweltministerium mit. „Danach ist Schluss“, so Umweltminister Frank Kupfer (CDU). Die 27 Millionen Euro aus dem europäischen EFRE-Programm seien bis auf einen Rest aufgebraucht. Für jeden Austausch gab es 1250 Euro. Bisher sind 21000 Heizungsanlagen in Sachsen auf moderne Brennwerttechnik umgestellt worden. Dadurch verringere sich der Kohlendioxidausstoß jährlich um 21000 Tonnen. Für weitere 5000 Umstellungen sind die Förderanträge schon beschieden. „Mit den 27 Millionen Euro Fördermitteln haben wir das Fünffache an Investitionen in Sachsen ausgelöst“, erklärt Kupfer. www.smul.sachsen.de
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