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Die „Auferstehung“ hängt am Haken eines Krans. Das Relief mit der biblischen Szene strebt im Großen Schlosshof gut gesichert himmelwärts. Während die Steinmetze unten den Atem anhalten, bringen jene oben auf dem Gerüst die Steintafel in die endgültige Position, in der Attika des „Schönen Tores“. Das über sieben Meter hohe, kunstvoll gestaltete Sandsteinportal schmückt mit seinem heute eingesetzten Mittelfeldrelief wieder in voller Pracht den Eingang zur Schlosskapelle. Die Restaurierung des „Schönen Tores“ ist abgeschlossen und damit ein einmaliges Kunstwerk der deutschen Renaissance im Dresdner Schloss an seinen Platz zurückgekehrt.
Nach einem großzügigen Ausbau der Residenz der politisch aufstrebenden Wettiner war es 1555/56 aufgestellt worden. Der Entwurf des Portals stammt wahrscheinlich von Giovanni Maria da Padova, der sich zu dieser Zeit in Dresden aufhielt. Vorbild ist nach Recherchen der Denkmalpflege der antike Triumphbogen im italienischen Ancona. Die Wettiner hatten nach dem Bruderkrieg zwischen Moritz und Friedrich ihr selbstbestimmtes Auftreten gegenüber dem Kaiser und ihre neue Religion, den Protestantismus, zu feiern. Das Kunstwerk, das in der Werkstatt des Dresdner Bildhauers Hans Walther II und mit Unterstützung von sechs italienischen Bildhauern entstand, erzählt vom sächsischen Triumph. Wegen der Feingliedrigkeit der Reliefs und Figuren aus Cottaer Sandstein gilt es europaweit als eines der schönsten und bedeutendsten Portale der Renaissance.
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Sein kunsthistorischer Wert musste allerdings erst wiederentdeckt werden. Er schwand 1737 mit der Auflösung der protestantischen Schlosskapelle. Das Portal kam in die Sophienkirche, wurde nach deren Zerstörung 1945 in den Großen Garten ausgelagert und dann neben dem Johanneum aufgestellt, wo es mehr und mehr verfiel. 2004 wurde es abgebaut, seitdem restauriert und am ursprünglichen Ort wieder zusammengefügt. Die Odyssee fand ein glückliches Ende.
Der Freistaat ließ sich den Wiederaufbau des „Schönen Tores“ 1,1 Millionen Euro kosten. Heute besteht das Portal jeweils zu einem Drittel aus Kopien und Abgüssen. Gefährdete Teile und Figuren, die man nicht mehr der Witterung aussetzen wollte, wurden eingelagert, u.a. die Eichenholztür. Das Mittelrelief beispielsweise ist eine Kopie, die der Steinbildhauer Christian Heerklotz schuf. 750 Stunden arbeitete er daran. Die Feingliedrigkeit des Originals zu erreichen, sei eine Herausforderung gewesen. Weltliche Auferstehungen sind manchmal ganz schön mühsam.
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Wer Geburtstag hat, bekommt üblicherweise Geschenke. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) beschenken seit diesem Jahr ihre Besucher an deren jeweiligem Geburtstag mit freiem Eintritt. „Geburtstagskinder“ jeden Alters legen an der Kasse ihren Personalausweis vor und erhalten an dem Tag freien Eintritt in alle Museen der SKD an den Standorten Dresden, Leipzig und Herrnhut. Diese Regelung gilt auch für das Historische Grüne Gewölbe und sämtliche Sonderausstellungen.
Immer auf dem neuesten Stand der Wissenschaft zu sein, heißt auch, zu wissen, woran die Forscher arbeiten. Mit dem Start des Dresden Science Calendar werden alle wissenschaftlichen Veranstaltungen im Raum Dresden auf einen Blick zugänglich gemacht. Im Rahmen des Wissenschaftsnetzwerkes DRESDEN-concept und in Kooperation mit der Stadt und der Sandstein Neue Medien GmbH ist eine für den Informationsaustausch über wissenschaftliche Veranstaltungen maßgeschneiderte Internetplattform entstanden. Jeder, einschließlich der wissenschaftlich interessierten Öffentlichkeit, kann alle Ankündigungen nach verschiedenen Kriterien gefiltert abrufen. Die Internetplattform bietet auch Schnittstellen an, um relevante Vorträge zu einmal ausgewählten Suchkriterien und persönlichen Interessen automatisch vorzusortieren und regelmäßig strukturierte Benachrichtigungen per RSS-feed, iCal-Kalenderabonnement oder über andere Datenkanäle zu erhalten. Der Dresden Science Calendar ergänzt damit die bestehenden Ankündigungssysteme der einzelnen Institute, aus welchen die Informationen automatisch synchronisiert werden. www. wissenschaft.dresden.de/calendar
Kurz und knapp stellt sich Dresden im Stadt-Atlas vor. Er enthält Straßen- und Wegekarten und Informationen zum öffentlichen Nahverkehr. Er gibt Auskunft, wo sich öffentliche und kulturelle Einrichtungen, Fußgängerzonen, öffentliche Toiletten, Einbahnstraßen, Parkplätze und Taxi-Standorte befinden. Darüber hinaus empfiehlt der Stadt-Atlas mit Text, Karte und 3D-Ansicht einen Stadtrundgang durch die Altstadt und die Neustadt von Dresden. Ein weiterer Teil des Stadt-Atlasses befasst sich mit 20 Jahren Kommunalentwicklung. Daten, Karten und Statistiken beschreiben die Entwicklung, zum Beispiel von Wohnungsbau, Verkehrsprojekten, Natur- und Denkmalschutz. Alte und neue Luftbilder werden gegenübergestellt. Die Broschüre im A4-Format umfasst 98 Seiten und kostet 5,35 Euro. Sie ist erhältlich in ausgewählten Buchhandlungen und im Kundenservice des Städtischen Vermessungsamtes, World Trade Center, Ammonstraße 74, 2. OG, Zimmer 2852, Telefon 4 88 41 38 oder 4 88 41 16, Fax 4 88 39 64, E-Mail vermessungsamt-ks@dresden.de. Öffnungszeiten: Montag und Freitag von 9 bis 12 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 9 bis 18 Uhr. www.dresden.de/online-shop.
Die sächsische Justiz versteigert beschlagnahmte oder gepfändete Gegenstände auch via Internet. Sachsens Justizminister Martens (FDP) verspricht sich dadurch „bessere Verkaufschancen und höhere Erlöse im Interesse von Gläubigern und Schuldnern“. Sachsen nutzt zusammen mit anderen Bundesländern eine extra dafür eingerichtete Internetplattform, die rund um die Uhr von Interessenten zu erreichen ist, unter www.justiz-auktion.de
Im Naturschutzgebiet Sächsische Schweiz dürfen Klettersportler die Felsen erklimmen. Der Landtag passte dafür das Landesumweltrecht an das neue Bundesrecht unter Beibehaltung landesrechtlicher Regelungen an. „So wäre es zum Beispiel nach dem Bundesnaturschutzgesetz verboten, in der Sächsischen Schweiz Klettersport zu betreiben“, so Umweltminister Frank Kupfer (CDU). „Das Felsklettern in der Sächsischen Schweiz hat eine lange Tradition. Die Sportverbände arbeiten aktiv im Naturschutz mit und betreiben ihren Sport sehr verantwortungsvoll“, erklärt der Minister, weshalb Sachsen mit der Gesetzesanpassung das Verbot umging.
Mit Kompass und Karte unterwegs zu sein, ist die gewohnte Art, Sachsen wandernd zu entdecken. Doch die Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen (TMGS) hält für alle Rucksack-Touristen auch Online-Wanderpläne für die sechs beliebtesten Wanderrouten bereit: den Sächsischen Weinwanderweg, den Malerweg, Oberlausitzer Bergweg, Vogtland Panorama Weg, für die Kammtour Erzgebirge-Vogtland und den Muldentalwanderweg. Alle wichtigen Details vom Streckenverlauf über Schwierigkeitsgrad bis hin zu Rastplätzen und Entfernungen sowie die gps-Daten sind auf den Wanderseiten zu finden. Wofür die TMGS mit dem Freizeit- und Tourismusportal AlpRegio kooperiert. www.sachsen-tourismus.de
Die Stadt Dresden bietet ein interaktives Internetportal zur kulturellen Bildung an: Kinder, Jugendliche und Erwachsene, aber auch Familien und Schulklassen können auf dem Portal nach geeigneten Kursen und Veranstaltungen suchen. Kultureinrichtungen können ihre Angebote selbstständig einpflegen und aktualisieren. Das Portal beruht auf einer Kooperation zwischen dem Kulturamt und der Medien Verlags GmbH. Es wird aus Fördermitteln des Sächsischen Wissenschaftsministeriums und der Stadt finanziert. www.dresdner-kulturelle-bildung.de
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