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69 Filme kämpfen um Goldene Reiter

04. März. 2010
04.März 2010
Annegret Richter ist seit Sommer 2009 neue Filmfest-Direktorin. Berufliche Erfahrungen sammelte die studierte Kommunikationswissenschaftlerin beim Dokfilmfestival Leipzig.

Neue Festivaldirektorin Annegret Richter Foto: Holland

Was die Oscars in Los Angeles sind die Goldenen Reiter in Dresden. Die begehrten sächsischen Trophäen winken den Siegern beim 22. Filmfest Dresden. Die Wettbewerbsprogramme für das cineastische Ereignis vom 20. bis 25. April in Sachsens Landeshauptstadt stehen fest. Eine Auswahlkommission nominierte 69 Kurzfilme. In den sechs Internationalen Wettbewerben werden 38 Filme um die Goldenen Reiter kämpfen, in den vier Nationalen Wettbewerben werden es 31 Streifen sein. Die besten erhalten Preisgelder in Höhe von 59000 Euro.

In den Internationalen Wettbewerben geht eine aktuelle Oscar-Nominierung an den Start: der Animationsfilm „Logorama“ des französischen Künstlerkollektivs H5 (François Alaux, Hervé de Crécy und Ludovic Houplain). Großbritannien schickte wieder die meisten Filme (sieben) ins Rennen,  nach Frankreich (sechs) und Kanada (vier). Erstmalig im Internationalen Wettbewerb laufen Streifen aus Kuba und Peru.

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Unter den Produktionen in den  Nationalen Wettbewerben haben vier einen sächsischen Bezug. „Die Nachtigall und die Rose“ (Regie: Larissa Lauber) wurde bei Balancefilm in Dresden umgesetzt. „Vatertag“ und „Das letzte Rad“ stammen von Regisseur Olaf Held, der von der Chemnitzer Filmwerkstatt kommt und jetzt an der Hochschule für Film und Fernsehen in Potsdam-Babelsberg studiert. In „Frida und die Zeit vor mir“ (Regie: Meike Fehre) schließlich steht Dresden sogar im Mittelpunkt der Geschichte.

„Bei den diesjährigen Wettbewerbsbeiträgen fällt auf, dass eine Reihe von Filmemachern mit dokumentarischer Ästhetik gearbeitet haben. Daneben sind in beiden Wettbewerben Animationsfilme stark vertreten“, erklärt die neue Direktorin Annegret Richter. Nach dem Weggang von Robin Mallick steht die studierte Kommunikations- und Medienwissenschaftlerin jetzt an der Spitze des Festivals. Berufliche Erfahrungen sammelte die 1975 in der Oberlausitz geborene Richter beim Leipziger Dokumentarfilmfestival.  

Für das 22. Filmfest Dresden waren 2128 Kurzfilme aus 75 Ländern eingereicht worden (Vorjahr: 2.134 Einreichungen aus 75 Ländern). Filmemacher konnten sich mit einem Animations- oder Spielfilm bewerben, der maximal 30 Minuten lang und nicht älter als zwei Jahre sein durfte.

Weil das „Metropolis“ zwischenzeitlich schloss und insofern als Festival-Ort nicht mehr zur Verfügung steht, flimmern die Streifen in diesem Jahr zwar zentral in der Dresdner Neustadt über die Leinwand, aber in drei Spielstätten: der „Schauburg“, dem „Thalia“ und dem Kleinen Haus. „Die Multiplex-Kinos, darunter auch der Ufa-Palast, sind für uns zu teuer“, erklärt Annegret Richter. Die geringere Zahl an Plätzen in den kleineren Sälen solle dadurch ausgeglichen werden, dass die Filme am Tag mehrmals gezeigt werden. Der Festivalklub werde in der „Schauburg“ eingerichtet.

(Sieglinde Werner)

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Arbeiten aus der Grafikwerkstatt Dresden

Grafiken, die Künstler 1989/1990 und 2009/2010 in der Dresdner Grafikwerkstatt druckten, sind bis zum 30. September in der neuen Ausstellung der  „Galerie  2. Stock“ im Rathaus zu sehen. Auch  wenn  die  Themen 20 Jahre Friedliche Revolution und Deutsche Einheit nicht vordergründig verarbeitet worden sind, so sind sie doch als Atmosphäre und „Hintergrundleuchten“ spürbar. Grafiken von Klaus Drechsler, Angela Hampel, Eberhard Havekost,   Christiane   Just,   Maja   Nagel,  Gudrun  Trendafilov und Claus Weidensdorfer sind zu sehen. Seit  1958  werden  in  der Grafikwerkstatt Dresden, Arbeitsmöglichkeiten für Dresdner  Künstler  angeboten. Geöffnet  ist  die  „Galerie 2. Stock“ montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Online-Wanderpläne für Sachsen

Mit Kompass und Karte unterwegs zu sein, ist die gewohnte Art, Sachsen wandernd zu entdecken. Jetzt hat die Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen (TMGS) für alle Rucksack-Touristen ein neues Angebot parat: Online-Wanderpläne für die sechs beliebtesten Wanderrouten: Sächsischer Weinwanderweg, Malerweg, Oberlausitzer Bergweg, Vogtland Panorama Weg, Kammtour Erzgebirge-Vogtland und Muldentalwanderweg. Alle wichtigen Details vom Streckenverlauf über Schwierigkeitsgrad bis hin zu Rastplätzen und Entfernungen sowie die gps-Daten sind auf den Wanderseiten zu finden. Wofür die TMGS mit dem Freizeit- und Tourismusportal AlpRegio kooperiert.  www.sachsen-tourismus.de

Ab Dezember nonstop von Dresden nach Basel

Ab Dezember bekommt Dresden eine Direktflugverbindung mehr. Die Fluggesellschaft easyJet eröffnet am 3. Dezember die Nonstoproute Dresden-Basel. Dreimal wöchentlich - mittwochs, freitags und sonntags - wird vom Flughafen Dresden-Klotzsche der EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg angeflogen. Die neuen Flüge in die Schweiz lassen sich ab 8. Juli buchen unter www.easyJet.com

Jetzt dreimal pro Woche nonstop Dresden – Moskau

Aeroflot hat die Flugverbindungen zwischen Dresden und Moskau-Scheremetjewo weiter verbessert. Seit Juni bietet die russische Fluggesellschaft einen zusätzlichen Flug am Mittwoch und damit drei Nonstopflüge pro Woche und Richtung an. Der moderne Airbus A319 mit 116 Plätzen startet um 17.20 Uhr, montags bereits um 16.40 Uhr in Dresden. Die Landung in Moskau erfolgt um 21.55 Uhr bzw. am Montag um 21.15 Uhr. In der russischen Hauptstadt hebt die Maschine um 15 Uhr Ortszeit ab und erreicht Dresden um 15.40 Uhr Ortszeit.  Den Hin- und Rückflug kostet inklusive aller Steuern und Gebühren ab 211 Euro. Die Flugzeit beträgt rund zweieinhalb Stunden.

Tiere und Pflanzen des Jahres auf Postkarten

Auch in diesem Jahr will Sachsens Umweltministerium mit Postkarten zur Natur des Jahres 2010 den Blick wieder auf bekannte und weniger bekannte Schönheiten unserer heimischen Flora und Fauna lenken. Ausgesucht wurden dafür der Dachs (Tier des Jahres 2010), der Schönbär (Schmetterling d. J.), die Vogelkirsche (Baum d. J.), der Teichmolch (Lurch d. J.), die Herbstzeitlose (Giftpflanze d. J.) und der Efeu (Arzneipflanze d. J.).  Die Postkarten kann man sich auf der Internetseite des Umweltministeriums ansehen oder kostenfrei beim Zentralen Broschürenversand der Staatsregierung bestellen:  publikationen(at).sachsen.de http://www.natur.sachsen.de

Französisches Abi jetzt auch in Sachsen

Das Romain-Rolland-Gymnasium Dresden und das Anton-Philipp-Reclam-Gymnasium Leipzig sind die ersten Schulen in Sachsen, die parallel zum deutschen Abitur das Französische Baccalauréat (AbiBac) anbieten.  Ab Schuljahr 2010/2011 können sich Gymnasiasten der Klassenstufe zehn, die die vertiefte sprachliche Ausbildung durchlaufen haben, darauf vorbereiten. In den Klassenstufen zehn bis 12 wird dann Französisch auf erhöhtem Niveau unterrichtet. In den letzten drei Jahren vor dem Abitur geht es auch in Geschichte und einem weiteren gesellschaftwissenschaftlichen Fach französischsprachig zu. Dresden kooperiert dabei mit einer Schule in Strasbourg, Leipzig mit einer Schule in Montpellier.

Neue Tempo-30-Zone in Dresden-Neustadt

In  Dresden-Neustadt  entsteht  eine neue Tempo-30-Zone westlich  der Königsbrücker Straße, die im Süden durch die Antonstraße und im Norden durch den Bischofsweg begrenzt wird. Im Westen reicht sie bis  zu  den Bahnanlagen. Die Geschwindigkeitsbegrenzung   soll  den  Durchgangsverkehr  fernhalten und die Verkehrssicherheit   für Fußgänger und Radfahrer erhöhen. In diesem Zusammenhang gibt die Stadt den als Einbahnstraße ausgewiesenen Dammweg  zwischen Eschenstraße und Bischofsweg in beiden Richtungen für den Radverkehr  frei  und  schafft  damit eine Alternative zur belebten Königsbrücker  Straße.  Das  Parken entfällt dafür auf diesem Abschnitt des Dammweges.